logo
logosh

Englische Version


Make-Up für Seine Juwelen
Markus Piercy-Reins
















Lieber Leser, liebe Leserin,

es gibt nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass das, was ich hier schreibe, je dein Leben betreffen wird. Darum brauchst du dich in keiner Weise beunruhigt fühlen, wenn du das Weitere lesen wirst. Diese Botschaft ist nur für Gottes „spezielle Schätze“, Seine Juwelen, diejenigen, die Er erschaffen hat, um eines baldigen Tages, in Seiner königlichen Krone zu funkeln. So wie kostbare Edelsteine nur äußerst selten gefunden werden – so ist es auch mit ihnen!

Aber trotzdem bist du wichtig! Vielleicht kennst du eine/einen dieser verrückten, welt-fremden, liebeskranken „Jesus-Freaks“, über die jeder nur den Kopf schüttelt… vielleicht weißt du etwas über ihr Leben und wie sie Schwierigkeiten und großes Leiden, sogar mit dem Lob Gottes auf den Lippen, erdulden. Diese Botschaft ist für sie! Irgendwo, da draußen in der Welt, sind sie versteckt und um sie zu erreichen, möchte Gott, dass dies veröffentlich und verbreitet wird.

Obwohl es nur sehr wenige gibt, auf die alle Aussagen dieses Artikels in Gänze zutreffen werden, möchte der Herr, dass ich schreibe und es einer weiten Leserschaft zur Verfügung stelle. Er weckte mich am Morgen des 23. Novembers 2012 und hat mit mir über die Geschehnisse des alttestamentlichen Buches Esra - und ihre Bedeutung für unser Leben - gesprochen, über die ich nun schreiben werde. 

Es ist wichtig, dass der Leser genaue Kenntnis über die Geschehnisse des Buches Esra hat, um das, was ich schreiben werde, richtig einordnen zu können. Darum bitte ich dich, das Buch Esra zu lesen und besonders die Kapitel 7-10 zu beachten.
(Natürlich können die langweiligen Stammbäume/Aufzählungen übersprungen werden!) 

In diesem Buch erhalten wir ein perfektes Abbild über das, was Gott in den letzten Tagen, vor der Wiederkunft Jesu, an Seinen „besonderen Schätzen“ tun wird. Indem Gott uns das Buch Esra gab, bekommen wir Einsicht in Gottes Masterplan – wie Er an uns handeln wird. Kenntnis über Gottes Masterplan hilft uns nicht nur die verwirrenden und äußerst irritierenden Umstände unseres Lebens zu verstehen, sie befähigt uns auch, willentlich Gottes Plänen – und dies sogar mit Freuden - zuzustimmen! 

Bevor wir uns Esra zuwenden, lasst uns zuerst die verblüffenden Gemeinsamkeiten zwischen Israel/Judah und der Gemeinde vergleichen. Dies gibt uns das Fundament für das richtige Verständnis des Großen und Ganzen. 

Wir beginnen mit Israel in Ägypten. Als die festgesetzte Zeit Gottes erfüllt war, ergriff Gott Aktion, um Sein auserwähltes Volk aus der Sklaverei Ägyptens zu befreien. Es ist nicht wichtig, jedes einzelne Detail zu betrachten – dies würde ein Buch erfordern – doch ich möchte einige weiterführende Details kurz erwähnen.

Durch das Blut eines unschuldigen Lammes wurde Israel vor dem Engel des Todes bewahrt und endgültig erlöst, als das Rote Meer durchquert war. In 40 Jahren Wanderschaft durch die Wüste starb die alte Generation und nach der Überquerung des Jordans, betraten sie das verheißene Land.

In Richter (Ri. 2, 6-12) lesen wir, das, obwohl im verheißenen Land, Israel schnell den Herrn und Seine Gebote verlassen hat und der Herr sie deswegen in die Hand von Feinden gab, um sie zu züchtigen.

Im Schnelldurchlauf der weiteren Geschichte sehen wir nun, wie später ein Tempel Gottes gebaut, sehen wie Israel in zwei Königreiche zerteilt, das Nordreich zerstört und Judah (südliches Königreich), nach Zerstörung des Tempels, in eine 70 Jahre währende Gefangenschaft nach Babylon geführt wurde.

