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Englische Version


Kinder, Söhne, Töchter, Erben… und… SKLAVEN
Markus Piercy-Reins















Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht; denn ich bin es auch.

Jesus Christus

Wenn Paulus in Römer 1, 1 schreibt:
Paulus, ein Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, ausgesondert zu predigen das Evangelium Gottes…
sagte er eigentlich etwas total anderes, als das, was du und ich heute verstehen.
Paulus hat nie geschrieben, er sei ein Knecht oder Diener Christi. Er schrieb:
Paulus, ein Sklave Christi Jesu, berufen zum Apostel, ausgesondert zu predigen das Evangelium Gottes…
In Griechisch, der Sprache des Neuen Testaments, gebrauchte Paulus das Wort doulos – und dieses Wort hatte nur eine einzige Bedeutung zu seiner Zeit - Sklave oder Leibeigener!

Strong’s Exhaustive Concordance 1401:
doulos  (doo'-los)
from 1210; a slave (literal or figurative, involuntary or voluntary; frequently, therefore in a qualified sense of subjection or subserviency):

bond(-man), servant

Die Übersetzer der meisten heutigen Übersetzungen haben vorsätzlich dieses Wort in Diener oder Knecht umgedeutet… und dadurch das Verständnis unzähliger Gläubiger in drastischer Weise beeinflusst. Sie sehen sich selbst in einer Position zu Gott, welche die Väter des Glaubens niemals hatten.

Nicht nur Paulus sah sich als Sklave – Petrus (2.Pet. 1, 1), Jakobus (Jak. 1, 1), Judas (Ju. 1) und Johannes (Offb. 1, 1) bezeugten, dass sie Sklaven Jesu Christi seien. 

Aber nicht nur sie gebrauchten dieses Wort; auch Jesus benutze doulos sehr oft. In den vier Evangelien finden wir es 48 mal im Singular und 26 mal im Plural.

Wenn wir also lesen:

Der Jünger steht nicht über dem Meister und der Knecht nicht über seinem Herrn.
Es ist für den Jünger genug, dass er ist wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. – Matt. 10, 24+25

… können wir - völlig berechtigt -  das Wort „Knecht“ durch das Wort „Sklave“ ersetzen.

Zählen wir jetzt noch die Briefe und die Offenbarung dazu, stellen wir fest, dass das Wort doulos konsequent als „Diener“ oder „Knecht“ weitere 49 mal (18x Singular und 31x Plural) falsch übertragen wurde. Alleine in der Offenbarung wurde das Wort Sklave 11 mal (2x Singular, 9x Plural) durch „Knecht/Diener“ ersetzt. 

In Offenb. 7, 3 lesen wir:

Tut der Erde und dem Meer und den Bäumen keinen Schaden, bis wir versiegeln die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen.

… und richtig, keine „Knechte“ werden dieses Siegel erhalten, sondern „doulos“ oder Sklaven! 

Durch das ganze Neue Testament zählend, kommen wir auf 123 Stellen, wo die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „doulos“ Sklave - willkürlich und bewusst – durch Knecht/Diener ersetzt wurde.

Die Konsequenzen sind katastrophal, wie ich folgend zeigen werde. Dieses Wort, diese sechs Buchstaben, verändert die Basis unserer Beziehung – die Art und Weise, wie wir uns selbst, in unserem Verhältnis zu Gott, sehen – fundamental.
Es ist nicht nur ein anderes Wort für unseren Stand, welches gleiche Bedeutung hat. Nein, ein Knecht/Diener ist ein freier Mensch, der seinem Meister aus freiem Willen dient… ein Sklave wurde gekauft, hat keine eigenen Rechte mehr und lebt nur noch für denjenigen, dessen „Besitz“ er ist.

Ein Knecht ist sein eigener Herr – ein Sklave der Besitz eines anderen!

