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Englische Version


Die Schlacht von Gilboa
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Markus Piercy-Reins
















Eine der tragischsten Personen der Bibel für mich ist Jonathan. Wie David war er ein Mann nach dem Herzen Gottes, von gleichem Herz und Geist.
David und Jonathan hatten den gleichen Geist, im völligen Glauben, das Unmögliche wagend, mutig vorwärts zu gehen.
In 1.Samuel 14 sehen wir den wagemutigen Jonathan wie er, alleine und auf Gott vertrauend, einen ganzen Wachposten der Philister besiegt.
„Komm, lass uns hinübergehen zu dem Posten dieser Unbeschnittenen! Vielleicht wird der HERR etwas für uns tun, denn für den HERRN gibt es kein Hindernis, durch viel oder durch wenig zu helfen.“ sagte er zu seinem Waffenträger.
Und dieser Mann war gleichen Geistes: „Tu alles, was du vorhast! Geh nur hin! Siehe, ich bin mit dir in allem, was du vorhast!“
Klar erkennen wir den Geist Gottes, wie er beide erfüllte, als sie mutig vorwärts gingen – zwei gegen zwanzig Philister!
Und die Gegenwart Gottes ging vor Jonathan her, so dass die Philister vor Jonathan niedergeworfen wurden, völlig ohne Kampf. Sie fielen einfach vor ihm nieder und der Waffenträger, welcher nach Jonathan kam, brauchte sie nur mit Jonathans Schwert zu töten.

Später, als er mit dem Heer Israels den Kampf Davids gegen Goliath (1.Samuel 17) beobachtete, lesen wir dann im ersten Vers des 18. Kapitels:
Und es geschah, als er aufgehört hatte, mit Saul zu reden, verband sich die Seele Jonathans mit der Seele Davids; und Jonathan gewann ihn lieb wie seine eigene Seele.

In Jonathan war ein anderer Geist als in seinem Vater Saul und er litt unter dem Pessimismus, der Unentschiedenheit und Inaktivität seines Vaters.
Als er nun David sah hüpfte sein Herz vor Freude! Endlich jemand den er verstand… endlich jemand, der Gott vertraute anstatt depressiv und missmutig, vom Fluch Gottes gelähmt, herum zu sitzen.

Und Jonathan war alles andere als selbstsüchtig. Seine Liebe zu seinem Herzensbruder motivierte ihn, seine Liebe und Verehrung auf größte Weise auszudrücken, die ihm möglich war:
Und Jonathan und David schlossen einen Bund, weil er ihn lieb hatte wie seine eigene Seele.
Und Jonathan zog das Oberkleid aus, das er anhatte, und gab es David, und seinen Waffenrock und sogar sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel. – 1.Sam. 18,3+4

Er wusste genau über die Symbolkraft seiner Handlung Bescheid… und David wusste es auch! Sie wussten, dass das Tragen von Jonathans Mantel und seines Schwerts und Bogens bedeutete, das Jonathan sein Recht als Thronerbe an David übergeben hatte.
Niemand zwang ihn dazu dies zu tun… doch sein Geist und Herz handelten im Einklang mit dem Ratschluss Gottes.
Er entkleidete sich seiner Position als Thronerbe des Königreiches, indem er seine überfließende Liebe seinem geliebten Freund zeigte.

In Gottes Wort lesen wir, dass Liebe nicht das ihre sucht, und so war es bei Jonathan. So wie Maria kostbare Narde über Jesus ausgoss, um ihre Liebe auszudrücken, so zwang Jonathans Herz ihn, das äußerst Mögliche zu tun… sich von allem was er besaß zu entledigen, um seine Liebe so echt wie möglich auszudrücken.
Auf keinen Fall litt er unter dieser Tat… vielmehr war es die Freude seines Herzens.
Später lesen wir, dass Jonathan sogar sein eigenes Leben riskierte, um David vor Sauls Zorn zu retten… doch verließ er nie seinen Vater, um sich David anzuschießen. Die „Bande des Fleisches“ waren stärker als die „Bande des Geistes“ – und dies hatte tödliche Konsequenzen.
(lies Lukas 14:26-27 + 33-35)

Welch ein Segen wären beide wohl für einander gewesen, als später David König über Israel wurde und Jonathan der Zweite nach ihm geworden wäre (1.Sam. 23:17+18)… aber dies ist nie geschehen: Jonathan starb an der Seite seines Vaters in der Schlacht von Gilboa.