Das Lesen des Buches Esra schildert uns nun die Ereignisse zum Zeitpunkt, als Judah, nach diesen 70 Jahren, in das verheißene Land zurückkehrt. Gott gebrauchte Nehemia, Jeshua und Serubbabel um dieses Unterfangen zu leiten. Später schloss der Priester, Schriftgelehrte und Weise Esra sich ihnen an. Er hatte ein ganz besonderes Herzensanliegen, das tief in seinem Herzen brannte:

Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des HERRN zu erforschen und zu tun und in Israel die Ordnung und das Recht des HERRN zu lehren. – Es. 7, 10

Esra war nicht mit der Rückkehr seines Volkes in das Land der Väter allein zufrieden, auch das Sehen des wiedererrichteten Tempels befriedigte ihn nicht.

Esra verlangte nach der Rückkehr der Gegenwart Gottes zu Seinem Volk, damit Er unter ihnen wohne.

Darum litt er, als er sah, das Gottes Volk zwar zurückgekehrt, der Tempel wiedererbaut, aber  sie immer noch in unheiligen Beziehungen lebten, die sie einst in Babylon eingegangen waren. Obwohl zurückgekehrt, hatten sie Babylon mitgenommen!

Esra wusste, das Gott Sein Recht nicht verbiegen würde, nur um Seinem Volk den Schmerz zu ersparen, den es kostet, eine heilige Nation zu werden… ein heiliges Volk… dich hat der HERR, dein Gott, erwählt, dass du ihm zum Volk seines Eigentums (engl.: ein besonderer Schatz/eine außergewöhnliche Kostbarkeit) wirst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. (5.Mose 7, 6)

Jetzt wollen wir die Anfänge der Gemeinde betrachten. Genau wie Israel sind Gottes Auserwählte in dem Reich dieser Welt gefangen. Wir werden von unseren sündigen Herzen und dem Fürsten dieser Welt versklavt, gefesselt und ausgebeutet. Getrennt von den lebenspendenden Gaben des Geistes Gottes, sind wir in völlig hilflosem Zustand. Doch wie das Blut eines Lammes die Tore Israels bedeckte, rettet uns das Blut Jesu von dem ewigen Tod. Genau wie Israel durch das Rote Meer hindurch zog, steht die Taufe für das Absterben des Vergangenen und der Beginn eines neuen Lebens.

Nun sind wir in der Gegenwart Gottes und Sein Geist – Er ist unsere feurige Wolkensäule – führt uns in die Wüste, wo unsere „alte Generation“ (alte Natur) sterben muss. Nur die „Wüstengeneration“ ist „fit“ um das verheißene Land einzunehmen. In gleicher Weise finden wir nun Gott in unseren Leben an der Arbeit - wir müssen uns der Hässlichkeit unserer alten Natur stellen, die gegen die Leitung des Heilige Geistes rebelliert. So wie das Feuer Gottes die Rebellen Israels verzehrte, werden wir feststellen, wie Gottes Feuer alles niederbrennt, was Seinen Weisungen in unserem Leben entgegensteht… ja, sogar die Erde wird unsere „Korahs“ verschlingen, die die legitime Herrschaft von „Gottes Auserwählten“ in unserem Leben in Frage stellen.

Genau wie bei Israel ist es Gottes Absicht, in jedem von uns Seinen Tempel zu errichten… wir sind dazu berufen, der Ort Seiner heiligen Gegenwart zu sein (1.Kor. 6, 19). Genau wie Israel möchte Gott, dass die Gemeinde Sein „besonderer Schatz“ ist – ein Volk Seines besonderen Eigentums.

Und so war es auch am Anfang. Die erste Gemeinde, die wir nach Pfingsten sehen, stellte den Masterplan Gottes klar dar… die Ergebnisse, die Er durch Seinen Leib, Seine Gemeinde demonstrieren wollte. Der Heilige Geist gebrauchte Männer und Frauen alleine nach Gottes Vorgaben. Die Herrlichkeit Gottes (Schechina-Herrlichkeit) wurde offenbart und die Gemeinde wuchs nicht durch gefällige Predigten, psychologische Tricks oder beeindruckende Shows, sondern durch lebensverändernde Buße… und dies, trotz der „vielversprechenden“ Aussicht, gerade wegen dieses Glaubens, getötet zu werden.