Zur Zeit des Neuen Testamentes war jedem der Unterschied zwischen einem Sklaven und einem Knecht sehr gut bekannt. Zu dieser Zeit gab es überall Sklaven… etwas, zu dem wir heute den emotionalen Bezug total verloren haben.
Wenn also die Schreiber des Neuen Testamentes das Wort doulos wählten, wussten sie genau, was es bedeutete und sie gebrauchten es mit Absicht, mit der vollen Bedeutung und den Auswirkungen ganz klar vor ihren Augen.
Obwohl es uns heute schwer fällt, das emotionale und physische „Gewicht“ des Wortes „Sklave“ zu erfassen, hatten sie absolut kein Problem damit.

Es ist also kein „Fehler“, wenn wir das Wort „Sklave“ 123-mal im Neuen Testament vorfinden und es ist ein schwerer Fehler, wenn wir es mit einer Bedeutung ersetzen, die unserem heutigen Verständnis eher entspricht. 

Lasst uns nun eine kleine Zeitreise machen, um ein besseres Verständnis darüber zu gewinnen, was es bedeutete, damals ein Sklave zu sein. 

Ein Sklave, hatte keinen eigenen Besitz, er hatte kein eigenes Geld, kein Haus und konnte nicht darüber entscheiden, wo er leben, wann er schlafen, was er anziehen und was er essen wollte. Wollte er heiraten, konnte er das nicht alleine entscheiden. Sein Herr und Meister musste dies erlauben und die zukünftige Frau und kommenden Kinder wurden auch zu Besitz dieses Herrn.

Im Brief an Philemon sehen wir, dass Paulus überhaupt kein Problem damit hatte, einen gläubigen Sklaven, mit eben diesem Brief, zu seinem Herrn Philemon zurück zu schicken.
Ja, wir sehen, dass Gläubige sehr wohl selbst Sklaven zu dieser Zeit hatten… und ein Paulus hatte nicht das Geringste dagegen.

Ich kann mir jetzt sehr gut vorstellen, wie du mit rauchendem Kopf dasitzt! Ja, lieber Bruder und liebe Schwester, so war es tatsächlich! Und obwohl wir so große Schwierigkeiten damit haben, diese Tatsache in unser vorgefertigtes Konzept religiöser und humanistischer Vorstellungen – mit all seinen garantierten, individuellen Rechten und fundamentalen Freiheiten - zu pressen, dies sind die Fakten, denen wir uns zu stellen haben.

In der ganzen Bibel finden wir nicht ein Wort, dass Sklaven ermunterte, gegen ihre Herren zu rebellieren. Nein, eher das Gegenteil! Sie werden ermuntert, ihren Herren mit demselben Eifer zu dienen, als würden sie es für Gott tun!
(Eph. 6, 5 / 1.Tim. 6, 1+2 / Tit. 2, 9 / 1.Pet. 2, 18-20… nein, nein, es sind nicht Knechte/Diener – dort steht “doulos” oder Sklaven!)
Aber keine Angst, ich habe hier nicht vor, die Werbetrommel für Sklaverei zu schlagen – ich brauche diese Fakten nur, damit wir ein besseres Verständnis über uns und unsere Position gegenüber unserem Herrn und Gott bekommen.

Also, du kannst den Gedanken ruhig vergessen, dass doulos irrtümlicherweise im Neuen Testament erschienen ist… und vergiss bitte, dass wir dieses Wort am besten, durch ein uns besser gefallendes, ersetzen sollten… eines, was uns mehr Würde und die berechtigte Stellung gibt, einen Dienst zu verweigern.
Wenn ein Knecht/Diener seinem Herrn nicht mehr dienen wollte, war er frei ihm zu kündigen und konnte seines Weges gehen… aber ein Sklave konnte dies nicht!
Wenn ein Sklave von seinem Herrn davon lief, war er ein Kind des Todes, sobald er gefangen wurde! Bitte, behalte diesen Gedanken, den wir später noch brauchen werden! 

