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Englische Version


Entrückt in den Wolken
Markus Piercy-Reins

















Vor einiger Zeit begann der Geist Gottes mich auf das Thema Entrückung aufmerksam zu machen. Ich hatte schon viel über die Entrückung gelesen, und dieses Thema war mir wohl bekannt. Trotzdem erlebte ich, dass wenn der Heilige Geist etwas in uns bewegen will, ER uns oftmals immer wieder mit der Nase darauf stupst.

Und so war es auch hier. Ich begann meinen HERRN zu fragen, wie ER die Sache sähe, und ER begann mich zu lehren. Ja, ER ist ein hervorragender Lehrmeister und als Er die Lektion beendet hatte, war ich erstaunt, wie einfach es ist. Er zeigte mir das Prinzip der „Drei-Einheit“

Doch zuerst erlebte ich eine Überraschung – so, hatte ich mir den Anfang der Lektion nicht vorgestellt. Nun, Du wirst es gleich sehen, wenn ich einfach das wiederhole, was ER mich gelehrt hat.

ER begann, indem Er mich auf die „Drei-Einheit“ Gottes aufmerksam machte. Obwohl Er ein Gott ist, besteht ER aus drei Teilen.

Die Dreiteilung Gottes

Gott der Vater – ist über Allem. ER hat den höchsten Rang. Er ist der allgewaltige, unendliche Schöpfer und Herrscher des ganzen Universums.

Johannes 10, 29

Gott der Sohn – wurde vom Vater gesandt. ER empfing vom Vater. Nur ein Höherer kann senden und geben.

Lukas 10, 22 / Johannes 5, 36-37 / Johannes 14, 28

Gott der Geist – ist unter der Befehlsgewalt des Vater und des Sohnes. ER nimmt dien untersten Rang innerhalb der Gottheit ein.

Johannes 15, 26

Obwohl wir hier drei Fraktionen wahrnehmen, ist es doch ein Gott!

Johannes 10, 30

Nun, mit dieser Erkenntnis hatte ich keine Schwierigkeiten. Dies war mir bekannt, doch Gott fuhr unbeirrt fort, indem ER mich zur nächsten Lektion führte.

Die Dreiteilung des Menschen

In der zweiten Lektion zeigte Er mir das Prinzip der „Drei-Einheit“ im Menschen. Wir wurden nach dem Bilde Gottes (ER war das Vorbild) geschaffen, und weil Er aus einer „Drei-Einheit“ besteht, haben auch wir eine.

Auch hier gibt es eine Rangreihenfolge. Wir müssen nur bedenken, dass die ursprünglich von Gott geschaffene Reihenfolge nicht mehr existiert. Durch die Entscheidung des Menschen, eher auf Satan als auf Gott zu hören, starb der Geist. Er sollte, nach Gottes ursprünglichem Design, den höchsten Platz einnehmen. Ich beschreibe nun die Ordnung, die bei der Erschaffung des Menschen vorherrschte.

Der Geist des Menschen – sollte über Seele und Körper herrschen. Der Geist ist der einzige Teil von uns, der Kontakt zu Gott haben kann. Um ein Bild zu gebrauchen:
Der Geist ist wie unsere Augen. Wir können auch ohne unsere Augen leben, aber die uns umgebende Realität können wir nicht mehr wahrnehmen. Wir können fühlen, hören und riechen aber niemals können wir das Licht sehen.
Obwohl wir spüren und fühlen, ist das Bild, was in uns entsteht verzerrt – wir müssen sehen, um die ganze Realität in Wahrheit erfassen zu können.
Als der Mensch sich auf die Versprechungen Satans einließ, starb sein Geist In Gottes Augen sind wir nun tot. Er kann uns nicht mehr erreichen – wie auch wir mit einem Toten nicht mehr kommunizieren können.

Die Seele des Menschen – sollte sich dem Geist unterordnen. Doch nun, als geistlich Tote, übernahm die Seele den Teil, den der Geist hätte erfüllen sollen. Der Mensch wird nun von seinen Gefühlen und seiner Denkfähigkeit geleitet.

