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Englische Version


Ton - von Staub zu Herrlichkeit
Markus Piercy-Reins
















Mach dich auf und geh hinab in des Töpfers Haus; dort will ich dich meine Worte hören lassen.
Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe.
Und der Topf, den er aus dem Ton machte, missriet ihm unter den Händen. Da machte er einen andern Topf daraus, wie es ihm gefiel.
Da geschah des HERRN Wort zu mir:
Kann ich nicht ebenso mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer?, spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in des Töpfers Hand, so seid auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand.
Jer. 18, 2-6

Hat nicht ein Töpfer Macht über den Ton, aus demselben Klumpen ein Gefäß zu ehrenvollem und ein anderes zu nicht ehrenvollem Gebrauch zu machen?
Rö. 9, 21

Ich bin mir sicher, dass vielen die obigen Schriftstellen geläufig sind. Im Normalfall denken wir dabei an die Herstellung eines Tongefäßes, doch lass es mich dir sagen: Da steckt eine Menge mehr hinter der ganzen „Ton-Geschichte“ als nur die Herstellung eines Gefäßes. Wir können schon viel früher anfangen und werden ein wunderbares Gleichnis für alle Prozesse finden, die wir beim Eintritt in das Reich Gottes durchlaufen müssen.

Ich möchte gerne etwas davon erzählen, wie ein guter Ton gewonnen wird – über die ganzen Prozeduren der Aufbereitung und Verarbeitung – bis zum Endprodukt: Ein Tongefäß.

Diese Verarbeitungsschritte, von der Tongewinnung bis zum fertigen Produkt, ermöglichen uns ein hervorragendes Verständnis über Gottes Handlungen in unserem Leben.

Wir beginnen zuerst mit dem natürlichen Prozess der Tonverarbeitung – in kursiv – und schauen danach auf die sich bietenden Parallelen im geistlichen Leben. 

1. Gewinnung/Errettung

Ton wird durch Wasser erschaffen, das Gestein erbarmungslos zermahlt, bis nur noch Staub übrigbleibt… der vom Wasser fortgetragen wird. Solange das Wasser sich bewegt, schweben die Tonpartikel im Wasser, kommt es aber zur Ruhe sinken die Tonpartikel langsam zu Boden. Im Laufe der Zeit entsteht eine Tonschicht. Durch geologische Veränderungen – zum Beispiel ein neues Flussbett – verschwindet das Wasser, doch der Ton verbleibt an seiner Stelle und kann nun gewonnen werden.

Es ist sehr einfach… kostet kein Geld. Du musst nur wissen, wo er zu finden ist. Eine Schaufel und ein Eimer ist alles was du benötigst!

Obwohl der Ton vom Erdreich „errettet“ wurde und keine Verbindung mehr zum umgebenden Erdreich hat, hat er jedoch immer noch exakt die gleiche Beschaffenheit, wie zuvor. Es ist Ton vermengt mit Steinen, Sand und organischen Materialien. 

Und exakt so verhält es sich auch mit unserer Errettung. Wir werden errettet, in dem Moment, wenn Gott in unser Leben eingreift und wir zum Glauben an Jesus kommen.

Errettet heißt, „Gott hat uns in Seinen Eimer geschaufelt“ und alle Bindungen zum „Reich der Erde“ sind durchtrennt.

Trotzdem wir errettet sind, haben wir die gleiche „Beschaffenheit“ wie, als wir noch mit dem Erdreich verbunden waren. Wir sind errettet, haben aber noch die gleichen Verunreinigungen, wie vor unserer Errettung.

Gottes Erwählung zerriss die Verbindung… aber um gebrauchsfertiger Ton für die Töpferscheibe zu werden, bedarf es noch einiger Prozesse, die wir durchlaufen müssen. 

2. Auflösung/Reinigung/Trocknung

Ich habe einmal ein fantastisches Video gesehen, das den genial einfachen Weg zeigte, reinen Ton zu bekommen… es ist so einfach! Wir wissen, dass Ton so leicht ist, dass er im Wasser schweben kann. Wie macht man es nun? 

Zwei große Fässer (oder zwei Eimer) und Wasser reichen aus!

