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Englische Version


Bare Necessities
- das, was wirklich zählt
Balu
















Ei Gude wie! He, Freude, ich lad euch ein, mich und meinen Kumpel Bagheera mal auf einer uns'rer Touren, mitten im Taunus, zu begleiten! Wir hatten da letztens 'ne gute Diskussion… so gut, dass ich sie einfach euch allen erzählen muss… :-)))!

Als wir so da lang schlenderten, pfiff und sang ich vergnügt mein Lieblingslied… na, ja und Ol’Baggy zog mal wieder seine Grimassen… wie immer, wenn ich es singe:
„Oh, c’mon Baggy… come; get with the beat!”

Als ich fertig war, fauchte Baggy mich an:
„Mann, was für ein dämliches Gewinsel! Musst du immer dieses Lied grölen… geht mir tierisch auf den Keks! Ha, als ob dir die Dinge einfach so in den Schoß fielen… was für'n Scheiß! Solltest dich schon mal was anstrengen, um was Anständiges auf die Beine zu stellen!“ 

„Ach, komm schon, Baggy! He, Kumpel, hör auf so'n Gesicht zu zieh'n, OK! Versteh, dass ist der Song meines Lebens! Das ist all das, was ich in den letzten Jahren durchlebt habe… hab immer das bekommen, was ich brauchte! Versteh mich ja richtig, OK? Ich sagte nicht, was ich mir wünschte, OK… ich bekam, was ich brauchte!“

Bagheera gab mir einen herzhaften Stoß:
„Was hältst du davon; wollen wir zu meinem Haus gehen? Hast du schon mein neues Auto gesehen? Ich könnte dir auch die Bilder vom letzten Urlaub zeigen!“ 

„Hey, gute Idee! Das machen wir! Ich mag's bei dir… und deine Bilder, hab ich auch noch nicht geseh'n!“ 

So gingen wir rüber zu Baggys Haus und nachdem wir alles angeguckt hatten, sagte Baggy:
„Na, Balu, nun sag mir mal, wie ich zu alldem gekommen bin? Meinst du, es ist vom Himmel gefallen… oder wuchs auf den Bäumen da draußen? Du musst schon mal dein Köpfchen gebrauchen, um es zu so was zu bringen… ne, das fällt dir nicht einfach zu! Kostet schon was Schweiß! Das ist der Lauf der Dinge… das ist die nackte Realität… und das solltest du endlich kapieren, Kumpel!“ 

Er schaute mich mit einem triumphierenden Lächeln an. 

„Dann sag mir doch mal, Baggy, wie ich es geschafft habe, all die Jahre zu leben? Habe sogar sieben süße Bärchen großgezogen! Na, und so viel Schweiß hat das nicht gekostet! Wenn ich was brauchte, habe ich einfach dem Großen Chef Bescheid gesagt… und der hat uns gegeben.“ 

„Du und dein Großer Chef! Du machst es dir zu einfach, Balu! Hat nicht der Große Chef gesagt: Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen! (1.Mose 3, 19)“

„Weiß ich, Baggy, das ist der gewohnte Lauf des Lebens… aber ist es das absolute Ideal? Schau mal, der Große Meister sagte, dass dies der Weg der „Ungläubigen“ ist! Er sagte, dass Seine Nachfolger nicht so leben sollten. Er sagte: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Er wollte, dass sie sich um gar nix sorgen sollten… um gar nix, OK? Es geht einzig darum, dem Großen Chef immer und überall zu vertrauen! Diese Dinge sollten ihnen zugefügt werden. Baggy, Er sagte sogar, wenn wir uns um Geld, Häuser, Kinder und das ganze Zeugs sorgen, wir Ihm nicht dienen können. (Matt. 6, 24-34)

„Balu, Balu! Wach doch endlich auf, Kumpel! Schau dich doch mal um! Na, was siehst du? Was ist die Realität, Balu… die Realität, die du siehst?“ 

„Ich seh, dass der Große Chef für mich mehr als 22 Jahre lang gesorgt hat! Habe sieben Bärchen großgezogen… und es geht ihnen allen gut… ja, konnte sogar anderen helfen, die in Not waren! Ich brauchte nie Spenden sammeln und hab nie von Sozialhilfe gelebt!
Ein paar gute Freunde haben mir mal geraten, einen dicken „Spenden-Aufkleber“ auf meinen Rücken zu bappen, aber ich hab’s net gemacht… fühlte mich net wohl dabei… sah mir irgendwie so aus, als ob ich zweifelte, der Große Meister könnte Sein Wort nicht halten. Verstehst du?“ 

