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Englische Version


Transformation God's Style
Markus Piercy-Reins
















Viele Gläubige äußern ihren Herzenswunsch nach Veränderung. Wenn sie ihr Leben betrachten, fällt es ihnen oft schwer, die Frucht des Geistes Gottes zu finden. Erschüttert über das, was sie sehen, bestürmen sie Gott, sie doch in Sein Bild umzugestalten… und das, am besten so schnell wie möglich!

Sie haben eigentlich keine Idee davon, um was sie Gott hier bitten - doch irgendwie die Vorstellung, Gott würde einfach mit den Fingern schnipsen und sie wären im Nu verwandelt.

Wenn sie wüssten, dass sie Gott darum bitten, Schmerz, Nöte und irritierende Ereignisse in ihr Leben zu senden, weiß ich nicht, wie viele Ihn dann noch um Veränderung bitten würden. 

Ich spreche hier nicht über oberflächliche, halbherzige und weltlich gesinnte Gläubige, sondern über diejenigen, die Jesus mit ihrem ganzen Herzen lieben und wollen, dass Er in ihrem Leben verherrlicht wird.

Es ist ihnen ernst mit der Jesus-Nachfolge, doch haben sie einfach kein Wissen über das Erneuerungswerk Gottes und wie es sich in ihrem Leben zeigen wird. Das wird in den heutigen Kirchen und Gemeinden nicht mehr gelehrt… und deswegen liegt ein ziemlich holpriger Weg vor ihnen, wenn Gott ihre Bitten erhört und Sein Werk an und in ihnen beginnt. 

Am Anfang unseres Weges mit Gott, werden wir vom Heiligen Geist über unsere absolute Verlorenheit überführt. Unser ganzes Versagen und unsere Gebundenheiten stehen uns klar vor Augen und wir rufen Gott um Gnade und Vergebung unserer Schuld an. Wir bitten den Herrn um Heilung und um ein neues Herz – ein Herz, erfüllt mit Seinem Heiligen Geist. 

Nachdem wir von Gott neues Leben empfangen haben, müssen wir lernen im Glauben zu wachsen, geistlich gesinnt zu sein und den Regungen unseres Fleisches zu widerstehen, das sich immer noch ziemlich deutlich bemerkbar macht. 

Unter allem, was wir zu lernen haben, ist eine Lektion von besonderer Wichtigkeit: Die Unterscheidung zwischen den korrigierenden Worten des Geistes Gottes und den Anschuldigungen des Feindes unserer Seelen.

Dieser ist durchaus clever genug, sich hinter Bibelversen zu verstecken und uns an vergangene Fehler zu erinnern. Doch trotz aller trickreichen Künste, hilft uns der Heilige Geist zu unterscheiden zwischen: Seiner Korrektur, die uns immer Hilfe und Befreiung geben wird – und den Worten des Feindes, der uns in einen Teufelskreis führen will, welcher in Depression und Gebundenheit enden wird. Diese äußerst wichtige Lektion muss jeder Gläubige lernen.
Gerne nehmen wir Hinweise an und unterordnen uns willig der Korrektur Gottes. Ja, wir bitten Ihn sogar darum, dies noch viel mehr zu tun! Doch nicht jede „Offenbarung“ ist von Gott und wir müssen lernen, die zu uns sprechende Stimme zu unterscheiden. Es ist so wichtig, dass wir dies lernen - doch mit Kummer muss ich feststellen, dass die offensichtliche Realität unter heutigen Gläubigen überhaupt keine positiven Ergebnisse zeigt. Nur eine Minderheit hat diese Lektion - gemäß dem Heiligen Geist - gelernt. 

Die Resultate sind offensichtlich… und sie beweisen den „Lehrer“, der uns unterwiesen hat. 

Wahrer Sieg und Veränderung kommt nur von Gott, doch niemals wenn wir auf einen „Engel des Lichts“ gehört haben. Ja, wir mögen anfänglich von sehr erhebenden Emotionen bewegt werden… doch nur, um letztendlich mit einem verwirrenden Kater zu erwachen: Es war nur eine Illusion!

Wir finden uns in einer, unser Leben lähmenden, Depression wieder… oder das andere Extrem: Auf ständiger Hetzjagd nach neuen „geistlichen Erlebnissen“, die uns wieder hoch-pushen. Diese benutzen wir wie Drogen, um unsere erbärmliche Lebensrealität zu betäuben. 

Neben diesem, gibt es auch eine „gesetzliche Einstellung“ – und das Gegenteil „die große Freiheit“. Beide sind der Beleg dafür, dass wir nicht auf den Geist Gottes und Seine Stimme gehört haben. 

