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Englische Version


Frustriert von Gott
Markus Piercy-Reins















Die Schöpfung ist nämlich der Frustration unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den Willen dessen, der sie unterworfen hat

Römer 8, 20 (nach der engl. NIV ÜB)

Lasst uns einmal ganz ehrlich sein, OK? Waren wir nicht alle anfänglich in diesem wunderbaren und erhabenen Zustand der Freude, als Gott in unser Leben trat und wir Seine Kraft erfuhren, die uns berührt und verändert hat? Richtig, und es war kein emotionaler Höhenflug, sondern der Kern unseres ganzen Seins wurde verändert. Wir lieben und verehren Ihn und wenn es nötig gewesen wäre, hätten wir, ohne Zögern, unser Leben mit Freuden für Ihn gegeben.

Doch je länger wir Ihm nachfolgen, desto mehr häufen sich verwirrende Erfahrungen, die uns zweifeln lassen, ob das Erlebte in Wirklichkeit nichts anderes, als eine Illusion gewesen sei.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass je näher du Ihm kommst und je mehr du Ihn kennenlernst, desto häufiger wirst du die Frustration erleben, dass Er nie das tut, was du von Ihm erwartest.

Hast du jemals davon gehört, dass Gott Frustrationen wählt, um uns zu segnen? Bestimmt nicht – jedoch ist die Bibel voll davon! Lasst uns ein paar Beispiele betrachten:

Abraham:
Gott hat Abraham versprochen, ihn zu einer großen Nation zu machen… doch wie geschah dies? Wir alle wissen es! Abraham wartete und wartete… wartete Jahrzehnt für Jahrzehnt… und hatte immer noch kein Kind, geschweige denn einen Sohn!
Frustrierend, nicht wahr? Die biologische Uhr tickt erbarmungslos und als die neunzig jährige Sarah hört, dass sie nächstes Jahr einen Sohn haben wird, kann sie nur lachen… ein sarkastisches, frustriertes Lachen zerschlagener Hoffnung, nach Jahrzehnten verzweifelten Wartens

Doch Abraham bekommt seinen Sohn, nur um ihn diesem Gott auf dem Berg Morijah als Opfer darzubringen! Vertrauensvoll steigt er bergan, wissend, dass er nicht nur dabei ist sein und seiner Frau Glück zu opfern, sondern noch ihre Sicherheit im Alter dazu (bedenken wir, dass Ismael, der andere Sohn, von Abraham selbst vorher weggeschickt wurde)
Frustrierend? Ja, Gott erspart Seinem geliebten Freund und ‚Vater aller Gläubigen‘ nicht diese Frustration!

Mose:
Gott erscheint Mose in dem brennenden Busch und beruft ihn Israel aus der ägyptischen Sklaverei zu befreien. Ja, Er zeigt Mose sogar Wundertaten die er vor Israel tun soll, damit sie ihm glauben… doch nur, damit Mose auf dem Weg todkrank wird. Wir lesen, dass es Gott selbst ist, der, scheinbar völlig irrational, Mose töten will, als dieser auf seinem Weg ist, um gehorsam gerade das zu tun, was Gott ihm selbst gesagt hatte. (2.Mose 4, 24)
Frustrierend, nicht wahr? Was ist der Sinn dahinter, erst jemand zu berufen, nur um ihn dann zu töten, als er das, von ihm Erwartete, ausführt?

Israel/Benjamin:
In Richter 19 + 20 lesen wir eine grausame Geschichte. Eine Frau wird zu Tode vergewaltigt und ganz Israel versammelt sich, um die Übeltäter zu bestrafen. Jedoch stellt sich der Stamm Benjamin schützend vor diese. Die restlichen Stämme ziehen nach Bethel um Gott zu befragen, was sie nun tun sollen – ob sie Krieg gegen Benjamin führen sollen? Gottes Antwort ist ‚Ja‘… nur damit sie von Benjamin mit 22.000 Toten vernichtend geschlagen werden. Voller Schmerz und weinend kommen sie wieder und fragen Gott erneut. Wieder ist Seine Antwort ‚Ja‘… nur um erneut 18.000 Mann zu verlieren.
Wenn man bedenkt, dass Benjamin eigentlich nur 26.000 Mann aufstellen konnte, wie konnten sie 40.000 Mann töten, die auf Gottes Geheiß für eine gerechte Sache handelten?
Es ist frustrierend – so frustrierend! Ich habe noch nie eine Predigt über diese Bibelstelle gehört!