„Balu, du bist ein hoffnungsloser Fall! Sag mal, hast du nie Nöte gehabt… ist es dir nie dreckig gegangen?“ 

„Bevor ich dir darauf antworte, sag mir mal zuerst: Hast du in den vergangenen Jahren Schwierigkeiten gehabt?“ 

Baggy war etwas irritiert:
„Na klar hatte ich sie, wie du weißt! Letztes Jahr… hatte ich mein Burnout, weil ich zu viel geschafft hatte… und du kennst auch meine Herzprobleme. Aber… aber…“ 

„Schon gut, Baggy! Natürlich hatte ich auch schwierige Zeiten, wie jeder andere auch. Wenn man nach dem Worte des Großen Chefs lebt, bedeutet das nicht, dass alles sanft und easy läuft… wie manche fälschlicher Weise annehmen.
Ne, es war bestimmt nicht leicht mehr als fünf Jahre am finanziellen Abgrund entlang zu balancieren, bestimmt nicht! Ich war alleine… total alleine! Ja, sogar diejenigen, die sich vorher mit mir über die Versorgung vom Großen Chef freuten, wendeten sich gegen mich… wollten mich davon abbringen nach den Worten meines Großen Meisters zu leben.
Doch ich habe immer Hilfe bekommen! Der Große Chef gab mir kurze Jobs… oder hat Anderen gesagt, dass sie mir von ihrem Überfluss geben sollten. Die hatten gar keine Ahnung von meiner Situation! Trotzdem benutzte der Große Chef sie, auch wenn sie nix wussten!
Weißt du was, mehrmals konnte ich meiner lieben Frau sogar Geschenke machen… du weißt, all den Tingeltangel, den die Mädels so lieben… mit unserem letzten Geld, Kumpel! Der Große Chef hat mich nie enttäuscht!
Nur einmal lies Er es zu, dass ich um Hilfe fragen musste, aber diese ist schon längst wieder zurückgezahlt – sogar mit Zinsen, die ich freiwillig dazutat, obwohl es nicht erwartet wurde!“

Der triumphierende Blick in Bagheeras Augen war verschwunden. Er saß da und starrte auf seine Pfoten… und rutschte von einer Pobacke auf die andere:
„Balu, siehst du nicht, dass du dies alles vermeiden hättest können, wenn du nicht so starr nach den Worten des Meisters gelebt hättest… und einfach mal deinen Verstand gebraucht hättest?“ 

„Baggy, siehst du nicht, dass dein Burnout überflüssig gewesen wäre, wenn du die Worte des Meisters beachtet hättest? Du ruinierst dein Leben… und das völlig überflüssiger Weise! Du musst Herzpillen schlucken, wie du weißt!“

Ich legte meine Tatze auf seine Schulter und merkte, wie er zitterte. Immer noch starrte er auf den Boden.
„Schau mal, der Große Chef hat uns so wunderbare Verheißungen gegeben:
Vergebens ist es für euch, dass ihr früh aufsteht, euch spät niedersetzt, das Brot der Mühsal esst. So viel gibt er seinem Geliebten im Schlaf. (Ps. 127, 2)
Wir lesen, dass wenn wir Ihm folgen, uns schwierige Zeiten und Versuchungen nicht erspart bleiben… aber mir ist‘s viel lieber ich weiß, Er kümmert sich um alles… als das ich alles, allein mit meinen begrenzten Möglichkeiten, selbst schaukeln müsste!“ 

„Aber… aber… Balu, bitte, sag mir die Wahrheit! Hast du dir nie gewünscht ein Haus, oder ein Auto, wie ich zu haben? Wolltest du nie herumreisen und die Schönheiten der Welt genießen?“ 