Wenn also die ersten Gläubigen sich „Sklaven des Herrn“ nannten, taten sie es mit voller Absicht und freudiger Zustimmung! Doch nicht alle hatten diese Herzenshaltung und darum musste Paulus folgendes schreiben:

Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe. – 1.Kor. 6, 19+20

Hier sehen wir es deutlich und weil wir nun über die „Doulos-Verschwörung“ Bescheid wissen, macht es uns kein Problem mehr zu verstehen, was Paulus damit meinte, wenn er schrieb: Ihr gehört nicht euch selbst!
Er wusste von etwas, wovon die meisten Gläubigen keine Ahnung haben, wenn sie die Entscheidung treffen, Jesus nachzufolgen. Sie geben ihr Leben einem Jesus, der ihre Wunden heilt, sie aus der selbstverschuldeten Misere und Durcheinander herausreißt… und natürlich ihnen den angenehmen Ausblick auf eine Ewigkeit im Himmel sichert. 

Sie wissen nicht, dass Jesus doulos gebrauchte, als Er sagte:

Kein „Knecht“ kann zwei Herren dienen; entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. – Lu. 16, 13

Und natürlich erzählt ihnen niemand von den Bedingungen, denen sich alle Jünger Jesu stellen müssen:

Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird's erhalten. – Mar. 8, 34+35

Sie wurden nie darüber informiert, dass „Mein Leben Jesus übergeben“ heißt, Ihm alle Kontrolle über das eigene Leben zu übergeben, wie es Jesus zu Petrus sagte:

Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wo du hinwolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und führen, wo du nicht hinwillst. – Joh. 21, 18

Petrus verstand später, was Jesus mit diesen Worten meinte und er legte sein Leben mit Freuden für seinen Herrn nieder, aber ein reicher Mann (Mark. 10:17-22) – und mit ihm so viele mehr – drehten sich um, als ihnen klar wurde, das Nachfolge Jesu bedeutet, die Kontrolle über das eigene Leben aufzugeben und Sein „Besitz“ zu werden – ein Volk, dass ER sich selbst mit Seinem Blut erkauft hat 

Paulus drückt es so aus:

Aber auf das alles nehme ich keine Rücksicht; mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer, wenn es gilt, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen. – Apg. 20, 24 Schlachter

und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben, und zwar im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. – Gal. 2, 20 Elberf.Üs.

Obwohl das Wort „Sklave“ aus dem Wort Gottes durch menschliche Einmischung ausgelöscht wurde, bedeutet dies nicht, dass Gott uns nun nach „unserer Version“ behandeln wird.

Wir wissen, dass Er sich nicht verändert und so brauchen wir uns nicht wundern, wenn Er uns einfach, nach Seinem Plan behandelt – und in keiner Weise von unseren selbstverursachten Schmerzen, Verwirrung und Verstörung, Verletzungen und Tränen beeindruckt ist, die wir erleiden, weil wir nicht wissen, dass wir Sein „doulos“ sind. 

So wie ein Sklave sterben musste, wenn er seinem Herrn davonlief, so müssen auch wir den „Tod“ als Konsequenz erdulden, wenn wir unsere geistliche Stellung zu Ihm missachten – „unser“ Leben, auf „unsere“ Weise nach dem „Lauf dieser Welt“ leben.
(Lies bitte: Matt. 7, 21-23 / Matt. 25, 29+30 / Rö. 8, 5-9 / 1.Kor. 11, 29+30 / Jak. 4, 2-8) 

Dieser „Tod“ kann wirklich ein physischer Tod bedeuten, aber auf jeden Fall bedeutet es ein Leben getrennt von den Segnungen Gottes, wie es bei Adam und Eva war. Es bedeutet „Dornen und Disteln“ überall in unserm Leben und Beziehungen, bedeutet körperliche und geistliche Schwachheiten, Krankheiten und Fehlfunktion. Es ist so, wie Paulus es in 1.Kor. 3, 12-17 beschreibt: Wir leiden schwer hier auf dieser Erde, werden doch, wie durchs Feuer, errettet werden. Diese Misere ist das, was wir heute überall im Leben von Gläubigen vorfinden. Gott lässt nicht zu, dass wir mit „unserem“ Weg Erfolg haben werden und dieser selbstverursachte Schmerz ist wiederum nichts anderes, als Seine Liebe zu uns, die um uns wirbt, uns Ihm völlig auszuliefern. 