Prediger:
Apropos Predigt! Hast du jemals eine Predigt über das Buch Prediger gehört? Das Buch, welches der weise König Salomo geschrieben hat? Lies es mal… und du wirst mit der Frustration eines Mannes konfrontiert werden, der viel weiser als Normalsterbliche war. Trotz seiner Brillanz musste er sich seiner Unfähigkeit stellen, diese Weisheit erfolgreich und zu seinem Nutzen, in seinem Leben anwenden zu können.
Zu welcher frustrierenden Erkenntnis kommt er? Nichtigkeit der Nichtigkeiten! - spricht der Prediger; Nichtigkeit der Nichtigkeiten, alles ist Nichtigkeit!
Lies die frustrierenden Verse in Prediger 2, 17-26 und du weißt, warum wir heute kaum eine Predigt über Prediger hören. Wir werden mit der frustrierenden Wahrheit konfrontieret völlig unfähig zu sein etwas Richtiges zu unserem Vergnügen zu tun. Natürlich sollten Predigten immer ermutigend und tröstend sein, richtig? Und deswegen sollten wir am besten all diesen komplizierten, frustrierenden Kram meiden und lieber das predigen, was unserem selbsterwählten Gottesbild eher entspricht

Naaman:
Er wünscht sich Heilung von seiner unheilbaren Krankheit, nur um den frustrierenden Befehl zu hören, sich siebenmal im Jordan unterzutauchen. Das er am Ende wirklich geheilt wird, verdankt er nur seinen Dienern! (2.Kö. 5)

Jesaja:
Was würdest du tun, wenn der Herr dir sagen würde, drei Jahre lang nackt und barfuß herumzulaufen? Stell dir vor, das ist genau das, was Jesaja, auf Gottes Anweisung hin, tun musste! Du glaubst mir nicht? Lies bitte Jes. 20!

Der Herr scheint sich nicht sonderlich darum zu kümmern, was in unseren Augen anständig und sittsam ist, oder? Hoffst du vielleicht im Stillen, dass Er dir möglichst niemals so einen Befehl geben wird? Yep, und schon haben wir es wieder mit Gottes Frustrationen zu tun!

Hosea:
Du brauchst nur anzufangen den Propheten Hosea zu lesen, um schon im zweiten Vers frustriert zu werden. Dieser ‚Mann Gottes‘ bekam den Befehl vom Herrn, eine Hure zu heiraten… und sie sogar noch einmal erneut zu heiraten, nachdem sie ihn mit anderen Männern betrogen hatte. Könnte Gott auch heute solche Befehle geben? Wenn Er es dir sagen würde – keiner würde dir glauben, nicht wahr? Würde nicht jeder dich ermahnen, der ‚Lust des Fleisches‘ zu entsagen? Wie kann ein HEILIGER Gott, SOLCHE Befehle Seinen hingegebenen Dienern geben? Frustrierend!