Ich grinste ihn an:
„Aber na klar, habe ich das! Es ist auch gar nicht falsch sich so was zu wünschen… es ist nur falsch, dies als Lebensziel zu nehmen!
Ich mag dein schönes Haus… liebe es in deinem Wagen zu fahr'n… und habe meinen Spaß mit deinen Bildern und den schönen Plätzen, die du sehen durftest!
Wenn der Große Chef mir sie heute geben würde… hey, ich würde nicht „Nein!“ sagen… bestimmt nicht! :-)!
Aber - versteh mich bitte nicht falsch - ich würde nie mein Lebensziel ändern… dass ich dem Großen Meister nachfolge… und genau an dem Platz bin, wo Er mich im Moment haben will!
Weißt du, was der Prediger sagt? Hör zu:
Denn dem Menschen, der vor ihm wohlgefällig ist, gibt er Weisheit und Erkenntnis und Freude. Dem Sünder aber gibt er das Geschäft einzusammeln und aufzuhäufen, um es dem abzugeben, der vor Gott wohlgefällig ist. (Pred. 2, 26)
Was sagst du nun hierzu? Mensch, das ist so wahr, Baggy! Ja, sogar in meinen Nöten habe ich dem Großen Chef Loblieder gesungen!
Ne, ich möchte nicht mit dir tauschen… niemals! Davon hast du gar keinen Schimmer! Mit Sorgen, wegen deiner Pläne und der unsicheren Zukunft, legst du dich ins Bett. Schwer hast du geschafft und gerödelt und obwohl du denkst, alles richtig gemacht zu haben, kannst du die Dinge nicht genießen, für die du so viel geopfert hast… noch kannst du verhindern, dass sie dir genommen werden!
Du wirst es nicht mögen, was ich dir jetzt sagen werde… aber du bist nur mit dem Geschäft beschäftigt, dass der Große Chef SÜNDERN gegeben hat! Hast Du das gerafft, mein Freund?
Und der Große Meister sagt genau das Gleiche! Er will nicht, dass Seine Nachfolger wie die Sünder handeln… Er will, dass sie anders leben!
Er versprach ihnen, sich um sie zu kümmern… und hier sitz ich neben dir, als der lebendige Beweis… als „Deine Realität“ für diese Wahrheit!“ 

„Aber, Balu, will der Große Chef wirklich, dass wir gar nichts tun sollen… sollen wir alle herumsitzen und darauf warten, dass Er uns versorgt?“

„Oh, Baggy, du kennst den Großen Chef wirklich nicht! Hast du nie Sein Wort gehört? Hast du nie gehört, dass der Große Meister sagte: Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und Seiner Gerechtigkeit… und alle diese Dinge werden euch hinzugefügt werden?
Klar, will Er, dass wir etwas tun… doch nicht mit dem Ziel, ein großes Haus, oder ein Auto zu bekommen!
Er möchte, dass wir für Sein Königreich arbeiten und in Gerechtigkeit leben. Um die anderen Dinge kümmert Er sich, nach Seinem perfekten Plan… und klar, gibt Er uns Jobs, die wir für Ihn zu tun haben!“

„Gilt das wirklich für jeden Nachfolger des Großen Meisters? Ist das nicht vielleicht nur für Bären wie dich?“ 

„Nein, Baggy, das sagte Er zu jedem Nachfolger. Er sagte, dass wir nicht Ihm und dem Geld dienen können (Matt. 6, 24)… und Er sagte, dass wir nur Seine Nachfolger sind, wenn wir tun, was Er sagt! (Lu. 6, 46 / Jo. 8:31) 

„Aber warum macht niemand das, was Er sagt? Es gibt so viele, die behaupten Seine Nachfolger zu sein, aber sie tun nicht das, was der Große Meister sagt.“ 

„Ja, ich weiß… aber warum sollten „andere“ das bestimmen, was du und ich tun sollen? Wir alle müssen einmal vor den Großen Meister erscheinen (2.Kor. 5, 10) und dann hilft es dir nicht, was andere getan – oder nicht getan haben. Er wird nur dich fragen, was du getan hast. Im Fall, dass du nicht Seinen Willen getan hast, werden Ihn deine Häuser, Autos und alle deine schöne Urlaube – auch die Meinung Anderer - nicht beeindrucken. Einzig das Tun Seines Willens zählt! (Matt. 7, 21-23) 

Jetzt bemerkte ich, wie Schweißtropfen auf Baggys Stirn erschienen:
„Balu, das setzt mich jetzt aber ganz schön unter Stress… macht mir ganz schön zu schaffen! Ich merke mein Herz… wie kannst du – als mein guter Freund – mir so furchtbare Sachen sagen?“

„Häääh, was hast du gerade gesagt? Was soll daran schrecklich sein? Für mich sind das gute Nachrichten! Kannste mir mal bitte erklären, wo die Laus juckt, Junge?“ 

„Oh, Balu, siehste das denn nicht? Ich würde so gerne beides haben: Das Wohlwollen des Großen Chefs… und alles was mir hier wert und teuer ist! Wäre doch großartig! Er versorgt mich mit Allem was ich brauch… und meine Wünsche wären auch erfüllt!“