Das eine Fass wird mit Wasser gefüllt und dann wird der rohe Ton in dem Wasser zerrieben… und die ganze Sache gut umgerührt.

Man wartet nun eine kurze Zeit, damit die schweren Bestandteile, wie Sand, Steine und Metalle zu Boden sinken und die schwimmbaren Bestandteile sich an der Oberfläche sammeln… zwischen Boden und Oberfläche schwimmt nun unser gelöster Ton im Wasser.

Nun wird diese schlammige Brühe durch einen feinen Filter in das zweite Fass gegossen. Das feine Filtergewebe hält die schwimmbaren Bestandteile, wie Gras, Blätter, Holz und Insekten zurück, doch der in Wasser gelöste Ton sammelt sich im zweiten Fass.

Nun brauchen wir eine ganz besondere Sache, die wir später noch öfter benötigen werden, um einen guten Ton zu machen: Zeit!

Wenn das Wasser zur Ruhe kommt, werden sich die super-feinen Tonpartikel langsam am Boden des Gefäßes absetzen. Nachdem das Wasser wieder klar geworden ist, werden wir eine dicke Tonschicht im Fass haben.

Das Fass wird nun vorsichtig umgekippt, um das Wasser abzulassen… und eine schlammige  Masse reinen Tons bleibt übrig.

Natürlich ist dieser Ton viel zu nass und würde keine Form halten. Aus diesem Grund muss ihm weiter Feuchtigkeit entzogen werden, bis die richtige Plastizität erreicht ist. Der Töpfer wird den Ton testen, um nach dessen Qualität, das zukünftige Gefäß zu planen. 

Ist das nicht ein wunderbares Bild für die Taufe und Wiedergeburt? Ich mag diese Parallele so, weil sie so zu dem passt, was Gott mit uns macht! 

um sie (die Gemeinde) zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei. – Eph. 5, 26+27 

Wie wir gesehen haben, wird Wasser benutzt, um die vermischten, „unerwünschten“ Verunreinigungen von dem „erwünschten“ Ton zu trennen. In gleicher Weise benutzt Gott das „Wasserbad des Wortes Gottes“ – das Licht göttlicher Wahrheit – um die noch existierenden „Verunreinigungen“ in uns zu offenbaren und wegzuschneiden… welche Gottes geplante, zukünftige Form für uns behindern würden.

Nur reiner Ton ist in der Lage, die zukünftigen Prozesse zu durchstehen – inklusive dem Brennen – und so ist es auch mit uns.

Darum wird Gott uns auf den Kopf stellen und unserer Innerstes nach außen kehren, um die verdorbene Machart des „Alten Adams“ in uns zu offenbaren. Dieser hässliche Kerl muss sterben… muss mit Christus begraben werden… damit ein formbarer, gereinigter, „wieder-geborener“ Ton aus dem Wasser hervorkommt. 

Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft?
So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.
Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein.
Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen.
Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. – Rö. 6, 3-7 

Das ist ein radikaler Schritt… das Alte ist komplett vernichtet– ein für alle Mal! 

Lasst uns die Fakten betrachten: 

Wiedergeboren sein heißt nicht, einmal die Hand gehoben zu haben, oder einem Altarruf gefolgt zu sein… ja, sogar der Taufakt ist keine Wiedergeburt einer Person (du kannst dich zehnmal taufen lassen und bist doch nicht durch den Geist Gottes wiedergeboren!).

Es ist völlig richtig, dass wir diese Dinge tun – aber sie werden immer auf das begrenzt sein, was wir tun können.

Die Wiedergeburt jedoch, ist ein alleiniger Akt Gottes… etwas, was nur Er alleine, durch die Kraft des Heiligen Geistes, tun kann!
Ja, in Apg. 10, 44-47 sehen wir Gottes absolute Handlungssouveränität – Kornelius und seine Familie werden wiedergeboren, bevor sie getauft wurden! Yep, unser Gott sprengt die Dogmatiken des Menschen in Stücke! Hallelujah!

Und so wie Ton im Wasser aufgelöst werden muss… zerrieben und pulverisiert durch die Hände des Töpfers… so muss auch jeder echte, durch den Geist Gottes, Wiedergeborene das Folgende durchleben: 

Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden
Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht. – Joh. 16, 7+8 

Diese Überführung ist die erste Handlung des Geistes Gottes im Leben eines Menschen. Nein, es ist nicht: Bitte, komm zu Jesus! Er liebt dich so! Oder, wie ich letztens gehört habe: Bitte, gib doch Gott ein Chance!

