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Englische Version


Geläutertes Gold
Vision
Markus Piercy-Reins
















Es ist schon ein paar Jahre her, als ich morgens im Gebet war. Ich hatte Fragen bezüglich der Entwicklung meiner äußeren Lebensumstände, die ich nicht so richtig verstehen konnte.
Und so hatte ich schon seit einigen Tagen das Angesicht Gottes gesucht.
Auch an diesem Morgen war ich auf meinen Knien und bat den HERRN um Klarheit. Plötzlich sah ich folgende Vision:

Ich war in der Luft und schaute von oben auf einen Altar. Es war offensichtlich, dass gerade ein Opfer stattgefunden hatte, denn ich sah frische Asche und verkohlte Stücke, von denen noch Rauch aufstieg. Dies war das Bild, was ich sah, und da sich nichts weiter veränderte, fragte ich:
„HERR, was willst Du mir damit sagen? Ich verstehe dieses Bild nicht!“

In diesem Moment wechselte die Szene. Ich sah nun ein becherförmiges Gefäß, welches in einem hochofenähnlichen Feuer stand.
Die diese Szene umgebende Umwelt war so total schwarz, dass man außer dem Gefäß und dem Feuer nichts wahrnehmen konnte. Es war alles absolut schwarz.

Während ich nun auf dieses Gefäß schaute, wurde ich näher herangeführt. Ich konnte jetzt einen Blick in das Gefäß werfen. Ich sah eine hell strahlende goldene Masse in dem Gefäß.
Als ich dieses sah, wusste ich, dass ich einen Schmelztiegel vor mir hatte, in dem sich wohl Gold befand.
Diese Szene sah ich eine ganze Zeit lang, und als ich mich zu fragen begann, was jetzt wohl noch geschehen würde – es war wirklich schon einige Zeit vergangen – sah ich, wie sich das Gefäß bewegte.

Deutlich konnte ich sehen, wie das Gefäß gekippt wurde, und ich rechnete damit, dass jetzt geschmolzenes Gold herausfließen würde.
Doch zu meiner Überraschung sah ich kleine, hellgold leuchtende Gegenstände herausfallen.
Ich konnte diese kleinen Gegenstände zuerst nicht klar identifizieren, doch plötzlich wurde ich wieder näher herangeführt und ich sah, dass diese hellgolden leuchtenden Gegenstände Menschen waren, die jetzt vom Gefäß herabfielen. Jeder hatte in seiner Hand eine hellgold leuchtende Gießkanne.

Als sie auf einem total schwarzen Grund auftrafen, standen sie gleich auf und begannen sofort loszulaufen. Jeder hatte seine Gießkanne in der Hand und ließ ständig, während er vorwärts lief, eine hellgold leuchtende Flüssigkeit auf den absolut schwarzen Grund fließen.
Dabei ging jeder dieser Menschen äußerst zielbewusst vorwärts.
Sie schauten weder nach rechts noch nach links. Sie taten absolut nichts Überflüssiges, jeder ihrer Schritte war bewusst und auf das Ziel ausgerichtet, das sie erreichen sollten - ihr Weg war schnurgerade.
Auch sah ich keinen von ihnen stillstehen oder ausruhen, aber sie rannten auch nicht. Sie gingen in einer absoluten Ruhe und Gewissheit – ja, alles was sie taten, wurde von ihrer Zielbestimmung dirigiert.

Überall wo die hellgoldene Flüssigkeit den Boden berührte entstand ein Feuer, das auch dann noch brannte, als sie schon weitergelaufen waren.

Bald sah ich, wie diese absolute Finsternis von helllodernden Feuerlinien durchzogen wurde. Manche der Linien kreuzten sich, so dass ein richtiges Netzmuster die Dunkelheit erhellte.

Manche dieser Feuer brannten heller und größer – aber es gab keinen Fleck, der, nachdem er von der Flüssigkeit berührt wurde, nicht Feuer fing.

Als ich diese abschließende Szene betrachtete, wurde mir folgendes Bibelwort gegeben:

Und er wird sitzen und das Silber schmelzen und reinigen, und er wird die Söhne Levi reinigen und sie läutern wie Gold und wie Silber, so dass sie Männer werden, die dem HERRN Opfergaben in Gerechtigkeit darbringen. (Maleachi 3, 3)


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