Maria:
Sie ist ein unschuldiges, gottesfürchtiges junges Mädchen… wie kann ein ’liebender‘ Gott sie dem Spott und der öffentlichen Verachtung ausliefern, nur weil sie vom Heiligen Geist schwanger wird, bevor sie verheiratet ist? Hat Gott keine Gefühle? Wie kann er nur so eine ‚Methode‘ wählen? Warum hält ER sich denn nicht wenigstens an Sein eigenes Gesetz? Wer wird Maria’s Geschichte jemals glauben, dass ein ‚Engel‘ zu ihr gesprochen hat, dass der Heilige Geist über sie kommen wird und sie, ohne männlichen Einfluss, schwanger werden würde? Würden sie nicht alle verspotten und sie eine schamlose Hure nennen – sie und auch ihr Kind verachten? Frustrierende Fragen, nicht wahr? Doch Gott hat Pläne, von denen wir noch nicht einmal den Dunst einer Ahnung haben. Seine Wege sind höher als unsere Wege – und Er erklärt sich uns äußerst selten!
Später, auf der Hochzeit zu Kana, hat Maria eine brillante Idee… doch nur um von Jesus zu hören: „Weib, was hab ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen!“ (Joh. 2) Hätte Er das nicht etwas freundlicher sagen können? Etwas respektvoller? Warum nennet Er sie ‚Weib‘ und nicht Mutter? Sollte Er nicht der ‚Idealsohn‘ von uns allen sein?
Lasst uns auch nicht den unfassbaren Schmerz, Frustration und Enttäuschung vergessen, die sie als Mutter durchleben musste, als ihr Sohn – der ‚Sohn Gottes‘ und Messias Isreals – egal, welche Wunder und Machttaten Er vorher getan hatte – hilflos am Kreuz hängt und schmachvoll wie ein ordinärer Krimineller stirbt!

Jesus:
Ja, sogar der, den wir verehren, mit dem wir uns identifizieren, ist ein Skandal. Er scheint ein gottesfürchtiger Rabbi zu sein… doch scheint es Ihn wenig zu kümmern, als Er von Seinen Jüngern – alleine – mit einer samaritischen Frau zweifelhaften Rufes, an eine Brunnen gefunden wird.

Was hältst du von einem Mann, der Menschen sagt, sie sollten, wie kannibalistische Vampire, sein Blut trinken und sein Fleisch essen? Du brauchst nur Johannes 6, 5 und folgende Verse lesen und dir dann vorstellen, jemand würde dies heute sagen um zu verstehen, wie das damals wohl angekommen ist.

Und nicht nur die Ungläubigen haben diese frustrierenden Worte und Handlungen zu verkraften… Seiner eigenen Familie, wie auch Seinen Jüngern, blieben extreme Frustrationen nicht erspart. Sie alle aufzuzählen, würde diesen Artikel unnötig aufblähen.
Wir lesen so oft die Worte Jesu im Abstrakt und sehen sie nicht mit der Wucht gelebter, praktischer Realität! Dadurch entsteht ein realitätsfernes, theoretisches Konstrukt, welches wir ‚Christlichen Glauben‘ nennen. Wir fühlen uns sicher, die wunderbarsten Predigten zu predigen und die besten Bücher zu schreiben – doch wenige tragen in sich das Momentum der Kraft frustrierender Realität, die die Menschen in der Gegenwart Jesu ertragen mussten.

Weißt Du nicht, dass alle unsere ‚christlichen Vorstellungen‘ eines frommen und heiligen Lebens, absolut nichts mit dem zu tun haben, was sich ein lebendiger Gott darunter vorstellt? Das Er geplant hat, alles zu frustrieren, was wir richtig nennen – damit wir alleine nach dem leben, was Er als richtig ansieht?

Wenn Er ein Trinker und unmoralischer Mann genannt wurde, der Spaß mit Zöllnern, Huren und Sündern hatte – frage ich mich, wie sie dich wohl nennen?

Es hat wirklich eine tiefe Bedeutung, wenn Jesus in Matt. 5, 11-12 sagt:
Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen. Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren.

Petrus:
Er liebt Jesus wirklich, aber sein Meister kümmert sich einen Dreck um seine Gefühle, als Er ihn einen Satan nennt (Mark 8, 33) und nach Petrus Erklärung, Ihn nicht zu verlassen, auch wenn alle anderen Ihn verlassen würden, erspart Jesus ihm nicht die Peinlichkeit und Frustration der Worte: „Wahrlich, ich sage dir, dass du in dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, mich dreimal verleugnen wirst.“ (Matt. 26:34)

„Aber ich dachte, dass Gott uns nur ermutigt? Ich dachte ‚negative‘ Worte, sind nie von Gott und müssen zurückgewiesen werden?“

Jesus kümmerte sich nicht im Geringsten darum. Nachdem Petrus durch das herzzerreißende Erleben eigenen Versagens und die Kreuzigung all seiner Hoffnungen gegangen ist, sagt Jesus ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und hinbringen, wohin du nicht willst.“ (Joh. 21, 18) Wirklich gemütliche Aussichten, nicht wahr?