Letztens wurde ich mit einem weiteren irrigen Gedanken konfrontiert, der aus der Missachtung dieser geistlichen Realität resultiert.
Viele Gläubige, die Jesus nachfolgen, glauben, dass das alte Leben und die Kontrolle über das eigene Leben aufgeben und sich dem Herrn unterordnen – mit all den „ungeliebten“ Konsequenzen, die damit verbunden sind – so was wie „der Preis, den ich für wahre Jüngerschaft zu zahlen habe“ sei.
Liebe Brüder und Schwestern, wir liegen mal wieder völlig neben dran! Wir müssen überhaupt keinen Preis zahlen! Alles was wir sind (ja, das beinhaltet wirklich ALLES!), wurde mit einem Preis bezahlt, den Er für uns zahlte!
Die Tatsache ist folgende: Wir sind nun Sein Eigentum… Sein Besitz! Und wie ein Sklave, haben wir keinen eigenen Besitz mehr, den wir unser eigen nennen können. 

Und obwohl sich niemand darum kümmert – jeder diese Tatsache ignoriert – ist dies die Realität Gottes! 

So sieht ER dich! Das ist Sein Blickwinkel! Nein, meine Lieben, wir haben keine „eigenen Rechte“ mehr… können nicht mehr nach unserem Belieben wählen (z.B. den Partner heiraten, der uns gefällt) und sollten uns davor hüten, über „mein“ Haus, „meine“ Kinder, „mein“ Geld, „meine“ Karriere, „meine“ Gesundheit, „meine“ Freunde… ja, sogar „mein“ Dienst für den Herrn viele Gedanken zu verlieren.

Versetze dich bitte in die wahre Position, die du vor Ihm hast! Du wurdest mit einem Preis erkauft… bist Besitz des Königs aller Könige und Herrn aller Herren… und das beinhaltet wirklich ALLES, was ein natürlicher Mensch als „sein“ Eigentum ansieht.
So wie ein Herr zur Zeit Jesu das Recht hatte, mit seinem Sklaven nach Gutdünken zu verfahren, so wird nun Dein Gott mit Dir machen, was Er will.
Nein, nicht du gibst etwas Ihm… sondern Er nimmt sich das, was rechtlich Sein Eigentum ist, seitdem Er Dich mit Seinem Blut erkaufte!
Nein, nicht Du gibst… weil du nichts mehr hast, was dein wäre, um zu geben! Es gehört schon alles Ihm!
 

Jesus drückt dies so aus:

So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren. – Lu. 17, 10

Rate mal, welches Wort Jesus hier gebrauchte, als Er von „Knechten“ sprach? Richtig, Er gebrauchte den Plural von doulos… und somit sind wir „unnütze Sklaven“ die getan haben, was zu tun sie schuldig waren. (Die Elberf. Üs. übersetzt dies ausnahmsweise mal korrekt!)
Er erwählt uns und Er bestimmt sogar alles, was wir erreichen werden (Jo. 15, 16), durch Seine Kraft in uns!

Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen. – Eph. 2, 10

Siehst du es? Es gibt absolut keine Ursache einen Riesenlärm um uns zu machen! Ja, es ist Er, der die „guten Werke“ tut, von denen wir, in unserer Blindheit annehmen, sie seien alle auf unserem Mist gewachsen!
Nope, es gibt da nichts zu rühmen für uns… nicht ein winzig, kleines Fizzelchen… und deswegen lasst uns damit glücklich sein, Seine heiß geliebten „Nichtse“ zu sein, die Er dazu bestimmt hat, Seine Herrlichkeit zu ererben! 