Es ist das Werk des Heiligen Geistes, im alles-durchdringenden Licht der Wahrheit Gottes offenbart und aufgelöst zu werden… Seine Wahrheit über dich zu sehen! Es bedeutet auseinandergenommen zu werden… und mit Christus zu sterben! 

Es gibt keine Auferstehung… kein wahres neues Leben… bevor nicht der Tod zuerst geschehen ist!

Egal, was heute gepredigt wird… dies sind die „Kennzeichen“ des echten Werkes des Heiligen Geistes! 

Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.
Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben. – Hebr. 4: 12-13 

Jesus sagt: 

Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn (das ist eine Bedingung!), dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. – Joh. 3, 5+6 

Tatsächlich, du musst Seine Realität sehen… so wie Er dich sieht… und dies bedeutet den Tod deines alten Lebens.
Das „Alte“ kann das Reich Gottes nicht ererben… und es gibt kein neues Leben ohne den vorherigen Tod des Alten! (1.Kor. 6, 9-11/1.Kor. 15, 59)

Das Samenkorn muss sterben, bevor neues Leben wachsen kann! (Joh. 12, 24) 

Errettung ist nicht Wiedergeburt… egal, wieviel „Begriffsverwirrung“ und falsche Lehren heute vorherrschen. 

Es muss „Wasser und Geist“ sein! „Wasser“ steht hier für die irdische Dimension, für das, was wir tun können – und „Geist“ steht für den Teil, der alleine unter Gottes Regie steht… den nur Er tun kann!

„Wasser“ alleine… unser Teil… reicht für eine Wiedergeburt nicht aus (obwohl er sehr wichtig ist!)… es muss „Wasser und Geist“ sein… so wie Jesus es gesagt hat! 

Dies alles geschieht alleine nach Gottes Direktiven… ja, Sein „Timing“ ist unterschiedlich so wie Seine Wege für jeden von uns unterschiedlich sind. 

Genauso wie der Ton warten muss, bis die Reinigung vollendet ist… das Wasser wieder klar geworden ist… so müssen auch wir es lernen zu warten und auf Gottes Fachkenntnis zu vertrauen. Es gibt nichts, was wir hier tun könnten – außer völlig zu vertrauen!

Es ist bestimmt nicht einfach… so „sich-völlig-aufgelöst-fühlend“ im Wasser zu treiben… alle bekannten „Rahmen und Maßstäbe“ zu verlieren, die wir doch so gewohnt sind… diese Ungewissheit des aufgelösten Dahintreibens… und nicht wissend, wie es einmal enden wird! 

Doch die Zeit vergeht und je klarer das Wasser wird… wirst du sehen, wie die „umherschwimmenden Teile“ wieder zusammenkommen… sich verfestigen, wenn das Wasser (steht für Gottes Maßnahmen zu deiner Reinigung) dein Leben verlässt.

Der himmlische Meister wird dich prüfen… welche Konsistenz, Plastizität und Qualität du hast. Dies ist wichtig für Seine Planung – welches Gefäß Er einmal aus dir machen wird.

3. Schöpfung 

Nachdem der Ton durch die Prozesse der Reinigung und Verfestigung gegangen ist, kommt der Tag, wo der Töpfer ihn nehmen und ihm eine neue Form, nach seinem Design, geben wird.

Der Ton benötigt die passende Plastizität, um auf der Töpferscheibe geformt werden zu können. Er muss form- und bearbeitbar, aber auch fest genug, sein, damit er die gegebene Form auch behält. 

Gott hat einen Plan mit jedem von uns. Er hat uns mit Absicht erwählt… und sah uns, bevor wir im Leib unserer Mutter gebildet wurden. Alle unsere Tage waren in Sein Buch verzeichnet, bevor deren einer war. (Ps. 139, 16)

Von unserer Errettung – über den Prozess der Wiedergeburt – folgt Er Seinem göttlichen Plan für unser Leben – und nun werden wir, nach Seinem Plan, geformt. (Rö. 9, 21) 

Es erfüllt uns mit großer Freude und spannender Erwartung, wenn wir nun, nach all dem schmerzhaften Sterben und Warten, beginnen Seine Absichten zu erkennen.