In meinem letzten Artikel ‚Unmöglich!‘ habe ich die Frustrationen beschrieben, die Petrus erlebte, als er dem ‚Skandal‘ nachfolgte. Er hatte es wirklich schwer auf diesem sehr ‚schmalen Weg‘ zu bleiben – so, wie es auch dir gehen würde, wenn du dem lebendigen Christus und nicht dem Zerrbild folgen würdest, das Menschen von Ihm gemacht haben!

Sogar nach Pfingsten, legte Petrus noch großen Wert auf seine moralischen Werte und seine fehlerlose Befolgung des Gesetzes, doch sein Meister ersparte ihm auch dann keine tiefen Frustrationen, als Er es erlaubte, das Petrus durch Paulus öffentlich korrigiert wurde. (Gal.2, 11 folg.)

OK, soweit die biblische Beispiele! Ich bin mir sicher, dass du, aus eigener Erfahrung, zu dieser Aufzählung hinzufügen kannst.

Jesus sagte: „Wenn mir jemand dient, so folge er mir nach! Und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein. Wenn mir jemand dient, so wird der Vater ihn ehren.“ (Joh. 12, 26)

Wenn Er der ‚Fels des Anstoßes‘ ist (Rö. 9, 33), der jeden frustriert, wie ist es möglich, dass dein Leben nicht das Markenzeichen eines authentischen Jüngers zeigt – Frustrationen?

Ich werde die Weisheit der Weisen vernichten, und den Verstand der Verständigen werde ich frustrieren! (nach der engl. NIV ÜB) Dies sind Gottes eigene Worte in Jesaja 29, 14, die Paulus in 1.Korinther 1, 19 zitiert.
Was ist nun also der Wert unserer Rituale, unserer netten, ordentlichen, sonntäglichen Gottesdienste, adretter Kleidung und guten Manieren?
Qualifizieren sie uns ‚Diener des lebendigen Gottes‘ zu sein, der möchte, dass wir ‚Botschafter an Christi Statt‘ sind (2.Kor. 5, 20) – dieser Christus, der die, nervende Angewohnheit hatte, alle und jeden zu frustrieren? (Außer denjenigen, denen es Gott gab, sich nicht an Ihm zu ärgern (Matt. 13, 11)… obwohl das nicht heißen soll, sie hätten es mit Ihm leicht gehabt!)

Ich verstehe völlig das Unbehagen, das du eventuell jetzt empfindest.

Wir hören dies nicht im heutigen christlichen Umfeld, wo ein freundlicher, sanfter und milder Jesus, das jederzeit wunderbare, helfende, liebende und freundliche Ideal alles dessen ist, wovon wir heimlich träumen – der einzig dafür da ist, damit wir uns wohl fühlen.

Ich habe Gläubige getroffen, die über Gott wütend wurden, nachdem sie mit der Realität Seiner Frustrationen konfrontiert wurden. Einer nannte Ihn sogar einen Sadisten!

Aber das sind nicht die einzigen, die ich getroffen habe! Hallelujah! Es gibt auch die sehr Wenigen, die, trotz all ihrer Frustrationen, Gott echt lieben!
Sie sind nicht durchgedreht – und nein, sie sind auch keine spinnerten Masochisten, die es lieben gequält zu werden!
Sie bitten Ihn sogar darum, dieses Werk der Frustration fortzusetzen – und wenn es dann in ihrem Leben eintrifft, nehmen sie es an und sagen Ihm sogar noch Dank dafür. Und richtig – wie ich schon sagte, sind sie nicht verrückt!
Sie zeigen eine Geisteshaltung, die wir bei Hiob finden: Obwohl Er mich hinschlachtet, will ich Ihm doch vertrauen (Hiob 13, 15 nach der engl. NIV ÜB)… und sagen sogar: Obwohl Er mich hinschlachtet, will ich Ihn doch lieben!