Doch lasst uns nun mit der positiven Entwicklung fortfahren, die wir im Leben eines Gläubigen sehen werden, welcher der richtigen Stimme folgen wird. 

Dieser Gläubige wird Veränderung und Sieg in seinem täglichen Leben erleben. Er wird lernen, im, von Gott verordneten, täglichen Glaubenskampf erfolgreich zu bestehen. Sein Glaube wird wachsen und seine Liebe zu seinem Erretter wird zunehmen, je mehr er die Gegenwart Gottes in Seinem Leben sieht. Mit dieser Liebe kommt der natürliche Wunsch, Ihn noch viel mehr zu verherrlichen und somit wird eines Tages das Gebet kommen:
„Herr, verändere mich! Ich möchte, dass Jesus mehr durch mich sichtbar wird – dass die Frucht des Geistes Gottes in mir wächst!“ 

Wie ich schon zu Anfang sagte, haben wir keine Ahnung davon, um was wir Gott hier bitten, aber da es eine Bitte ist, die Sein Geist in uns hervorgebracht hat, kannst du darauf wetten, dass Gott diese Bitte nicht versagen wird! Wir wissen ja aus Gottes Wort, dass wir die Bitten schon haben, die wir nach Seinem Willen erbitten. (1.Joh. 5, 14) 

Um nun dieses Werk in uns zu tun, hat Gott keine andere Wahl, als die tiefen Wurzeln des Menschseins offenlegen.

Es bedarf keiner langen Liste – sie sind: Verlassenheit, Furcht, Stolz, Begierde und die Regungen des Körpers. 

Gott muss sehr tief in uns „hineingraben“ um sie zu offenbaren, bevor Er sie entfernen kann… und ganz klar, das ist nicht „Glory, Hallelujah!“. Das tut sehr weh!

Gott wird es zulassen, dass wir durch Situationen gehen müssen, die uns die Realität unserer verdorbenen, sündigen alten Natur neu vor Augen malen… und dies ist zu Beginn sehr irritierend. 

Wir haben gelernt, dem „Ankläger der Brüder“ zu widerstehen, welcher uns unter Selbstverdammnis bringen möchte. Wir lernten ihm mit dem Wort Gottes auf den Lippen Widerstand zu leisten, indem wir die reinigende Kraft des Blutes Jesu proklamierten, das uns von aller Unreinheit reinigt.

Doch nun, wenn auf einmal all diese Hässlichkeit wieder vor unseren Augen steht – funktioniert das nicht mehr!

Obwohl wir zuerst versuchen werden es wegzuschieben (weil wir Gottes Werk hier missverstehen), werden wir feststellen: „Es ist immer noch da! Warum kann ich es nicht mehr im Namen Jesu vertreiben? Warum? Habe ich den Geist Gottes betrübt, ohne, dass ich davon weiß? Hat Gott mich verlassen?“

Ja, manche fragen sich sogar irritiert und verwirrt: „Geht es jetzt wieder um die Anfänge des Glaubens?“ 

Gedanken wie diese, sind sehr gewöhnlich für jeden Gläubigen, in dem Gott Sein Werk der Erneuerung beginnt.

Doch weil es heute nicht mehr gelehrt wird, kennt niemand mehr die wunderbare Wahrheit: Es ist Gott! Es ist Gottes tiefstes Werk an mir! 

Wir müssen lernen, dass es diesmal nicht der Feind ist – sondern das Werk, worum wir Gott gebeten haben, es in unserem Leben zu tun. 

Zum besseren Verständnis: 

Zuerst kommt der Prozess der Reinigung/Errettung 

Der Geist Gottes überführt uns von unserer Sünde und wir bekennen sie vor Gott. Das Blut Jesu wäscht uns von aller Schuld, zerbricht unsere Bindungen und setzt uns frei. Wenn wir wiedergeboren werden, empfangen wir ein neues Herz, das mit dem Geist Gottes erfüllt ist.

Aber aus dem Wort Gottes wissen wir, dass wir trotzdem noch etwas brauchen: Die Verwandlung in Sein Bild (Heiligung). 

Danach kommt der Prozess der Verwandlung/Erneuerung 

Dieser Prozess benötigt eine wichtige Voraussetzung: die Wiedergeburt! Wir müssen in der Lage sein „im Geist zu wandeln“ um uns Gott nahen zu können. Die Reinigung allein reicht hierfür nicht aus! Wir brauchen die Fähigkeit, in der geistlichen Welt sehen, hören und empfinden zu können, weil Gott eben Geist ist.