„Vergiss es, Baggy, das geht so nicht! Eines Tages fragte mal jemand den Großen Meister, was er tun müsse um im Reich des Großen Chefs zu leben. Der Meister sagte, er solle alle seine Reichtümer verkaufen und den Armen geben und dann Ihm nachfolgen. Dieser Mann war ziemlich reich und wollte das nicht akzeptieren. Er hat seinen Kopf geschüttelt und ist weggegangen. (Mar. 10, 17-27)
Der Meister sagt sogar, dass alle, die Ihm nachfolgen, sogar ihre Väter, Mütter, Frauen und Kinder hassen sollen… ja, sogar ihr eigenes Leben! Dann sagte Er, wir sollten uns hinsetzen und unsere Rechnung machen, ob wir Ihm wirklich nachfolgen wollen… mit allem, was Er von uns erwartet. (Lu. 14:26-35)
Niemand wird gezwungen, so zu leben… du kannst „Nein“ sagen und es so machen wie der reiche Mann.
Doch wenn du dem Meister nachfolgen willst… und Seine Versorgung erleben möchtest… musst du alles verlassen, um Sein Leben zu bekommen. Da gibt es keinen anderen Weg!“ 

Ich konnte den Kampf sehen, der im Herzen meines Freundes tobte… er konnte es nicht gut verbergen:
„Heißt das, dass ich wie du leben muss, Balu? Müssen wir alle wie Bären leben?“ 

Neee, Baggy, es geht nicht darum, was du machst… es geht darum wonach du trachtest!
Der Große Chef hat für jeden von uns andere Pläne… und wenn du mich nachmachen würdest, wärst du mein Nachfolger… und nicht der Nachfolger des Großen Meisters!
Solltest du mich so gut wie möglich kopieren, würde dir der Meister nur eines Tages sagen: Ich kenn dich nicht!
Das Trachten deines Herzens muss alleine nach dem Meister sein!
Du musst auf Ihn hören… und dann das tun, was Er sagt!
Es gibt da sogar die „Goldene Regel“: Solange du von Ihm nichts Neues hörst, bleib auf deinen vier Buchstaben hocken – dort, wo Er dich zuletzt hinschickte!“
Ahhh, schau mal! Sieh, du bist ein Panther – ich ein Bär! Du kannst Sachen machen, die ich nicht kann – und umgekehrt! Der Große Chef hat uns alle unterschiedlich gemacht… und mich kopieren würde garantiert im Versagen enden, garantiert!
Es ist für jeden von uns wichtig, an dem Platz zu sein, den Er für uns bestimmt hat – und die Dinge zu tun, die Er uns zu tun heißt!


„Aber was passiert, wenn du mal was falsch verstehst, oder 'nen Fehler machst? Das könnte doch verheerende Folgen haben! Woher weißt du, dass du Ihn hörst? Wie sicherst du dich da ab?“ 

„Lass dir eins gesagt sein, so was wie Sicherheit, nach deiner Vorstellung, gibt’s nicht! Wo ist deine Sicherheit wenn du in deinen Wagen springst… um ihn an der nächsten Ecke zu crashen? Klar, hättest du es vorher gewusst, hättest du einen anderen Weg genommen, richtig? Aber sieh, du weißt eben nicht, was Morgen kommen wird und deswegen kannst du dein Leben nicht gegen alle Risiken absichern!
Du denkst genau wie der Mann, von dem uns der Große Meister erzählt:

Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen.
Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle.
Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte
und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut!
Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast?
So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott. – Lu. 12:16-21

„Yep, Baggy, ich weiß ich werde Fehler machen… ja, ich bin schwach! Ich kann dir keine Garantie dafür geben, dass du mich Morgen nicht mit 'nem blauen Auge finden wirst.
Aber das juckt mich nicht… so ist das Leben eben! Du ruinierst dich doch selbst mit deiner blöden Kontrollsucht… du kannst nicht alles kontrollieren! Darum lern besser mal Vertrauen, altes Haus!
Entspann Dich, Junge! Komm, lass mal die Seele in meinem Garten baumeln… und ich werd dir von meiner „Sicherheit“ erzählen!“ 