Wie schön ist es doch, dies alles nun zu erleben… welche Freude füllt unser Herz, wenn wir sehen, wie unser geliebter Herr beginnt, alle die Verheißungen zu erfüllen, die Er uns gegeben hat. Natürlich fangen wir an zu träumen… zu träumen, über alle die möglichen Verwendungszwecke, die wir für dieses Gefäß als sinnvoll ansehen. 

Na ja, wir bekommen zwar unsere endgültige Form… aber das heißt nicht, dass wir sofort gebrauchsfertig sind. In dem Moment, wo Er uns von der Scheibe nimmt – werden wir in ein Regal gestellt… ja, meine Lieben: Jetzt heißt es wieder warten! 

4. Verfestigung/Endgültige Trocknung

Nachdem der Töpfer dem Gefäß die gewünschte Form gegeben hat, stellt er es auf ein Regal, damit das Gefäß trocknen und dadurch fester werden kann.

Dieser Trocknungsprozess darf nicht zu schnell geschehen, da der Ton bei der Trocknung schrumpft und so durch entstehende Spannung Risse im Gefäß entstehen würden. Deswegen muss dieser Ort trocken aber kühl sein, damit eine beständige und gleichmäßige Trocknung gewährleistet ist.

Zu Anfang ist die Form immer noch leicht verformbar und muss daher vor allen Einflüssen geschützt werden, die die gegebene Form verändern könnten. Das Gefäß hat die endgültige Form… aber es ist für den praktischen Gebrauch noch zu schwach.

Darum wird das Gefäß in eine trockene und sichere Umgebung gestellt und die Tage… Wochen vergehen. Je trockener das Gefäß wird, desto stabiler wird es. Diese Trocknung ist der längste „Warteprozess“.

Es ist äußerst wichtig, dass das Gefäß durchgetrocknet ist, bevor es im Brennofen gebrannt wird. Verbleibt nur etwas Feuchtigkeit im Gefäß, wird der entstehende Dampfdruck das Gefäß zerreißen.

Der Töpfer muss sich sicher sein, dass das Gefäß komplett trocken ist… und es ist besser, lieber etwas länger zu warten, als das Ganze durch Ungeduld unnötig zu ruinieren. 

Gott an uns handeln zu sehen, weckt in uns die Ungeduld doch endlich gebraucht zu werden… und es ist für uns ziemlich irritierend, wenn wir uns auf einmal auf einem Regal und in einer trockenen, wüsten-gleichen Umgebung wiederfinden. 

Wenn der Mensch mit etwas Schwierigkeiten hat, dann ist es – Geduld! Wenn es uns irgendwo drückt, wollen wir es so schnell wie möglich erledigt haben.

Aber so läuft es nicht mit Gott! Er handelt nicht nach unserem Tempo… sondern möchte uns von unserem eigenen Streben befreien… von unserem eigenen Eifer für Ihn, mit dem wir unser eigenes Feuer auf Seinen Altar legen. 

Glaubt mir, das klappt nicht so einfach! Wie hassen wir es doch, warten zu müssen, z.B. an Ampeln, oder eingeklemmt in einem Verkehrsstau! Solange es vorwärts geht ist alles in Ordnung… ja, wir sind da gar nicht so pingelig wohin wir uns bewegen... Hauptsache, wir bewegen uns!

Einfach herumsitzen und gar nichts tun, ist so schwer zu ertragen… aber gerade darum geht es unserem himmlischen Vater in dieser speziellen Phase. 

In dieser Phase werden unsere Motive durchleuchtet und das menschliche Streben nach Unabhängigkeit offenbart – und ausgetrocknet! 

Gott muss unserem eigenen Eifer ein Ende bereiten… ja, alles das, was wir mit so „heiligen“ Absichten und Leidenschaft tun; aber aus unserer Seele kommt.

Gott akzeptiert das nicht, da es Seine Pläne und Absichten ruinieren würde und deswegen muss Er diese „Quelle“ trockenlegen… und zwar komplett: 

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. – Sach. 4, 6 

Gottes Medizin hier heißt: WARTEN! 