Unser Gott plant sogar die Namen des Schlachtfeldes. Als Seine Zeit gekommen war, wählte Er diesen Ort um die Herrschaft Sauls zu beenden… um an David die Verheißungen zu erfüllen, die Er ihm gegeben hatte.

Hier die Bedeutung von Gilboa:
Gilboa = Fontäne des siedenden Überkochens, Überschäumens (Strong’s Exhaustive Concordance 1533)
Hast du jemals einen Geysir beobachtet? Zum Beispiel Old Faithful im Yellowsstone Nationalpark in den USA?
So ein Geysir ist das perfekte Bild um die Bedeutung von Gilboa zu verdeutlichen.
Etwas hat lange, lange vor sich hingekocht… der Dampfdruck stieg höher und höher… und plötzlich bricht eine gischtende Fontäne aus Dampf und überkochendem Wasser hervor… Gilboa!

Gottes Verheißungen für David hatten für viele Jahre geschlummert, während wir ihn, von Höhle zu Höhle fliehend, tief in den Wüsten Israels sehen. Ja, er war sogar dazu gezwungen, für die Feinde seines Volkes zu arbeiten, nur um sein nacktes Leben zu retten.

Gilboa war der Ort Gottes, den Er erwählt hatte, um das Gericht über den widerrechtlich Herrschenden zu bringen… einst zwar erwählt und gesalbt; doch nun sich an die Macht klammernd, im verzweifelten Versuch ein Königtum zu sichern, was Gott ihm schon lange genommen hatte.

Gott ließ dies zu. In dieser Zeit der Verfolgung arbeitete Er an Davids Herzen, prüfte seine Herzensmotive und reinigte sie – doch am Wichtigsten: David lernte seinen Gott ganz persönlich kennen.
Dort musste David dem Ende seiner Verheißungen und Hoffnungen begegnen… alles worauf er so sehr wartete vertrocknete und zerfiel… hinweggeblasen von einem heißen, unnachgiebigen, nicht enden wollenden Wüstenwind.
David lernte auch, dass sein Ende noch lange nicht das Ende bei Gott bedeutete – und gewann somit aus erster Hand fundamentale Kenntnisse über seinen Schöpfer.

Während dieser gesamten Zeit stieg der Dampfdruck Gilboas an… die ganze Zeit arbeitete Gott an der Erfüllung Seiner göttlichen Pläne… und der Tag kam.
Gilboa brach hervor und schleuderte Saul hinweg – David freisetzend um in seine, von Gott vorhergeplante, letzte Bestimmung einzutreten.

Lieber Leser, mir fehlen einfach die richtigen Worte um meine Gefühle auszudrücken, die ich jedes Mal empfinde, wenn ich über Jonathan und die Schlacht von Gilboa lese. Immer empfinde ich einen Aufschrei in meinem Herzen:
„Nein! Nein, nicht Jonathan! Warum nur dieser kostbare Mensch? Saul, das ist OK… aber Jonathan ist dazu bestimmt mit David zu regieren! Warum musste er sterben???“
Ich empfinde einen tiefen Schmerz… und Gott zeigte mir eine sehr ernste Warnung, die ich dir heute mitteilen muss.

Gott zeigte mir, dass das Lieben der „Richtigen“ uns nicht vor Seinem Gericht retten wird, das Er über die „Verkehrten“ bringen wird, wenn wir zu diesem Zeitpunkt nicht auf der richtigen Seite stehen!

Gemeinschaft mit „Gottes wahrem Volk“, ihre Unterstützung, die Freude am Zusammensein und ihrem Rat wird uns nicht vor dem Tode retten, wenn wir mit einem System verbunden bleiben, auf dem der Fluch Gottes liegt.