In 2. Kor. 3, 18 lesen wir, dass der Vorhang zerrissen ist und wir nun freien Zugang zum Allerheiligsten haben – der direkten Gegenwart Gottes. Indem wir Seiner Heiligkeit ausgesetzt sind, werden wir in Sein Bild verwandelt.

Gott ist Geist und wir können Ihm nur im Geist nahen. Jesus hat es uns so gesagt. (Joh. 4. 24)

Wenn wir nun Ihm nahen, finden wir nun auf einmal, dass unsere „alten Fehler“ wieder „auftauchen“… jedoch nicht, damit wir sie erneut bekennen! Sie sind vergeben… und selbst Gott erinnert sich nicht mehr an sie.

Es geht jetzt um die Ursache: Was war der Grund für unser Verhalten oder Rede? Welche „Wurzel“ löst die Reaktionen in uns aus, die wir später bereuen?

Gott nutzt unsere Vergangenheit – und längst vergebenen Fehler – um es uns leichter zu machen, Seine Lektionen zu verstehen.

Diesmal ist Sein Fokus nicht auf Errettung… nein, diesmal geht es Ihm um revolutionäre Erneuerung!

Er möchte die tief versteckten Ursachen offenbaren und ausreißen, die uns dazu bringen so zu sein, wie wir sind.

Es geht Ihm um radikale Veränderung… Veränderung, die keinem Menschen selbst möglich ist! Er möchte uns so komplett umgestalten, dass wir eine völlig neue Person werden… obwohl unser äußeres Aussehen gleich bleiben wird. 

Eigentlich, haben wir doch deswegen gar keinen Grund verwirrt, durcheinander oder gar depressiv zu sein! Findest du nicht auch?

Genau betrachtet, ist das doch ein sehr guter Grund, um Gott zu preisen... Ihm dankend, dass Er Sein Werk der Umwandlung in uns tut! 

Ich kann dir nicht sagen, was für eine Befreiung es für einen Gläubigen ist, wenn er hier klar sehen kann. Wenn wir Gott danken und Ihn für Seine Erneuerung preisen, ist dies eine mächtige Waffe, die Niedergeschlagenheit und Verwirrung in Luft auflöst! 

Gott für Sein Werk zu preisen – und Ihn bitten, es fortzusetzen – ist solch ein mächtiger Durchbruch, dass Satan und die ganze Hölle das „große Hosensausen“ bekommen.

Sie wissen nur zu gut:
Wenn Gott Sein Werk an uns beginnt, ist das eine todernste Angelegenheit für sie! Ihr letzter Ausweg ist es nun, uns im Dunkeln über der Tatsache zu lassen, dass es Gottes Werk ist. Stattdessen sollen wir glauben, es sei ihr Werk (Anklagen wegen längst vergebener Fehler), um uns dazu zu bringen, das Werk des Geistes Gottes in uns zu behindern, oder gar abzulehnen. 

Sie wissen, dass das Werk, das Gott hier tut, eigentlich für uns ganz einfach ist. Nein, absolut nichts, was wir zu tun hätten!

Für uns geht es nur darum, Gottes Werk in uns zu akzeptieren und anzunehmen. Er wird dann die Veränderungen hervorbringen. 

Siehst du nun, wie wichtig es ist, dieses Werk Gottes in dir zu kennen? Es ist der Prozess Gottes, den Er benötigt, um uns zu „entprägen“… der Umgestaltungsprozess Gottes hin zu Seinem Abbild! Wahres Leben – eine Neuschöpfung Gottes!

Das Alte wird vergehen… ein für alle Mal! Wir werden uns später sogar nicht mehr daran erinnern! Ja, es ist so, als wären wir nie „anders“ gewesen… eine komplett neue Schöpfung!

Als der Herr mich hieß, über Sein Werk der Umgestaltung/Erneuerung zu schreiben, bat ich Ihn um Seine Salbung und Hilfe und besonders, um die richtigen Beispiele, die das Verstehen einfacher machen.

Als ich das so vor Ihm bewegte, kam mir eine Schwester in den Sinn… und ich wusste, Gott würde mir ein frisches Beispiel aus erster Hand geben, um Sein herrliches Werk zu bezeugen. Also, mach dich bereit, unseren Gott in Aktion zu erleben :-)! 

Ich mag einfach intelligente Leute und diese Schwester ist so jemand – eine smarte Frau, mit dem Herzen am richtigen Fleck.