Die Leib des Menschen – er nimmt den untersten Rang ein. Wenn man den Leib von der Seele trennen könnte, würde uns nichts mehr von wilden Tieren unterscheiden – archaische, tierähnliche Existenz bliebe übrig.
Die Unordnung im geistlich toten Menschen ist so groß, dass es der Seele des Menschen oftmals nicht gelingt, den Körper zu beherrschen. In diesem Fall sind Menschen brutaler als Tiere geworden. Niemals hat ein Tier solch unsagbare Grausamkeiten gegen seine eigene Rasse begangen, wie der Mensch.

Auch dies war nicht viel Neues für mich, doch als Gott zum nächsten Gebiet kam, wurde es langsam interessant, ich begann einen Plan in dieser Lektion zu erkennen, und war gespannt darauf, was am Ende herauskommen würde.

Die Dreiteilung Israels

Im dritten Beispiel kam Gott zu Israel. Auch Israel hatte eine Dreiteilung und war doch ein Volk.

Die 11 Stämme Israels – waren der größte Teil Israels, das normale Volk. Sie standen auf der untersten Stufe. Sie nahmen das Land ein und hatten direkten Kontakt zu den täglichen Angelegenheiten des menschlichen Lebens.

Der Stamm Levi – sie besaßen kein Land wie ihre Brüder. Sie empfingen 48 Städte mit den umliegenden Weiden. Zum Leben empfingen sie den Zehnten und einen Teil des Opfers. Ihre Aufgabe war es, im Heiligtum zu dienen und Gottes Gesetz dem Volk zu lehren. Ihr geistlicher Rang war, obwohl an Zahl geringer, höher.

4. Mose 35 / Josua 21

Die Priester (Nachkommen Aarons) – sie waren die kleinste Gruppe, die noch nicht mal Städte besaßen. Ihr Erbteil, wie auch alle vom Stamm Levi, war der HERR. Sie empfingen die ersten Früchte und das Opfer. Auf ihrer Stirn trugen sie eine goldene Platte, die mit ihrer Bestimmung graviert war: HEILIG DEM HERRN
Sie waren die kleinste Gruppe innerhalb Israels, aber ihre Aufgabe war es, das Zwischenglied zwischen Gott und dem Volk zu sein. Ihr Ruf war es, Gottes Volk in Wahrheit und Gerechtigkeit zu führen.

5. Mose 18, 2 / 2. Mose 28, 36

Lasst uns dies einmal anschauen: 

Israel Größe Rang
Die 11 Stämme
(erwählt aus den Nationen
um heilig dem HERRN zu leben)
groß niedrig
Levi
(erwählt aus den Nationen
HERRN zu dienen)
kleiner höher
Priester
(erwählt aus Levi)
kleinste höchste

Aber mit diesem Beispiel war Gott noch nicht am Ende. ER hatte noch eines, was für unser Verständnis sehr wichtig ist.

Die Dreiteilung des Tempels

Auch der Bauplan des Tempels, den David von Gott bekam, hatte eine Dreiteilung.

Der Vorhof – war der größte Teil des Tempels, ein Ort, den jeder Israelit betreten durfte. Weil dieser Ort nicht so heilig gehalten wurde, musste Jesus ihn, in heiligem Zorn, reinigen.

Matthäus 21,12-13

Das Heiligtum – diesen Ort durften nur Leviten und Priester betreten. Um es klar zu sagen:
Du musstest als Levit geboren sein, um hier Eintritt zu haben. (Diese Tatsache werden wir später noch rauchen)

Das Allerheiligste – hier stand die Bundeslade – ein Ort der direkten Gegenwart Gottes. Es wurde gegenüber dem Heiligtum mit einem langen Vorhang abgegrenzt. Dieser zerriss, beim Tod Jesu, von oben nach unten.
Nur einmal im Jahr, am Versöhnungstag, war es dem Hohen Priester erlaubt, diesen Ort zu betreten.

Hebräer 9, 1-7

Lasst uns auch diese Dreiteilung einmal anschauen: 

Tempel Größe Rang 
Der Vorhof
(jeder Israelit durfte ihn betreten)
groß niedrig
Das Heiligtum
(für Leviten und Priester)
kleiner höher
das Allerheiligste
(der Ort göttlicher Gegenwart)
kleinste höchste

Als Gott dieses Beispiel beendet hatte, erkannte ich ein göttliches Prinzip:

Jeder Ausdruck des Charakters Gottes auf dieser Erde, trägt die charakteristische Struktur SEINER selbst – eine dreigeteilte Einheit!

