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Die Gerechtigkeit der Heiligen – die Dimension der Herrlichkeit Gottes in einem Wiedergeborenen

von Markus Reins


Es ist mir eine große Freude, dass ich jetzt diese Thematik ansprechen darf. Es ist mein Gebet, dass Gott Seine besondere Salbung auf die folgenden Zeilen legen möge.

Viele Menschen habe die Dimension der „Geburt aus Gott“ nicht verstanden, und dies hat zur Folge, dass sie, anstatt ein freudiges Überwinderleben in der Kraft Gottes zu leben, in einem freudlosen „Sich-Abmühen“ stecken bleiben, welches Gott nie gewollt hat, und das darum auch immer fruchtlos bleiben wird.

Als Leitvers möchte ich 2.Korinther 3, 17+18 über alles stellen:

Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.

Am Ende unseres letzten Themas tauchte die Frage auf, die sehr viele Gläubige sehr beschäftigt: Was ist aber mit meinen immer noch vorhandenen Fehlern?

Dazu ist es ganz wichtig, dass wir beachten, dass das Wort „Wiedergeburt“ nicht völlig zufällig gewählt worden ist.

Es ist genau wie bei einem neugeborenen Säugling: In ihm schlummern zwar alle Fähigkeiten und Begabungen, sie müssen sich aber erst entwickeln.
Ja, dieses kleine Leben, hat kurz nach seiner Geburt noch nicht mal die geringste Ahnung, welche Fähigkeiten in ihm schlummern.
Es ist alles perfekt vorhanden – es muss nur noch aktiviert werden!

Doch gehen wir noch einmal zu unserem „Meerbild“ zurück. Wir haben gelernt, dass unser Herz der Tiefe des Meeres gleicht. Hier herrscht immer ein beständiger, gleichmäßiger Einfluss.
In der Wiedergeburt wird nicht der komplette Mensch – bestehend aus Körper, Seele und Geist – erneuert, nein, Gott erneuert nur die Grundströmung unseres Seins – ER gibt uns ein neues Herz, in das Er Seinen Geist hineinlegt.

Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. - Hes. 36, 26

Also, die Änderung unseres Seins berührt nur die Gebiete, die mit unserem Herzen zusammenhängen.
Neben dem Herzen haben wir aber noch unsere Seele und unsern physischen Körper. In unserer Seele liegen der Wille, das Gefühl, unser Intellekt.
Unser Körper besteht aus unseren Organen mit allen dazugehörigen Sinnen und Funktionen.

In den vorherigen Ausführungen haben wir erkannt, dass das Herz des Menschen von Natur aus böse ist.
Aus der Tiefe dieses bösen Herzens, unserer bösen Grundstimmung, wird unser ganzes Sein bestimmt.
Man kann es in folgendem Bild beschreiben:
Das Herz des Menschen ist wie eine Wurzel, die unser ganzes Sein mit ihrem giftigen, bösen Saft ernährt.
Unser Körper und unsere Seele werden von diesem Giftsaft durchflossen und sie sind daran gewöhnt.

Ihr Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, die ihr böse seid? Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.
Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus seinem bösen Schatz. – Matt. 12, 34+35

Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. – Matt. 15, 19

Jetzt kommt Gott und erneuert die Wurzel unseres Seins – ER gibt uns ein neues Herz, aber der Rest unseres Seins muss erst, von dem nun fließenden „guten“ Saft, entgiftet werden.

Darüber wollen wir noch genauer sprechen, wenn wir das letzte Thema: Heiligung, Wandel im Geist und Kampf des Glaubens sprechen werden.

Doch was geschieht jetzt, wenn der „alte böse Saft“ mal wieder die Oberhand gewonnen hatte – obwohl die Grundströmung meines Herzens nur noch Gott gefallen will.

Dies sind nach dem Wort Gottes unsere Verfehlungen und Schwachheiten (griech. harmartia).
Diese sind keine „Sünden“ die uns von Gott trennen! Es sind die Ursachen die einen „Gerechten“ siebenmal fallen lassen (Spr. 24, 16).

Wir dürfen diese Verfehlungen Gott bekennen, und werden sofort gereinigt. Denken wir auch an das „vergib uns unsere Schuld“ im Vaterunser!

Wenn wir aber unsre Sünden (harmartia = Verfehlungen) bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. - 1.Joh. 1, 9

Ja, noch viel mehr! Erinnern wir uns an die wunderbare Wirkung des Opfers unseres HERRN!

ER hat uns mit einem Opfer, ein für alle Mal gereinigt! Jesus Christus ist unsere Gerechtigkeit!

Denn er hat den (Jesus), der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm (Jesus) die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt. - 2. Kor. 5, 21

Wie wir schon gesehen haben sieht Gott unsere Unzulänglichkeiten nicht mehr! In Jesus werden wir perfekt und gerecht vor Gott dargestellt!