Doch genau wie wir es mit Israel sahen, sehen wir es nun mit der Gemeinde. Als die Jünger, einer nach dem anderen, starben, erfüllten die Nachfolger die prophetische Warnung von Paulus… als reißende Wölfe, die die Herde nicht schonten (Apg. 20, 29).

So wie Israel zerteilt wurde, als Salomo sich vor anderen Göttern beugte, so wurde die Gemeinde in unzählige Teile zertrennt.

Paulus sagt in 1.Kor. 11, 18+19, dass dieses sektiererische Phänomen sogar kommen muss, wenn die Gemeinde die Leitung des Geistes Gottes verlässt… „damit die Bewährten unter euch offenbar werden“.

Trotz allem hatte Gott immer einen echten Tempel! Er hat ihn heute und wird ihn immer haben – den Ort Seiner Gegenwart in dieser Welt.

Niemals ist es eine Organisation, Denomination, Kult oder Sekte… doch immer einzelne Menschen, wie du und ich, die alleine nach Gottes Masterplan leben.

Welche Fehler wurden gemacht?

Jesus sagte, dass Sein Reich nicht von dieser Erde sei (Joh. 18, 36), Sein Reich ist nicht unter menschlicher Kontrolle, sondern alleiniger, direkten Leitung Seines Geistes (Rö. 8, 14 / Joh. 3, 8). Er sagt, dass Sein Reich nicht nach den Regeln menschlicher Herrschaft errichtet wird (Lu. 22, 25-26) und dass alles, was uns beeindruckt, überhaupt nicht den Standards Seines Reiches entspricht (Matt. 19, 30 / 1.Cor. 1, 27+28).

Nach den Aposteln kam die Zeit, als Menschen ihre Führer, nach ihrem Geschmack, wählten, die Versuche des Menschen, eine Gemeinde mit menschlichen Möglichkeiten zu errichten. Die Schriften, Gott, Jesus und der Heilige Geist waren nur noch als Relikte und dekorierende Staffage präsent, aber nicht mehr als die lebendige, persönliche Lebensgrundlage jedes Gläubigen.

Die Herrschaft des Heiligen Geistes wurde durch das Regiment des Menschen ersetzt, was die Massen in der Finsternis lies, indem ihnen suggeriert wurde, Gottes Geist würde durch diese Führungsschicht repräsentiert.

Natürlich ist Gottes Geist nicht an das gebunden, was der Mensch hier auf Erden tut und deswegen hatte Gott, durch die Jahrhunderte hindurch, Seine auserwählten Gefäße, denen Er sich in Wahrheit offenbarte.

Doch wann immer ein echter Aufbruch des Geistes Gottes in der Geschichte hervorbrach, wurde er durch das Anwenden weltlicher Prinzipien, durch die, nach menschlichem Verständnis, errichteten Konstrukte schnell erstickt.

Obwohl Christus das Haupt Seines Leibes ist, installierte ein „Leib“, der für sich reklamierte der Leib Christi zu sein, menschliche Häupter um äußere und innere Ordnung in einer Gemeinde aufrecht zu erhalten, die zwar noch Seinen Namen trug, aber nicht mehr mit dem wahren Haupt verbunden war – Jesus Christus!

Dieses können wir durch die Geschichte hindurch nachverfolgen und wir sehen die prophetischen Worte Jesu vor unseren Augen erfüllt:

Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Christus, oder dort! so glaubt es nicht!
Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.
Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. Wenn sie nun zu euch sagen: Siehe, er ist in der Wüste!, so geht nicht hinaus! Siehe, in den Kammern!, so glaubt es nicht! – Matt. 24, 23-26

In dieser Schriftstelle werden wir mit den Auserwählten bekannt gemacht. Uns wird gesagt, dass sie nicht, wie alle anderen, verführt sind. Es ist Gottes Wahl und diese Erwählung Gottes beinhaltet Gottes offenbarte Wahrheit, welche jede Verführung als wirkungslos an diesen Auserwählten abgleiten lässt.

Gott hatte sie durch alle Zeiten hindurch, um zu beweisen, dass Er es alleine ist, der Seine Gemeinde baut (Matt. 16:18) und die gesamte Hölle wird sie nicht besiegen können.