Warten - dies finden wir überall in der Bibel! Warten macht uns anfänglich verrückt – bis wir uns in unseren sinnlosen Aktivitäten total festgefahren haben – bis wir unser „Elia-Erlebnis“ hatten (1.Kö. 19, 4-8) und wir endlich lernen: Es geht nicht um uns – sondern alleine um Ihn! 

Gott braucht dich und mich nicht! Er könnte es durchaus auch alleine tun! Sieh, es geht nur darum, dass wir uns selbst als wichtiger ansehen, wie wir eigentlich sind!

Wir sind nur Gefäße… und nicht mehr!

Wir haben keine Kraft aus uns selbst… und ohne Ihn können wir nichts tun (Joh. 15,5)… also warum nicht diese Wartezeit genießen, indem wir uns willentlich Seinem Warteprozess unterordnen und ihm zustimmen?

In diesem lernen wir eigene Ziele loszulassen… und lernen die unverzichtbaren Voraussetzungen, ohne die im Reich Gottes gar nichts läuft: Geduld und Gehorsam! 

Fühlst du vielleicht, dass du schon so lange gewartet hast? Befürchtest du etwa, etwas falsch verstanden zu haben… in einem Irrtum festzustecken… oder sogar von Gott verlassen zu sein? 

Nun, solange du solche Gefühle hast… musst du wohl noch etwas länger warten! 

In dem Moment, wo du gelernt hast, in allem, wo du heute bist, völlig zufrieden zu sein… dich um das Morgen nicht mehr kümmerst… nur Seine Gegenwart genießt… bist du bereit, um durch den härtesten Prozess zu gehen, den es für einen Menschen gibt… 

5. Umwandlung

Nach der langen Trocknungszeit, fühlt sich das Gefäß nun steinhart an. Es sieht perfekt aus und kann nicht mehr einfach deformiert werden.

Doch obwohl nun in fertiger Form und völlig getrocknet, ist das Gefäß immer noch nicht in der Lage, täglich genutzt zu werden… immer noch ist dieses Gefäß Ton… und wir wissen: Ton ist wasserlöslich!

Die Trocknungszeit hat die Form verfestigt, aber nicht die Substanz verändert. Um dies zu erreichen, muss Ton wieder in Stein verwandelt werden. 

Ton entstand, als Gestein von Wasser fein zerrieben wurde… und somit verwandelte Wasser, den wasserfesten Stein in wasserlöslichen Ton. 

Nun benötigt es Feuer, um Ton wieder in Stein „zurück zu wandeln“. Aus diesem Grund kommt nun das Gefäß in einen Brennofen, der mit sehr hohen Temperaturen, das Gefäß zum Glühen bringt.

Nach dem Brennen, ist es wichtig, das die Temperatur langsam reduziert wir. Ein drastischer Temperaturabfall (z.B. Wasserbefüllung) würde das Gefäß zerreißen, so wie ein Glas zerspringt, was noch heiß, aus der Trocknung des Geschirrspülers kommend, mit kalten Wasser befüllt wird.
Dies ist der letzter Warteprozeß. 

Nach dem Brennprozess wird das Gefäß eher zerbrechen, als seine Form verlieren und du kannst es jahrhundertelang in Wasser tauchen, ohne das es seine Form verlieren wird, so wie es uns antike Amphoren zeigen, die Archäologen aus alten Schiffen im Mittelmeer bergen. 

Plötzlich, nachdem Gottes Wartezeit für uns vorbei ist, finden wir uns in den schwierigsten Situationen und Umständen wieder, die ein Mensch sich vorstellen kann.

Situationen und Vorfälle werden unseren geistlichen Menschen aufs Äußerste – und sogar darüber hinausgehend – herausfordern.

Alles bricht auf einmal weg… und du kommst zum Ende deiner selbst.

Wir rechnen überhaupt nicht damit, dass so was kommen könnte und deswegen sind wir am Anfang geschockt – wenn nicht völlig gelähmt. „Was ist das denn nun?“ stammeln wir in Verwirrung, angesichts dessen, was da alles auf einmal auf uns zustürmt. 