Als sie ihr Leben Jesus übergab, konnte man die Veränderungen deutlich sehen und sie bekam ein brennendes Herz für Jesus. Dazu kam eine ganz enge Beziehung zum Herrn – lebendiger Austausch: Sie sprach mit Ihm – und Er sprach mit ihr.

Es bereitete mir immer eine Herzensfreude zu hören, was sie wieder mit dem Herrn erlebt hatte, wenn wir uns trafen oder telefonierten. 

Eines Tages erzählte sie mir von einem Problem, welches sie ziemlich frustrierte. Lange hatte sie darüber gebetet, aber es gab keine Veränderung!

Sie nahm es nicht leicht und wusste klar, dass es nicht gut war und so nahm sei einen entschiedenen Standpunkt dagegen ein. Doch, trotz aller Bitten, gab es keine Veränderung.

Hörte Gott sie nicht? Machte sie eventuell etwas verkehrt hier… etwas, wovon sie noch keine Ahnung hatte? Und deswegen rief sie mich an 

Als Kind hatten sich ihre Eltern scheiden lassen und sie hatte keine Chance, diesem traumatischen Erleben zu entkommen.

Es gab keine Möglichkeit zu verhindern, dass ihr kleines Herz von diesem quälenden Erlebnis tief geprägt wurde und sie veränderte, ohne, dass sie es wusste. 

Viele Jahre später, hatte sie sich dann in ihren Mann verliebt und geheiratet… und wiederum ein paar Jahre später, wurde sie eine wunderbare Frau Gottes. 

Sie hatte schon vorher unter diesem Problem gelitten – es startete kurz nach ihrer Heirat – aber nie darüber geredet, weil sie es nicht als so wichtig ansah.

Doch nun, nachdem Gottes Geist in ihr wohnte, änderte sich ihre Einstellung – der Geist Gottes akzeptierte es nicht mehr länger! 

Was war ihr Problem? 

Obwohl sie eine gute Ehe hatte, wurde sie von starken Ängsten und Gedanken gequält, ihr, sie liebender Ehemann, könnte sie eines Tages verlassen, wie ihr Vater ihre Mutter verlassen hatte.

Mit ihrem Verstand – sie kann sehr gut selbst-reflektiert denken – schob sie diese Ängste zur Seite, sich sagend: „Das ist absoluter Quatsch… einfach lächerlich! Da ist kein Funken Wahrheit in diesen Ängsten! Mein Mann hat mich sehr lieb… und es gibt nicht das geringste Anzeichen davon, dass er mich eines Tages verlassen könnte… er ist verrückt nach mir! Was sollen nur diese blöden Gefühle in mir?“ 

Sie war ärgerlich über sich selbst, aber alles mentale Überlegen – und auch die widerlegende Wirklichkeit – konnten diese tiefen Gefühle in ihr nicht stoppen. 

Sie widerstand diesen Gedanken im Namen Jesu, weil sie merkte, wie sie ihre Beziehung langsam vergifteten. 

Bedingt durch seinen Beruf kam ihr Mann unregelmäßig nach Hause, weil er in verschieden Orten Automatiktüren einbauen und warten musste. Es kam oft vor, dass er auch später nach Hause kam, oder in Hotels übernachten musste, wenn er in entfernt gelegenen Städten arbeiten musste. Das alles war natürlich „Dünger“ für diese quälenden Gedanken.

Obwohl sie sich sehr beherrschte, konnte sie es doch nicht ganz verhindern, dass die Realität ihrer Ängste durch ihre Augen strahlte und die Art und Weise beeinflusste, wie sie ihn begrüßte, wenn er endlich nach Hause kam. 

Siehst du, welch zerstörerischen Einfluss eine negative „Prägung“ auf ein Leben haben kann? Siehst du, wie diese „Prägung“ eine wunderbare Beziehung zerstören kann, obwohl es eigentlich keinen Grund dafür gibt, dass sie überhaupt zerstört werden müsste?

Siehst du, wie diese Ängste zu ungerechtfertigten Fragen und Handlungen führen könnten, die einen liebenden Ehemann in eine Ecke drücken, die er überhaupt nicht verdient?

Kannst du dir vorstellen, was in seinem Herzen ablaufen wird, wenn er eines Tages von den Ängsten seiner Frau erfahren sollte, nachdem er sich fragte, warum sie so seltsam ist? Wie dies, völlig unnötig, seine echte Liebe zu ihr verletzen könnte? 