Und darum ist ein Wiedergeborener ein „Gerechter“ – darum braucht er sich um seine Schwachheiten nicht mehr kümmern. Wenn er fällt braucht er nur einfach wieder aufstehen und weitergehen.

… um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, dass er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus. – Rö. 3, 26

Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke (das was wir tun können) des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke (das was wir tun können, nicht nur auf das Gesetz bezogen) des Gesetzes wird kein Mensch gerecht. – Gal. 2, 16

Q: Brauche ich mich wirklich nicht mehr um meine Unzulänglichkeiten zu kümmern?

A: Ja, du brauchst sie nur bekennen, so sie dir bewusst werden – die unbewussten Verfehlungen sind sowieso nicht angesprochen: Hier wärst du doch hoffnungslos aufgeschmissen, oder?

Q: Wer ist denn für meine Fehler zuständig?

A: Erinnere dich bitte an die Aussagen, die Jesus über den Weinstock, die Reben und den Weingärtner gemacht hat. Hat Er dort gesagt, dass die Reben sich selbst reinigen sollen?

Nein, dort steht, dass der Weingärtner (Gott) die Reben reinigt! Es ist Gottes Aufgabe dich so zu reinigen, dass du mehr „gute Frucht“ bringst. Wenn du am Weinstock bist – wenn dein Herz erfüllt mit dem Heiligen Geist ist – wird Gott dich mehr und mehr reinigen.
ER wird dich verändern – in Sein Bild was ER von dir hat

Q: Das klingt ja jetzt so, als hätte ich wirklich absolut gar nichts zu tun – stimmt das wirklich?

A: Lies doch bitte noch mal den Vers, den ich über dieses ganze Thema gestellt habe! Doch du darfst etwas tun – etwas, was dein Leben total verändern wird!
Schaue, die Herrlichkeit Gottes an! Denke daran, dass durch den Tod unseres HERRN du einen freien Zugang zum Thron Gottes hast. Nutze dein himmlisches Vorrecht!
Anstatt dich ständig mit deinen Fehlern zu beschäftigen, anstatt deine Unzulänglichkeiten anzustarren – schau auf Jesus!
Du wirst nicht durch dein Bemühen „gebessert“ werden! Glaube an das Wort Gottes! Glaube, dass du in Jesus ein für alle mal gerechtgesprochen wurdest!

Wie kann die Herrlichkeit Gottes dich verwandeln, wenn du, anstatt auf IHN, Dich nur mit dem schon längst vergebenen „Resten des alten, bösen Saftes“ beschäftigst – wenn du, aus Unglauben, meinst dem „Weingärtner“ Nachhilfeunterricht erteilen zu müssen???

Es gibt keine Gerechtigkeit aus uns heraus – darum glaube dem Wort Gottes und du bist gerechtfertigt!

Q: Was bedeutet es in Praxis „die Herrlichkeit Gottes anzuschauen?

A: Es bedeutet, dass du den Regungen des Heiligen Geistes in deinem Herzen Raum gibst. Das du beginnst die intime Zweisamkeit mit Gott zu suchen, indem du ihn anbetest und dem Lobpreis Gottes so viel Zeit wie möglich einräumst.

Eine schöne Illustration hierfür ist die Geschichte von Maria, die völlig selbstvergessen zu den Füssen von Jesus sitzt, und dabei „die Welt“ um sich herum (ihre häuslichen Pflichten) total vergisst (Luk. 10, 38-42)

Freue Dich, an dem unverdienten Geschenk deiner ewigen Errettung, und vertraue darauf, dass Gott Sein Wort an dir erfüllen wird: ER wird dich reinigen und du wirst die Frucht bringen, die ER dir gesetzt hat.

Wenn du dies so richtig verstanden hast, wird eine unfassbare Freude dein Leben erfüllen. Du wirst beginnen, aus der brennenden Liebe zu deinem Erretter heraus zu strahlen. Die Freude an Deinem HERRN wird Deine Stärke werden, mit der du die Widrigkeiten dieser Welt weit überwinden wirst.

Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. – Rö. 8, 37

Seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke. – Neh. 8, 10

Eine kleine Geschichte:

Stell Dir mal vor, du seiest ein Riese. Deine Füße ständen auf dieser Erde und über dir wäre der strahlend blaue Himmel mit einer hellen Sonne.
Doch zwischen deinen Füßen und deinen Augen wäre – ungefähr in Hüfthöhe - eine geschlossene Wolkendecke.
Du willst jetzt vorwärts gehen, aber da du nicht durch die Wolken sehen kannst, bewegst du dich nicht von der Stelle: Ach, wären doch nur die dummen Wolken weg!