Bagheera schaute mir konzentriert ins Gesicht, als ich ihm, geradewegs in die Augen blickend, sagte:
„Schau, Junge, du kannst es nicht vermeiden Fehler zu machen… niemand kann das! Aber wie war das damals, als wir klein waren? Haben wir uns um Gefahren und Fehler den Kopf zerbrochen… haben wir uns gesorgt, wir könnten stolpern und hinfallen, als wir das Laufen lernten?
Neee, natürlich nicht, richtig? Obwohl wir sehr oft mit den harten Fakten Bekanntschaft machten, haben wir nie aufgegeben… und so haben wir das Laufen gelernt!
Schau, das ist eine Regel vom Großen Chef: Gib nie auf! Wirf nie die Flinte ins Korn! Immer wieder aufsteh'n… und weiter geht’s!
Mensch, wie oft sind wir heulend mit unseren Plessuren zu unseren Mammas gerannt. Haben die uns je ausgeschimpft… uns ermahnt, mit dem Laufen lernen aufzuhören???
Neee, ham’se nicht! Sie haben uns auf den Schoß genommen… uns einen lieben Kuss gegeben… und uns dann ermutigt, weiter das Laufen zu üben, oder etwa nicht?
Und genauso macht es der Große Chef mit unseren Fehlern, oder wenn wir mal daneben liegen… mal was falsch verstanden haben, bei unserem Bemühen, Seinen Willen zu tun.
Er sagt sogar, dass der Gerechte sieben Mal am Tag hinfällt und wieder aufsteht! (Spr. 24, 16)
Er ist wie unsere Mammas! (Jes. 49, 15-16)
Er ist sogar viel besser als unsere Mammas! Er hat einen Plan für unser Leben gemacht… und wacht darüber, dass alles genau nach Plan geschieht! (Ps. 139, 16 / Jer. 29, 11-14)
Wir sind Sein Augapfel! Und wie du auf deine Augen aufpasst, so passt Er auf uns auf. (Ps. 17, 8 / Sach. 2, 12)
Das bedeutet natürlich nicht, dass wir in Zukunft keine „Kratzer“ mehr bekommen, aber so wie unsere Mammas auf uns aufpassten, so wird Er uns vor allen Gefahren bewahren, die Seine Pläne mit uns gefährden würden… ne, nicht unsere Pläne! Seine Pläne, OK?
Schau, ich weiß nicht, was Morgen kommen wird… weiß auch nicht, was für Fähigkeiten benötigt werden, um durchzukommen… aber ich vertraue DEM, der alle meine Tage kennt. (Ps. 37, 5)
Weißt du, was der Große Meister Seinen Nachfolgern sagte… hey, das musst du dir anhören: 

Wenn sie euch aber wegführen und ausliefern werden, so sorgt nicht im Voraus, was ihr reden sollt und überlegt es nicht vorher, sondern was euch zu jener Stunde gegeben wird, das redet! Denn nicht ihr seid es, die reden, sondern der Heilige Geist. – Mark. 13, 11 

Siehst du es? Er will, dass sie sich um keine zukünftigen Dinge sorgen sollen… und es geht nicht nur um das Reden allein… es geht um alles! Er versorgt uns mit Allem!
Oh, Baggy, ist das nicht wunderbar? Wir haben kein Versprechen, dass alles nach unseren Wünschen läuft… aber wir können uns in dem Wissen entspannen, dass wir Sein Eigentum sind… und das Seine Pläne mit uns auf jeden Fall geschehen werden! Ich wünschte, ich könnte dir die Freude und den Frieden zeigen, den ich habe!
Ich brauche nichts mehr zu kontrollieren… brauch nichts mehr zu sichern und schützen… ICH BIN SICHER! Sicher in Ihm!
Du kannst darauf wetten, dass du und ich versagen werden… aber Er versagt nie! Er hat sogar Seinen Engeln befohlen, über uns zu wachen! (Matt. 4, 6)
Nur über eines müssen wir uns im Klaren sein: 

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr;
sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. – Jes. 55, 8+9 

Er ist immer gut für Überraschungen… oh, ja, das ist Er! Darum müssen wir flexibel sein und mit der Bewegung Seines Geistes mitgehen!
Doch in allen Überraschungen… manche hab ich zuerst gar nicht gemocht… habe ich gelernt: Er weiß es am besten!
Ich habe sogar gelernt, Ihm Dank für alle Notzeiten zu geben, obwohl ich da noch nicht wusste, wie es enden wird. Ich habe gelernt Ihm total zu vertrauen… und bis heute hat Er mich noch nie verlassen!“ 