Du darfst auch getrost den Gedanken vergessen, „dich selbst Ihm zu übergeben“… und auch die Schmerzen vergessen, die du zu spüren hast, wenn Er Hand an „deine Besitztümer“ legt, die du illegal – im Zustand geistiger Verwirrung – als dein Eigentum ansiehst.
Und bitte, fühle dich auch nicht besonders „heilig“, wenn du endlich – nach all den Jahren verzweifelten Widerstands gegen Ihn – es einsiehst und Dich Seinem legitimen Herrschaftsanspruch beugst und Ihm das gibst, was Ihm eigentlich schon seit Deiner Errettung gehörte. 

Wir sind alle Seine Sklaven… und es gibt wirklich keine Ursache, über unsere Bemühungen in Seinem Dienst ein Wort zu verlieren.
ER ist unser ALLES in ALLEM… die Substanz unseres ganzen Seins! 

Doch gibt es da ein wunderbares Geheimnis, welches sich hinter dem „Sein Eigentum sein“ verbirgt. A.W. Tozer gibt uns einen kurzen Ausblick, was ein „Sklave“ des Allerhöchsten zu erwarten hat und ich möchte mit Seinen Worten schließen:

Veredelndes Feuer

Zehntausend Feinde können keinen Christen stoppen, können ihn nicht bremsen, wenn er ihnen in der Haltung völligen Vertrauens in Gott begegnet. Sie werden für ihn wie die Atmosphäre, die einem Flugzeug Widerstand leistet. Die Designer des Flugzeuges wissen, diesen Widerstand zu ihrem Vorteil zu nutzen. Es ist dieser Luftwiderstand, der das Flugzeug hochhebt und für einen Flug über 2000 Meilen in der Luft hält. Was eigentlich ein Feind des Flugzeugs war, wird so zu einem hilfreichen Diener, der es auf seinem Weg unterstützt.
Es ist wichtig, dass wir niemals jemand oder etwas für unsere Niederlagen die Schuld geben. Es ist egal, wie böse ihre Absichten auch sein mögen. Sie sind nicht in der Lage uns zu schädigen, es sei denn, wir suchen die Schuld bei ihnen und benutzen sie als Entschuldigung für unseren Unglauben. Erst dann bekommen sie die Macht uns zu verletzen… doch sind eigentlich wir die Schuldigen und nicht sie.
Wem das nun doch zu theoretisch klingt, möge bedenken, dass die „Helden des Glaubens“ immer aus harten Zeiten und schwierigen Umständen hervorgekommen sind. Verfolgung bewirkte ihre geistliche Vervollkommnung, indem sie sie lehrte, sich nicht auf sich selbst zu verlassen, sondern auf den Herrn, der die Toten auferweckte.
Sie lernten, dass der Feind ihren Fortschritt nicht behindern konnte, es sei denn, sie gaben dem Verlangen des Fleisches nach und begannen zu jammern. Langsam lernten sie, statt zu jammern besser mit dem Lobpreis zu beginnen.
Es ist so einfach – und es funktioniert!

Üs.: M. Piercy-Reins
Quelle: Sermonindex

So wahr! Es gibt keine „Feinde“, „Widersacher“ und „Widrigkeiten“ mehr für einen Erwählten des Herrn! Und „Leiden“ wird zur Freude (1.Pet. 4, 13) für diejenigen, die in Ihm sind – Sein völliger Besitz. Ihr Leben ist mit Christus in Gott verborgen. Sie hören auf, für und durch sich selbst zu leben. Er ist ihr ganzes Leben. Sie sind zu einer Einheit mit dem Allmächtigen verschmolzen… die, welche Er sich, mit Seinem eigenen Blut, zum besonderen Eigentum erkaufte.

… und hierin liegt solch eine RUHE! Solch eine herrliche Dimension! Das LEBEN, zu dem du und ich berufen sind, es zu leben.
 

In Seinem Auftrag

 


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