Sie leben, was Paulus in Römer 5, 3-5 beschreibt:
Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, da wir wissen, dass die Bedrängnis Ausharren bewirkt, das Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.

Viele denken, dass die Erfüllung des Heiligen Geistes ekstatische Freude, Zungensprache und übernatürliche Wunder bedeute – aber wie wäre es damit: Rühmen in unserm Leiden und Frustrationen, als Beweis, dass SEINE LIEBE IN UNS REGIERT?

Ein normaler Mensch flieht vor Allem, was nur entfernt nach Leid und Frustration riecht, richtig? Sogar ein neues Herz, mit Seinem Geist erfüllt, hindert uns nicht daran, so zu empfinden, stimmt’s?
So, was ist dann der Beweis dafür, dass Seine Liebe in unser Herz ausgegossen wurde, wenn nicht die Tatsache, dass wir lieber um Seine Frustrationen bitten, als weiterhin unser Vergnügen zu haben?

Wenn ein Hiob des Alten Testamentes dies Herzenshaltung hatte, wie sieht es mit uns heute aus? Sollten nicht wir, die wir bekennen, ein erneuertes Herz, dass sogar mit Seinem Geist erfüllt ist, zu haben, Hiob, in unserer Liebe zu Gott, nicht sogar noch übertreffen?
Ist dies nicht der Lackmustest eines neuen Herzens, das mit Liebe überfließt? Niemals kann ein solches Verhalten rein menschlichen Ursprungs sein.

Das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit Er die Weisen zuschanden mache; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit Er das Starke zuschanden mache. Und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, das, was nicht ist, damit Er das, was ist, zunichtemache, dass sich vor Gott kein Fleisch rühme. Aus Ihm aber kommt es, dass ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung. (1.Kor. 1, 27-30)

Dieses Zunichtemachen, von allem, was uns wertvoll ist, ist so frustrierend – doch muss es so sein:
Wie geschrieben steht: "Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses (griech. skandalon), und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden. (Rö. 9, 33)

Warum?

Denn weil in der Weisheit Gottes die Welt durch die (ihre eigene) Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohl gefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu retten. (1.Kor. 1, 21)

Und es ist diese ‚Torheit Gottes‘ die so frustrierend für uns ist! In Römer 8, 20 lesen wir, dass wir hier keine Wahl haben. ES IST DER WILLE GOTTES, der uns der Frustration unterworfen hat! Aber nicht nur das! Je näher du Ihm kommst und in Sein Ebenbild verwandelt wirst (2.Kor. 3, 18) – desto mehr wirst du selbst, für die Menschen um dich herum, zu einer Frustration werden!

Wir haben es geschafft, so viel von unserer Weisheit und dem, was wir verstehen, in Gottes Wort zu mixen, dass ein ‚weichgespültes‘ Evangelium entsteht, welches den Biss des Anstoßes vermeidet und vermisst, den das wahre Evangelium als Notwendigkeit hat. Wir werden nicht mehr der törichten Frustration ausgesetzt, nackt und bloß vor Gott und demütig vor Anderen und in unseren eigenen Augen zu werden

Wir predigen einen Jesus, aber wenn wir ehrlich sind, ist es nicht der ‚Stein des Anstoßes‘, mit dem wir behaupten, uns zu identifizieren.

Wir müssen Buße tun, Ihn um Gnade und Erbarmen und um sehende Augen anflehen. Wie können wir Seine Kraft in unserem Leben erwarten, wenn wir den Einen ausschließen, der Torheit und Frustration bestimmt hat, die Ursache unserer Errettung und Heiligung zu sein?


In Seinem Auftrag


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