Der Mensch
geschaffen nach SEINEM Abbild

Israel
SEIN Volk, SEIN Eigentum aus allen Nationen

Der Tempel
der Ort SEINER Gegenwart

(Es lassen sich noch mehr Beispiele finden, aber Gott benutzte nur diese drei. So gibt es auch eine Dreiteilung im Himmel. Lies 2. Korinther 12, 2)

Dieser Tempel des Alten Testamentes steht nicht mehr. Jesus versprach, den alten Tempel niederzureißen, und einen neuen zu errichten – SEINEN Leib, die Gemeinde.

Johannes 2, 19

Dieser Tempel ist nicht aus Steinen erbaut, sondern aus lebendigen Menschen, und hier kommt jetzt die ausschlaggebende Schriftstelle aus dem Hebräerbrief:

Der neue Tempel ist ein Abbild des alten Tempels!

Hebräer 9+10 / 2. Korinther 6, 16-18

Hat jetzt dieser neue Tempel, die Gemeinde, die gleiche dreiteilige Struktur des alten?

Wir haben gelernt, dass alles, was Gott auf dieser Erde repräsentiert, nach dem Prinzip der Dreieinheit gestaltet ist. Und deswegen hat der heutige Tempel Gottes, die Gemeinde, die gleiche Struktur wie der alte!

Wie können wir jetzt diese drei Teile im heutigen Tempel Gottes (Gemeinde) definieren? Es muss einen Unterschied im inneren Leben eines Gläubigen geben, der sich in drei Ebenen darstellen lässt.

„Vorhof-Gläubige“ – diese sind durch Jesus – Jesus ist das Tor, durch das wir gehen müssen, um ein Teil des neuen Tempels zu werden – in den Tempel gekommen. Durch SEINEN Tod haben sie freien Eintritt, und gehören nun zu Gottes Volk. Sie sind zu Gottes Eigentum geworden, doch sie können nur den Vorhof betreten, weil zum Betreten des Heiligtums, das Eintrittsrecht (Errettung) nicht ausreicht -  hierzu berechtigt uns nur das Geburtsrecht (Wiedergeburt). Im Vorhof gibt es noch viel Vermischung und Handel mit der alten Welt, die sie verlassen haben sollten. Sie sind errettet, aber noch keine neue Schöpfung geworden.

„Heiligtum-Gläubige“ – diese sind mit dem Errettetsein allein nicht zufrieden. Sie hungert und dürstet nach mehr. Sie erkennen deutlich, die in Ihnen vorhandene Bosheit und sehnen sich nach göttlicher Ordnung in ihren Leben. Sie sehnen sich nach einem Leben, das Gottes ursprünglichem Plan entspricht. Nichts kann ihren Hunger stillen – bis sie es gefunden haben.

Erinnern wir uns an die vorherige Aussage über das Heiligtum. Niemand kann es betreten, es sei denn, er sei ein Levit (d.h. er ist als Levit geboren worden).
Auch im neuen Tempel, darf nicht jeder das Heiligtum betreten, es sei denn er ist durch Geburt dazu berechtigt.
Macht es jetzt „klick“ bei Dir? Geht es Dir jetzt wie mir, als Gott mich zu diesem Punkt gebracht hatte?
Da kommt doch Nikodemus zu Jesus und fragt ihn, wie er in das Reich Gottes (neuen Tempel) kommen könne.

Johannes 3

Jesus fragt ihn, ob er das nicht wisse, er sei doch ein Gelehrter. Nun, ich muss gestehen, bis zu diesem Tag der Schule Gottes, wusste ich darauf auch keine Antwort. Aber durch diese Lektion Gottes dürfen wir die Antwort erkennen.

Man kann nicht einfach herein, man muss dazu geboren sein – wiedergeboren sein! Du musst eine völlig neue Schöpfung – ein Levit des Neuen Bundes - sein!

Als Nikodemus fragte, wie denn das geschehen könne, verweist ihn Jesus auf den Wind – den Ruach Ha Kodesh, den heiligen Wind, den Geist Gottes.