In den Jahren meines Dienstes für Gott, habe ich unzählige Gläubige beobachtet, die ihr Herz auf dem richtigen Fleck haben. Diese Gläubigen sehen klar die Fehlerhaftigkeit der heutigen Christenheit und instinktiv verbinden sie sich mit Denjenigen, die ihrem HERRN in Wahrheit nachfolgen (Gottes heutige Davids).
Oftmals unterstützen sie deren Dienst mit freiwilligen finanziellen Gaben oder anderer Hilfe… aber niemals brechen sie mit dem heutigen System organisierter Kirchen (geistliche Hurerei).
Ihr Herz steht richtig… ja, manchmal geben sie sogar ihren Mantel… aber wenn es darauf an kommt, ziehen sie es vor, „eher mit Saul in einem Palast zu sein… als sich mit David in der Wüste zu verbinden“.

Oftmals wird dieser Unwille, die Konsequenzen verstoßen und verachtet zu sein zu tragen, hinter sehr „fromm“ klingenden Argumenten versteckt:
„Weißt du, dies ist der Platz an den mich Gott gestellt hat! Wenn alle dieses System verlassen würden, wer bliebe dann um Licht in der Finsternis zu sein? Gott möchte doch auch weitere Menschen aus dem System retten. Ich ziehe es vor „Licht“ an diesem Platz zu sein… und außerdem habe ich so bestimmt eine gute Gelegenheit von dort aus den „Davids“ beizustehen...“

Ja, auch Jonathan dachte so, wie wir es in 1.Samuel 20 lesen. Jonathan hoffte sogar, er könne seinen Vater Saul positiv beeinflussen.

Doch es ist knallharter Fakt:
Bei Jemanden, der von Gott verworfen und verflucht ist, hast du nicht die geringste Chance ihn in irgendeine Weise anders zu beeinflussen, als zu dem Gericht, dass Gott über ihn bestimmt hat.

Es mag durchaus ziemlich viel Zeit vergehen… doch Gilboa wird kommen!

In Offenbarung 18, 4+5 lesen wir Gottes Zuruf an Sein Volk in dem „Huren-System“ organisierter Christenheit:
Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!
Denn ihre Sünden sind aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht.
Höre den Ruf Gottes:
„Komm heraus, mein Volk! Ihr seid nicht dazu bestimmt, meine Plagen für die „Hure“ zu erleiden.
Weicht, weicht! Geht von dort hinaus, rührt nichts Unreines an! Geht hinaus aus ihrer Mitte, reinigt euch, die ihr die Geräte des HERRN tragt!“

Wähle eher bei David in einer Wüstenhöhle zu bleiben – als das einfache Leben mit Saul in einem Palast zu teilen.

In Offenbarung 18 lesen wir, dass Gottes Gericht schnell – an einem einzigen Tag – kommen wird und Er will nicht, dass Sein Volk an diesen Plagen leiden soll.

Ich schreibe diese Botschaft mit den gleichen Schmerzen des Herzens die ich fühle, wenn ich Jonathans Geschichte lese.
Ich kenne so viele die ihr Herz, der Annehmlichkeit wegen, kompromittieren. Zu oft habe ich die Ausreden und Argumentationen gehört, welche Inaktivität und Abgestumpftheit legitimieren.
So können wir natürlich unbequeme Fragen ersticken… aber ändert dies die Realität, die Gott sieht?
Seine Feueraugen sehen die wahre Motivation unsres Herzens… was wirst du Ihm antworten?

Seit vielen Jahren beobachte ich dies nun, doch heute Morgen sprach der HERR zu mir, diese „Gilboa-Warnung“ zu schreiben:
Die Zeit ist gekommen, mein Wort zur Vollendung zu bringen, welches ich meinen Davids gegeben habe. Ich werde ein heiliges Volk haben, dass mich alleine repräsentiert in allem was sie tun.
Die „Fontänen meines Zorns“ kochen und der Dampfdruck steigt und steigt. Risse in der Wand des Gefäßes brechen auf! Niemand weiß den Tag die Stunde… doch Gilboa wird hervorbrechen!
Es ist nicht für dich bestimmt, mein lieber Jonathan, doch musst du deine Wahl treffen.
Ich kann dich nicht retten, wenn du am falschen Platz die Kämpfe „Sauls“ kämpfst!“

Wirst du mit „Saul“ sterben – oder – ist dies der Beginn Deiner Regierung mit „David“?

Wo wirst du stehen, wenn der Tag der „Schlacht von Gilboa“ anbricht?


In Seinem Auftrag



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