Jetzt konnte ich ein Lächeln auf Baggys Gesicht erkennen:
„Oh, Balu, jetzt sehe ich es! Ich hatte so total falsche Vorstellungen hier! Ich dachte immer, es kommt auf’s Tun an… dabei geht es ums Sein! Mein Fokus war immer auf mir… und alles was ich tun und erreichen wollte, natürlich! Ich, ich, ich… alles drehte sich immer um mich! Nie war es mir möglich, mich so wie du zu entspannen… und dein Liedchen raubte mir den letzten Nerv!
Vielen Dank, dass du mir dein Herz offenbart hast! Nun sehe ich es! Nun endlich weiß ich, was der Große Chef im Sinn hatte, als Er mich machte! Er ist wirklich alles, was ich brauche! Ich brauch nur Ihn!“ 

Damit „eure“ Herzen ermutigt werden, in Liebe zusammengeschlossen und mit völliger Gewissheit im Verständnis bereichert werden, zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, des Vaters, und des Christus, in welchem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind. – Kol. 2, 2+3

„Richtig, Baggy! Es geht darum im Großen Meister zu sein. Ohne Ihn ist alles, was wir tun, umsonst… egal, was es auch ist! Es zählt nicht! Ja, Er sagt, dass wir ohne Ihn gar nichts machen können! (Jo. 15, 5)
Eines Tages, war Er bei Seinen Freunden eingeladen… und das Folgende spielte sich ab:
Seine Freundin Martha riss sich fast die Beine aus, um das beste Futter auf den Tisch zu bringen. Während sie herumdüste, wurde sie immer frustrierter, weil ihre Schwester die ganze Zeit – selbstvergessen - zu Meisters Füßen sitzend, Seinen Worten lauschte… während sie allein in der Küche herumrödelte.
Auf einmal platzte ihr der Kragen… und, ja, sie war sogar auf den Meister sauer! Warum sagte Er ihrer Schwester nicht, sie solle ihr gefälligst helfen? Und so fuhr sie Ihn an:

Herr, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt? Sage ihr doch, dass sie mir hilft!
Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles.
Eines aber ist Not. Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden! – Lu. 10, 40-42

Hier unterbrach Bagheera mich:

„Das versteh ich nun sehr gut! Vor Ihm sein, Ihm den Vorrang vor den „Notwendigkeiten der Welt“ zu geben, ist besser als rund um die Uhr zu schufften… sich total verausgabend, nur um meine Ziele - auf meine Weise - durchzudrücken!“ 

„Richtig, Baggy, der Große Meister sagte, dass wir nicht vom Brot allein leben, jedoch von jedem Wort, was der Große Chef spricht. (Matt. 4, 4)
„Brot“ kannst du jetzt durch alles ersetzen, was wir so benötigen hier auf dieser Erde… was für unser Leben wichtig ist: Futter, Wasser, Geld, Häuser, Autos, Gesundheit, Wohlstand, Freunde usw.
Für Nachfolger des Großen Meisters ist das keine „Notwendigkeit“ mehr… es gibt für sie nur eine Notwendigkeit… eines, was sie unbedingt haben müssen: Das Wort des Großen Chefs!
Wo kannst du diese wichtigen Worte hören? Richtig, zu den Füßen des Großen Meisters! An diesem Platz bekommst du alles, was du brauchst:
Belehrung und Aufträge, Trost in schwierigen Zeiten, Kraft, Friede und Freude!
Erinnere dich daran, dass durch die Worte des Großen Chefs das ganze Universum erschaffen wurde… allein durch die Kraft Seiner Worte!
Alles… auch das was dir unmöglich scheint… ist Seinen Worten möglich. Er spricht und Seine Worte werden Realität… nicht ein Wort versagt. (Jes. 55, 11)
Was brauchen wir nun? Den Verstand unseres Kopfes… die Kraft unserer Arbeit? Oder Ihn an unserer Seite?
Wir dürfen lernen, mit all dem völlig zufrieden zu sein, was der Große Chef uns gibt… denn in Ihm ist alles, was wir brauchen!
(1.Tim. 6, 6-10)“ 

„Weißt du was, Balu, ich seh nun, dass ich das auch tun kann! Ich kann heute damit anfangen, nach dieser "Notwendigkeit" zu leben, stimmt’s?
Warum sollte ich nicht das aufgeben, was ich sowieso nicht behalten kann… um das zu gewinnen, was niemand mir nehmen kann?

Jetzt versteh ich, warum du dieses alte Liedchen so magst!
Das war unser bestes Gespräch, was wir je hatten! Mag dich, alter Brummbär!“ 

… und damit schnappte ich mir eine Gitarre und wir sangen zusammen… ein paar süße, kleine Vögelchen sangen mit uns:


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