Ja, wir wollen gerne selbst etwas tun. So wie bei unserer Errettung, uns taufen lassen – etwas, was wir leisten können. Aber Jesus sagt, dass dies bei der Wiedergeburt nicht geht. Hier ist man wie ein Blatt im Wind.
Aber es gibt untrügliche Anzeichen dafür, dass der Wind am wehen ist: Hunger, Hunger nach mehr von Gott!
Gott wirkt das Wollen, und ER wird, zu SEINER Zeit, das Vollbringen geben. (Philipper 2, 13)

Gott wird eine völlig neue Schöpfung schaffen – eine Schöpfung mit einem lebendigen Geist, fähig SEINE Stimme zu hören und SEINEN Willen zu erfüllen.

So wie es Gottes willkürliche Wahl war, Levi für den „Alten Dienst“ am Heiligtum zu erwählen, wird Er sich SEINE Gefäße für den „Neuen Dienst“ wählen.

Römer 9, 16

„Allerheiligstes-Gäubige“ – dies sind die sehr selten zu findenden Jünger Jesu, die auch mit der neuen Schöpfung in Jesus nicht zufrieden sind.
Als Jesus am Kreuz starb, zerriss der Vorhang im Tempel, es gibt keine Behinderung mehr, der Weg ist frei zum Allerheiligsten, zum Angesicht Gottes.

Aber nur wenige wagen es, sich dem verzehrenden Feuer auszusetzen. Diese wenige verlangt danach, in SEIN Bild verwandelt zu werden.

2. Korinther 3, 18

Diese richten ihr Angesicht auf das Allerheiligste. Je näher sie kommen, desto stärker beginnt die Lichtstrahlung der Heiligkeit Gottes ihr Leben zu durchdringen, jede unnütze Rebe abschneidend und Seele und Leib trennend.

Das verzehrende Feuer Gottes wird sie völlig entblößen. Das Feuer wird unsere menschliche Vorstellungskraft bei weitem übersteigen, und sie werden anfangen auf einer anderen Bewusstseinsebene zu leben, sie hören auf, wie gewöhnliche Menschen zu funktionieren. Wenn ihre Fähigkeiten zusammenbrechen werden, werden sie erleben, was es heißt, durch den Geist zu leben.
Diese Männer und Frauen sind von Gott verzehrt worden. Was wird das Ziel dieses Prozesses sein?

Sie erreichen eine Stellung absoluter Ruhe und völligen Friedens.

Hebräer 4, 9-12

Auch diese Dreiteilung wollen wir komprimiert darstellen:

Alter Tempel Gemeinde Größe geistl. Rang
Volk Gottes errettet viele heilig(geheiligt)
Leviten wiedergeboren weniger heiliger(erneuert)
Priester verwandelt sehr wenige am heiligsten
(verwandelt in Gottes Abbild)

Dieser neue Tempel Gottes hat die gleiche Struktur wie der alte – mit dem Unterschied: Seine Steine sind lebendige Menschen.

Es ist ein Tempel, ein Volk, eine Gemeinde – mit drei Fraktionen

Noch ein paar Gedanken zum Vorhof:

In Offenbarung 11, 1-2 wird uns gesagt, dass der Vorhof, 42 Monate den Nationen übergeben wird, die ihn zertrampeln werden.

Dies wird ein ähnlicher Reinigungsprozess sein, wie derjenige den Jesus seiner Zeit durchführte. Diesmal sind die Nationen SEINE Geisel, die er schwingen wird.

Ich möchte dies noch etwas ausführen:
Wir wurden durch das kostbare Blut Jesu errettet. Dieses Blut ist so mächtig, dass all unsere Schuld der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft total bedeckt ist. Nichts, absolut nichts, kann da hinzugefügt werden, wir sind errettet bis in alle Ewigkeit.
Aber leider bedeutet dies nicht, dass wir dieses kostbare Vorrecht in der rechten Weise nutzen. Die Mehrheit der Gläubigen liebt es, sich im Vorhof aufzuhalten – sie wollen ewige Errettung und die Vergnügen der Welt.
Im Vorhof kannst Du dies tun. Es schmerzt das Herz Gottes, aber ER wird SEIN Wort nicht rückgängig machen.
Aber genau wie wir unsere ungehorsamen Kinder strafen, wird auch Gott den Vorhof reinigen, der zu einer Mörderhöhle geworden ist. Der alte Tempel wurde durch die Nationen zerstört, weil Israel nicht umkehrte und Buße tat, und so ist auch das Zertreten des Vorhofes in der Offenbarung zu verstehen.