Diese Auserwählten bildeten nie eine Organisation und arrangierten sich nie nach Art und Weise dieser Welt. Sie waren individuelle Gläubige die ihrem Meister nachfolgten und das taten, was Er ihnen sagte. Oft haben sie einen schweren Preis für ihren kompromisslosen Lebensstil gezahlt, weil sie das Scheinsystem Babylons (Religion) dadurch herausforderten, indem sie eine berührbare, lebendige Demonstration für die Existenz einer persönlichen Beziehung zu Gott waren – etwas, was Babylon nie bieten kann.

Als Judah den Herrn verließ und sich vor anderen Göttern beugte, lies Gott es zu, dass sie nach Babylon deportiert wurden. Babylon steht hierbei nicht nur als eine Bestrafung, sondern es bedeutet auch, in geistliche Verfinsterung gegeben zu sein.

Aber sobald sie Ruhe hatten, taten sie wieder Böses vor dir. Da überließest du sie der Hand ihrer Feinde, dass diese über sie herrschten. – Neh. 9, 28

Da gab ich sie dahin in die Verstocktheit ihres Herzens. Sie wandelten nach ihren Ratschlägen. – Ps. 81, 13

Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen in die Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden, sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer, der gepriesen ist in Ewigkeit. Amen. – Rö. 1, 24+25

Und genau dies geschah mit der Gemeinde! Darum hören wir in der Offenbarung wieder von Babylon, das für alle menschengemachte, verfälschende, religiöse Institutionen und Organisationen steht, die über Menschen herrschen (Nikolaiten = Volksbeherrscher Offb. 2, 6+15). Oft suchen diese Organisationen enge Verbindungen zu weltlichen Regierungen und wenden mehr oder weniger die Praktiken weltlicher Autorität an.

Mein Reich ist nicht von dieser Erde, sagt Jesus… aber für Babylon sind Jesu Worte irrelevant… nur die Aufrechterhaltung von Herrschaft und Macht zählt.

In dem Moment wo sich ein Gläubiger von der Herrschaft des Geistes Gottes abwendet, wird der Heilige Geist betrübt und Er zieht sich sofort zurück. Der Gläubige ist nun schutzlos den Verführungen der „Heiligen Geister“ ausgeliefert, die ihn zu den verheißungsvollen Attraktionen und mächtigen Erlebnissen Babylons verlocken werden.

Babylon ist die große Hure welche unter vielen Nationen sitzt und mit jeder Macht Unzucht treibt, nur um ihre Herrschaft aufrecht zu erhalten.

In Offenbarung 18 lesen wir über sie… und lesen, dass, genau wie Israel, Gott „Sein Volk“ aufruft, sie zu verlassen, damit sie nicht von dem geplanten Gericht Gottes getroffen werden.

Das bedeutet, dass es in Babylon wahre Gläubige gibt, denn sonst würden die Worte Gottes in den Versen 4 und 5 keinen Sinn ergeben:

Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! Denn ihre Sünden sind aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht. – Offb. 18, 4+5

Hier hören wir die Warnung vor dem „Teilhaben an ihren Sünden“! Dies ist sehr wichtig, denn es ist genau das, was Gott wollte, über das ich schreiben soll.

Im Buch Esra lesen wir, dass viele Männer heidnische Frauen genommen hatten und Kinder mit ihnen zeugten… Männer, die sich mit den Völkern dieser Gräuel verschwägerten (Es. 9, 14)

Und genau dies ist es, was mit „an ihren Sünden teilhaben“ gemeint ist! Gott hat Sein Volk in Babylon und genau wie Judah aus Babylon in das Land der Väter zurückkehrte und Gottes Tempel wieder aufrichtete, so ruft Gott jeden, der ein hörendes Ohr hat, auf, die Gräuel und Sünden Babylons zu verlassen… und zu einem Leben unter der Leitung des Geistes Gottes zurückzukehren.

Gott wird ein Volk Seines besonderen Eigentums zu Seinem Schmuck (5.Mo. 26, 18+19 Engl. Übers.) haben, ein heiliges Volk, für Ihn allein geheiligt – welches wieder ein Heiligtum Seiner heiligen Gegenwart bilden wird.

Wie zu Zeiten Esras, sind wir mit Beziehungen „verheiratet“ die noch aus Babylon stammen. Dies können tatsächliche Ehen, aber auch Freundschaften, Mitgliedschaften in Vereinen und Organisationen, sowie Arbeitsstellen sein… kurz alles, was sich in Opposition zu Gottes individuellen Plänen mit uns befindet.