Um den Weg herauszufinden bückst du dich, um zu sehen wie es unter den Wolken aussieht!
Anstatt weiterhin von der Sonne gewärmt und bestrahlt zu werden, starrst du nun in die Finsternis, in der Deine Füße stehen.
Angestrengt versuchst du dich zu orientieren – schließlich möchtest du nicht über den nächsten Berg stolpern
J!!!
Dieses ständig gebückt gehen ist sehr anstrengend und anstatt dass die Freude der Sonne dich erfüllt und wärmt, wirst du immer trauriger. Die Last des gebückten Gehens drückt dich immer tiefer. Dein Rücken schmerzt, und um etwas Erleichterung zu finden, entscheidest du dich dazu, auf allen vieren weiter zu krabbeln.
Doch eine böse Überraschung erwartet dich – du landest auf allen vieren in einem sumpfigen, stinkendem Morast… die Brühe steht dir bis zum Hals!!!
Wahrend du deinen desolaten Zustand betrachtest, erinnerst du dich an den wunderschönen blauen Himmel und die warme Sonne zurück.
Ja, es fällt dir auch ein, dass deine Kleider sauber waren, als du noch gestanden hattest.

Nun, bitte ich folgendes zu ersetzen:
Der „Riese“ ist ein wiedergeborener Mensch. Die Bibel sagt, dass wir mit Christus in himmlische Orte versetzt sind (Eph. 2, 6). Darum erhebt sich dieser Riese über der Dimension dieser Welt (symbolisiert durch die Wolken) und wird von der Sonne (Jesus) angestrahlt, erleuchtet und gewärmt.
Doch seine Füße stehen in der Dimension der Welt. Dies steht dafür, dass wir mit unserem Körper immer noch in dieser Welt (Welt = Umwelt, andere Menschen, aber auch die Reste des „alten bösen Saftes“ in uns) sind.
Also, wir sind sowohl im Himmel - als auch auf der Erde!


Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten:

1. Wir leben aus Glauben – das heißt, obwohl wir noch auf dieser Welt sind, kümmern wir uns nicht mehr um unser irdisches Schicksal. Wir kümmern uns auch nicht mehr darum, wie perfekt oder unperfekt wir hier auf dieser Erde vorwärts kommen.
Wir schauen die Herrlichkeit der Sonne an, werden froh und glücklich – und vertrauen, dass Gott zu Seinem Wort steht, und dass ER unsren Fuß bewahren wird, dass er nicht an einen Stein stoße. (Psalm 91, 11+12)

Dies bedeutet nicht gedankenlose Sorglosigkeit – nein, es ist bewusster Glaube! Es ist das wissen, dass ich es nicht kann, aber dem vertraue, der mir versprochen hat mich an mein Ziel zu bringen.

2. Wir können versuchen, unseren Weg selbst zugehen – und das daraus folgende Szenario habe ich in der obigen Geschichte beschrieben.

Es ist von entscheidender Wichtigkeit, dass ein wiedergeborener Mensch lernt, dass es für ihn nur eine Möglichkeit gibt, hier auf dieser Erde „richtig“ zu gehen – wir müssen dem Wort Gottes mehr glauben als unseren Sinnen – und – wir müssen uns alleine der Sonne (Jesus) aussetzen.

Unsere Füße werden nur dann fehlerlos über diese Erde gehen, wenn unsere Augen über den Wolken und alleine auf Jesus gerichtet sind!

Erkennen wir, dass wir durch Christus gerechtgesprochen wurden! Es ist vollbracht! Jesus hat es vollendet – und da gibt es nichts mehr hinzuzufügen.

Demütigen wir uns und akzeptieren unsere noch vorhandenen Schwachheiten in dem Wissen, dass sie nicht mehr zählen, und der „Weingärtner“ sich um die Angelegenheit kümmern wird.

Diese Erkenntnis wird uns frei machen. Die Freude des Evangeliums (ja, es ist wirklich eine unfassbar frohe Botschaft!) wird uns durchströmen – und ganz wichtig!!! – Jesus wird beginnen durch uns zu leben!

Ergreifen wir doch die Dimension der Offenbarten Herrlichkeit Gottes in uns!

Wenn wir in diesem wichtigen Punkt eine falsche Sicht haben, wird es uns so ergehen, wie dem Riesen – anstatt dass die Herrlichkeit Gottes uns mehr und mehr verändert, werden wir uns – völlig unnötig – im „Schlamm dieser Welt“ wieder finden!

Es ist mein Gebet, dass dies vermieden werden kann!

Falls du dich jetzt im Schlamm sitzend vorfinden solltest… halte dich bitte nicht weiter auf!... bekenne deine Unfähigkeit und deinen Unglauben!… erhebe dich auf deine Beine! Steh auf!... richte Deinen Blick auf Jesus, und gehe im Vertrauen auf Seine Führung vorwärts! AMEN

Im letzten Teil möchte ich darüber sprechen, wie sich der, schon erwähnte, Konflikt zwischen der alten und der neuen Natur (Herz) in uns auswirkt.
Wir werden erkennen, dass das neue Leben in Christus kein „Sofaleben“ sondern täglichen Kampf bedeutet.
Wir werden die Spannung eines Lebens in zwei Welten (Leben im Geist – versus – Leben im Fleisch) betrachten.

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