Die, welche sich weigerten ihr Leben um Jesu Willen niederzulegen, und ein einfaches Leben vorzogen, werden die Wut eines schrecklichen Feindes erleben müssen.

Auch Paulus sagt das gleiche: … er wir Schaden erleiden, aber in der Ewigkeit ist er errettet.

1. Korinther 3, 10-16

Als Gott mich zu diesem Punkt gebracht hatte, zeigte ER mir Offenbarung 12. Und mit dem bis jetzt gelernten, war alles auf einmal sternenklar. In dieser Schriftstelle liegt alles, was wir zum Verständnis brauchen. Ja, auch hier ist eine Dreiteilung zu erkennen, und diese wollen wir jetzt genau betrachten. Wir erkennen folgende drei Charaktere:

Das Weib – Das männliche Kind – Der Rest ihres Samens

Jetzt taucht eventuell die Frage auf: „Vielleicht betrifft diese Vision gar nicht die Gemeinde, sondern Israel, und das männliche Kind ist Jesus?“

Nun, darauf gibt es eine schnelle Antwort: Kann aus logischen Gründen nicht sein – warum?

Am Anfang der Offenbarung (Offenbarung 1, 19) wird uns gesagt, dass diese Offenbarung die Gegenwart und Zukunft betrifft, und nicht die Vergangenheit. Da die Offenbarung erst einige Jahrzehnte nach Jesu Tod gegeben wurde, kann ER nicht, das unter Schmerzen geborene, männliche Kind sein.
Außerdem redet ER selbst, verherrlicht und auf dem Throne Gottes sitzend, zu Johannes. Als nächstes Argument: ER wurde nicht direkt nach SEINER Geburt entrückt - ER lebte ca. 33 Jahre auf dieser Erde, starb, auferstand und ist erst dann entrückt worden.

Es ist klar, dass dieses Bild für etwas anderes stehen muss. Wir wollen mit der Frau anfangen.

Das Weib

Im Alten Testament benutzte Gott oft das Sinnbild einer Frau für Israel, als Gottes Volk.

Das Bild der Frau in Offenbarung 12 steht für Gottes Volk des Neuen Bundes, SEINE Gemeinde. Ein Volk, abgesondert von der Welt, unter dem Motto: Heilig dem HERRN!

Diese Frau ist mit der Sonne bekleidet. Dies symbolisiert, dass sie mit Jesus bekleidet ist.

Galater 3, 27 / Römer 13, 14 / Matthäus 13, 43

Der Mond unter ihren Füßen steht als Symbol der Autorität über Satan. Seinen Fuß auf den Kopf eines anderen zusetzen, war ein gängiges Siegerritual dieser Zeit. Ein Zeichen völliger Überlegenheit.

Römer 16, 20

Die Krone mit den zwölf Sternen ist ein Symbol für die zwölf Jünger Jesu. Wieder finden wir eine offensichtliche Parallele zu Israel: Das Volk Israel entstand aus den zwölf Söhnen Jakobs, und die Fundamente der Gemeinde gründen in den zwölf Jüngern Jesu. Sie werden wie die Sterne strahlen, für immer.

Siehe Daniel 12, 3

Diese Frau, die Gemeinde Jesu, wird in der Wüste zubereitet werden. Dort wird sie vor dem Feinde beschützt werden. Nichts wird ihr mehr bleiben als ihr Erretter, und diese totale Abhängigkeit von IHM wird sie reinigen und läutern. 42 Monate Wüstenzeit werden sie in die wunderschöne Braut Christi verwandeln.

Doch bevor sie in die Wüste kommen wird, gibt sie einem männlichen Kind (Erstgeborener) das Leben. Das Attribut „männlich“ ist unheimlich wichtig, denn es bedeutet, dass dieses Kind nicht die Braut Christi ist.
In der biblischen Symbolsprache wird „männlich“ nur im Zusammenhang mit Gott und Christus gebraucht – und den 144.000 Versiegelten in Offenbarung 14, 1-5.