Als Esra herausfand, dass sogar Priester und Leviten in diese Praktiken verwickelt waren, zerriss er sein Gewand und riss sich, als Ausdruck seines Kummers und tiefer Erschütterung, Haare von Kopf und Bart aus. Diejenigen, die bei ihm waren saßen zitternd da, unfähig sich zu bewegen. Zur Zeit des Abendopfers erhob sich Esra, warf sich auf seine Knie und streckte seine Hände zu Gott aus. Aus der Tiefe seines Herzens bricht ein wunderschönes Gebet hervor, was du in Esra 9, Verse 6 bis 15 nachlesen kannst.

In dem letzten Vers wird das Wort „Rest“ (Einheitsübersetzung - English: remnant = Überbleibsel) gebraucht – und dies ist genau das Wort, welches Gott benutzte, als Er mich hieß, diese Botschaft zu schreiben.

Wie ich schon zu Anfang sagte, kann jeder dies lesen, aber es ist nicht an jeden gerichtet. Diese Botschaft ist nur für ganz wenige heute Lebende… ja, es betrifft noch nicht einmal alle, die zu Gottes heutigen „Übriggebliebenen“ gehören. Es ist nur für diejenigen, die zwar Babylon schon verlassen haben und im verheißenen Land angekommen sind, die sich am Wiederaufbau des Tempels Gottes beteiligen, aber immer noch mit äußeren Lebensumständen, mit abscheulichen Gräueln, verheiratet“ sind, die aus ihrer Vergangenheit in Babylon stammen.

Gib Meinen Übriggebliebenen (Er gebrauchte das englische Wort: remnant!) diese Botschaft, um sie auf das vorzubereiten, was Ich in ihrem Leben tun werde. Die Zeit ist gekommen, wo ich als Weingärtner, die Reben nicht nur von den inneren Verunreinigungen reinigen werde. Ich werde auch dein äußeres Leben neu gestalten.

Ich werde jede Beziehung, womit dein Leben „verheiratet“ ist, niederbrechen, die Meinen letztendlichen Zielen mit dir nicht entspricht. Es ist alleine Mein Werk und du kannst Meiner Liebe in allem vertrauen, das Ich tun werde – auch wenn es Tränen und Schmerzen bedeuteten wird, wenn Ich deine „Hagars und Ismaels“ entfernen werde, die du in deinem verwirrten Zustand damals in Babylon produziert hast.

So wie Ich dich im Ofen der Anfechtung geläutert habe, so werde ich auch deine äußeren Umstände läutern. Das Äußere, wie das Innere, wird Meine vollkommene Herrlichkeit widerspiegeln, die Ich auf dich gelegt habe! So wie Ich vollkommen bin, wird alles an dir vollkommen sein – an dem Tag, an dem ich Meine Juwelen offenbaren werde.

Nachdem der Herr mir dies gezeigt hatte, stand sofort eine liebe Freundin vor meinem inneren Auge. Ich kenne sie seit vielen Jahren und ihr Leben ist ein Zeugnis für Gottes Handeln hier. Als ich sie kennenlernte, war ihr Leben eine einzige Misere. Als Teenager hatte sie eine echte Begegnung mit Gott gehabt, aber, das sie umgebende Babylon, vernebelte ihre Sicht und lockte sie auf einen zerstörerischen Weg, der sie immer tiefer in Abhängigkeit, Angst und Vernichtung führte. Nicht nur sie litt furchtbar, auch die ganze Familie erlitt schwere Verletzungen und machte Furchtbares durch.

Obwohl ihr Leben alles andere, als die Herrlichkeit Gottes widerspiegelte, öffnete mir der Herr die Augen, damit ich Seinen göttlichen Plan für sie sehen konnte. Er hatte vor, alles neu zu machen!