Alles in uns, Körper, Seele und Geist, ist einer unbeschreiblichen Feuerglut ausgesetzt. Nun  ist es so wichtig, dass nicht die kleinste Verunreinigung - nicht ein minimaler Sandanteil im Ton verblieben ist, sonst würde das Gefäß zerreißen. 

Wir hoffen so sehr, dass es bald wieder „kühler“ wird… doch finden heraus: Es wird gar noch heißer! 

Diese Hitze hat den Zweck uns an unser eigenes Ende zu bringen… normale Glaubensvorstellungen überleben diesen Schmelzofen des Leidens nicht… nur ein „Toter in Christus“ schafft es.

Das Feuer wird die Struktur unserer geistlichen Beschaffenheit offenbaren. Sind wir wirklich aus Gott geboren… oder sind wir nur menschlichen Anschauungen gefolgt?

Kennen wir wirklich unseren Meister… oder ist unser Glaube nur gut für Zeiten äußeren Sonnenscheins? Ist unser Leben und Glauben auf den Felsen persönlicher Gotteserfahrung  gegründet… oder ist es nur eine schöne Theorie… eine ohren-kitzelnde, dem Fleisch angenehme Lehrmeinung, die wir aus der Vielzahl, der heute angebotenen Lehren, ausgesucht haben? Ist unser Glaube in der Realität persönlicher Kenntnis Jesu – und enger Nachfolge - gegründet… oder basiert er auf Hörensagen? (Hi. 42, 5)

Alles wird durch dieses Feuer getestet. Nur wer durch Gottes perfekte Prozesse zuvor gelaufen ist, wird die Flamme der Verwandlung durchstehen – alles andere verbrennt! (1.Kor. 3, 13/ 1.Pet. 1, 7/Off. 3,18) 

Dieses Feuer verwandelt uns von vergänglichen „irdischen Gefäßen“ in Gefäße, die nicht mehr von dieser Erde sind.

Nachdem wir im Feuerofen Gottes verwandelt wurden, setzt uns Gott auch nicht sofort ein. Auch wir müssen langsam "abkühlen" - uns an die neue Daseinsform gewöhnen. Auch hier heißt es warten, bis Gott uns in unsere Bestimmung hineinbringt.

Diese Welt (wasser-basiert) kann dich nicht mehr antasten. Du handelst nur noch alleine auf Sein Wort und durch Seinen Geist… völlig unbesorgt über alles was du tun – oder nicht tun – sollst… lediglich das tuend, was du an deinem Lieblingsplatz hören wirst: Zu Seinen Füßen!

Und die Finsternis? Was kann Finsternis dir wohl antun? Die Finsternis hat nur Einfluss auf „wasser-basierte“ Materialien… aber du bist nicht mehr „wasser-basiert“! Dein Wandel ist im Himmel, obwohl deine Füße zeitweilig auf dieser Erde wandeln. Und richtig, Menschen mögen über deine wahre Herkunft nicht Bescheid wissen, aber die Finsternis weiß es! Lies mal Apg. 19, 13-16!

Du bist durch den Prozess der Wiederschöpfung Gottes gegangen und Er wird sich auf deine neue Struktur verlassen, weil du Seine ureigene Schöpfung bist, die Er, von der ersten Skizze an, geplant hat.

Er kennt dich – so wie du Ihn kennst und die Vorhaben des Allmächtigen werden durch diese Original-Gefäße voranschreiten… alle mit demselben Sigel: Gebrannt im Himmel!
 

In Seinem Auftrag 

Wenn jemand Interesse an Tongewinnung und Verarbeitung hat, hier einige YouTube Videos! Leider habe ich keine passenden deutschen Videos gefunden. Sollte jemand etwas Passendes finden, schreibt mir bitte eine E-Mail! Danke! 

Gewinnung/Reinigung
http://youtu.be/mv-6zvI3r4c
http://youtu.be/0BL8bfhZqfk

Trocknung/Verarbeitung
http://youtu.be/sJkTjq5zLws
http://youtu.be/v0nK1VZHwGo

Formgebung
http://youtu.be/aqPRjxXMAyY
http://youtu.be/1yiCVmitk8Y

Trocknung
http://youtu.be/QIUvnfm7ua0

Brennen
http://youtu.be/6R01zB-_K6g


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