Das männliche Kind

Dies ist ein Symbol für die „Verwandelten“ – sie wurden in das Bild Gottes umgewandelt und dieser Prozess veränderte ihre menschliches Attribut „weiblich“ in das göttliche Attribut „männlich“.

Diese Leute haben ihre Identität in Gott verloren!

Diese Menschen werden alles, was eine menschliche Existenz ausmacht, verlieren – und ihren menschlichen Ursprung verlieren.
Wegen der Veränderung in ihrem Leben, werden sie von niemand verstanden werden. Sie sind auf eine Weise isoliert, wie ich es nicht beschreiben kann.
Die Gemeinde Christi wird eine Frucht gebären, eine Erstgeburtsfrucht, Menschen, die in das Ebenbild Gottes verwandelt wurden. Dieser Umwandlungsprozess geht mit großen Schmerzen einher, denn das Wort Gottes sagt, dass jeder sterben muss, der Gott sieht. Das bedeutet, wenn ich in Gottes Ebenbild verwandelt bin, ich gestorben sein muss, denn niemand kann leben, der Gott sieht.
Das sind die großen Geburtsschmerzen des Weibes – der Sterbensprozess des eigenen Lebens. Die Gemeinde wird sich unter den Geburtswehen winden, aber sie wird Menschen das Leben geben, einer heiligen Priesternation.

Ja, lesen wir noch mal Offenbarung 14, 1-5. Was haben diese 144.000 eingraviert auf ihren Stirnen? Den Namen Jesu und des Vaters!
Was trugen die Priester des Alten Bundes auf ihren Stirnen? HEILIG DEM HERRN.

Erkennen wir die wunderbare Harmonie dieser Schule Gottes? Ja, im Beachten der Dreiteilung liegt der Schlüssel zu fundamentaler Erkenntnis.

Diese 144.000 sind das Priestergeschlecht des Neuen Testamentes. Es gibt zweimal 144.000 in der Offenbarung. Die ersten sind die Erstgeburt, die Erstfrüchte, Israels – 12 mal 12.000 aus jedem Stamme Israels 12.000 (Offenbarung 7). In Offenbarung 14 sind es die 144.000aus allen Nationen, die Erstfrucht (das erstgeborene Kind!) der Gemeinde, ein Priestertum des Neuen Bundes. Die ganze Schöpfung wartet auf diese Offenbarung der Söhne Gottes.

Wenn der Transformationsprozess dieser Auserwählten Gottes vollendet sein wird, werden sie entrückt werden. In der Offenbarung geschieht dies zur Zeit der siebten Posaune (die letzte von sieben). Paulus bestätigt dies in 1. Korinther 15, 51-52, bei ihm ist es die letzte Posaune.

Der Rest ihres Samens

Der Rest ihres Samens, der die Gebote Gottes hält, sind die „Vorhof-Gläubigen“. So wie wir in Offenbarung 11 gelesen haben, dass die Nationen den Vorhof zertreten werden, so hören wir in Offenbarung 12 das es Satan ist, der sich in rasendem Zorn über diese Gläubigen hermachen wird.

Wir wollen zum Schluss das Ganze noch einmal zusammenfassen:

Heiligtum – Die Wiedergeborenen – Das Weib

Sie werden nicht entrückt werden! Sie haben einen Platz in der Wüste, wo sie von Gott beschützt und ernährt werden. Dort in der Wüste werden sie vollendet, gereinigt und zubereitet als perfekte Braut Christi.

Allerheiligstes – Die Umgewandelten – Das männliche Kind

Sobald der letzte vollendet ist, findet die Entrückung dieser Heiligen statt. Sind sie schon vor diesem Zeitpunkt verstorben, werden sie zusammen mit den Lebenden entrückt werden. Für das Weib das Zeichen, das die Wüstenzeit bevor steht.

Vorhof – Die Geretteten – Der Rest ihres Samens

Ihnen wir der wilde Zorn Satans entgegenschlagen. Die meisten werden getötet werden, oder des Hungers sterben, wenn sie das Zeichen des Tieres ablehnen. Aber auch sie haben eine Hoffnung: Wenn sie ihr Leben nicht lieben, bereit sind für Christus zu sterben, werden sie mit IHM regieren.

Wer Ohren zum Hören hat, höre!
Wer Augen zum Sehen hat, sehe!
 

AMEN


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