Dies bedeute für sie, dass sie durch den schmerzhaften Sterbeprozess ihres Ehemannes gehen musste, als er, nach langem Leiden, starb… aber das war nicht alles! Für lange Jahre waren sie mit einem Ehepaar befreundet gewesen. Jetzt erkrankte die Frau plötzlich an unheilbarer Leukämie und verstarb schnell. Gott nahm beiden den Ehepartner, um den Weg für eine neue Ehe zu ebnen, mit der Er sie beide segnen wollte. Wenn du eine glückliche Frau sehen willst, die - vorher unbekannte - Ehefreuden genießt, dann musst du meine gute Freundin kennenlernen! Es ist jedes Mal eine Riesenfreude für mich, die Harmonie der vereinten Herzen zu beobachten - eins in dem geteilten Verlangen, ihre Ehe ein Abbild der Liebe Christi zu Seiner Gemeinde sein zu lassen.

Die finsteren Erinnerungen der Vergangenheit schwinden hinfort im Sonnenschein täglicher Freude, die aus der tiefen, unbeschreiblichen Befriedigung erwächst, die das Wissen, im Zentrum des Willens Gottes zu sein, mit sich bringt.

Weil viele dies lesen werden, die nicht dieser „spezielle Teil“ von Gottes Übriggebliebenen sind – und weil ich, nur zu gut, die verführerischen Lügen kenne, die ein fleischlicher Sinn – zur Rechtfertigung böser Begierden – schnell aufnimmt, möchte ich mit einer Warnung schließen (Gottes „Juwelen“ brauchen diese nicht… sie haben es schon in ihren „geistlichen Genen“ angelegt!):

Gott wird niemals unser eigenes Handeln hier tolerieren! Obwohl die bußfertigen Juden zur Zeit Esras sich von ihren heidnischen Frauen und Kinder trennten… obwohl Abraham Hagar und Ismael fortschickte… rechtfertigt dies HEUTE nicht eigene Aktionen, nach unseren Vorstellungen!
Eine Ehe ist ein heiliger Bund zwischen einem Mann und einer Frau vor Gott – und dies ist sogar gültig, wenn der Partner ungläubig ist (lies 1.Kor. 7, 14). Der Ungläubige wird sogar durch den Gläubigen geheiligt – und diese Heiligung ist ein Akt Gottes!
Nichtsdestotrotz, benötigen Gottes zukünftige Pläne mit unserem Leben eine Veränderung unserer gegenwärtigen Lebensumstände… und deswegen arrangiert alleine Er es neu, wenn Er es als notwendig ansieht.
Wir sollten niemals einen Gedanken daran verschwenden, unseren heutigen Zustand verändern zu wollen und jeden Tag - als Seinen perfekten Willen für heute – annehmen. Unser Morgen liegt alleine in Seinen Händen… und wir können in der Gewissheit ruhen, dass Er nur unser Bestes im Sinn hat… auch wenn es für heute Leiden bedeutet.
Gott als unser „Eigentümer“ – ja, wir sind erkauft, gehören nicht mehr uns selbst – ist der Einzige und Alleinige, der das Recht hat, unser Leben nach Seinen Plänen zu gestalten.

Dieses Wort gilt nur für einen kleinen Teil der Gläubigen. Ich habe es zu veröffentlichen, damit es von ihnen gelesen werden kann. Es wird ihnen Hoffnung und tieferes Verständnis geben, wenn Gott sie durch schmerzhafte Zeiten führt, Er geliebte Angehörige wegnimmt, Freundschaften auflöst, oder das gegenwärtige Arbeitsverhältnis beendet.

Für sie, können die letzten Kapitel des Buches Esra, eine Quelle der Hoffnung sein, die das Feuer brennender Liebe neu entfacht, obwohl die äußere Situation schmerzhaften Verlust bedeutet.

Gott richtet Seinen Tempel, Seinen Leib, Seine Gemeinde wieder auf… und die zukünftige Herrlichkeit wird alles weit übertreffen, was wir uns vorstellen können!

Das Beste kommt noch! Hallelujah!

So wird der HERR, ihr Gott, sie an jenem Tag retten als die Herde Seines Volkes. Denn Juwelen an seinem Diadem sind sie, die über Seinem Land funkeln. Ja, wie anmutig, wie schön werden sie sein!
Sach. 9, 16+17
(nach der englischen King James Übersetzung)

Und sie werden mir, spricht der HERR der Heerscharen, zum Eigentum sein an dem Tag, an dem ich meine Juwelen offenbaren werde.
Mal. 3, 17
(nach der englischen King James Übersetzung)


In Seinem Auftrag


E-Mail an Autor

TOP