Wie ich schon sagte, ist sie eine sehr intelligente Frau, mit der Fähigkeit der selbst-kritischen Betrachtung und deshalb wusste sie: „Ich bin verkehrt hier! Er verdient das nicht… und mein Problem hat das Potential unsere Ehe zu zerstören! Ich will das nicht! Ich liebe ihn… und er liebt mich!“ 

Doch bewirkte diese wahre Einschätzung nur, dass sie unter noch mehr Stress kam. Sie wollte nicht, dass ihre Ehe durch diese unbegründeten Ängste gefährdet würde.

Klar stand alles vor ihr, doch obwohl sie Gott bat, sie zu befreien… obwohl sie diesen Gedanken im Namen Jesu befahl zu weichen… verfolgten diese Ängste sie fast jeden Tag. 

Es gab auch keine „versteckte Sünde“, die Gott hindern würde, ihr zu helfen… es gab nur die brutale Prägung, durch die Scheidung ihrer Eltern, von der sie Keine Ahnung hatte, bis sie selbst heiratete. 

Als sie mir an diesem Tag davon am Telefon erzählte, brauchte ich nicht Satan im Namen Jesu zu binden, damit sie frei wurde.

Ich sagte ihr einfach, dass sie aufhören sollte, selbst dagegen zu kämpfen und es als Tatsache in ihrem Leben zu akzeptieren. Ich sagte ihr, sie solle sich nicht darum kümmern, wie diese Angelegenheit aus ihrem Leben verschwinden kann… weil sie nicht mehr sich selbst gehört!

Alles was sie nun ist und was sie besitzt gehört nicht mehr ihr, sondern Jesus! Seit dem Tag, als Jesus Herr ihres Lebens wurde, gehört ALLES Ihm… ja, ALLES!

Deswegen ist es jetzt Seine Aufgabe alles in ihr zu entfernen, was Ihm an ihr nicht gefällt. Ich sagte ihr, dass Gottes Wort wahr und gültig ist… und das nicht nur bezüglich der Verheißungen Gottes, sondern, weil wir „Sein Augapfel“ sind, uns alles – alles ohne eine Ausnahme – egal, ob wir es auch als „schlecht“ beurteilen mögen, zum Besten dienen muss. Es kann gar nicht anders sein! 

Also, warum nicht den Herrn über ihre Ängste preisen? Warum nicht Ihm den Dank dafür geben, dass Sein perfekter Plan mit ihr, auf jeden Fall erfüllt werden wird?

Warum nicht einfach die Augen von all dem abwenden, was sie in der „sichtbaren Welt“ vor sich sieht und stattdessen es mit Augen des Glaubens betrachten? Warum nicht dem Vater im Himmel vertrauen, dass Er sich um alles kümmern wird, was sie braucht?

Warum sich um „unsere“ Veränderung kümmern, wenn Sein Wort sagt, dass es der Weingärtner ist, der die Reben reinigt? 

Sie war einen Moment stille, nachdem ich ihr das gesagt hatte… niemals war so ein Gedanke ihr vorher gekommen. Sie hatte gehofft, ich würde ihr zeigen, wie sie diese Bindung loswerden könnte… alle ihre Gedanken drehten sich nur darum, endlich davon frei zu werden.

Wie Naaman war sie etwas verwirrt, dass ich nicht die Reaktion zeigte, die sie erwartet hatte… mit ihr beten, die Bindung im Namen Jesu brechen usw. 

Aber sie ist eine Schlaue… mit dem Herz auf dem richtigen Fleck. Nach einer Weile sagte sie:

„Eigentlich hast du Recht, Markus! Das ist das einzig Logische zu tun, wenn ich Gottes Wort ernst nehme… aber sag mal, wie, um alles in der Welt, bist du auf diese Idee gekommen???

Niemand, den ich kenne, wäre je zu diesem Schluss gekommen! Sie hätten wohl eher eine Gebetskette, oder ein Fasten initiiert, damit ich frei werde… aber Gott Dank sagen??? Oh, Mann!“, an diesem Punkt musste sie lachen. 

Wir haben dann noch zusammen gebetet… und danach niemals mehr über die Sache gesprochen. 

Heute Morgen, als ich mein Schreiben vor Gott bewegte, huschte ein kurzer Gedanke durch meinen Kopf:
„Warum sie nicht einfach anrufen? Warum sie nicht danach fragen, wie das ganze geendet hat? Das wäre doch ein gutes, frisches Beispiel aus erster Hand für die Wahrheit Gottes!“ 

So rief ich sie an, bevor ich mit dem Schreiben hier begann… und so ging es weiter: 

Ich erzählte ihr, dass ich ihre Hilfe bräuchte, um Gottes Handlungsweise und fundamentale Wahrheiten, so klar wie möglich, darzustellen. 

Freudig stimmte sie zu mir zu helfen… sich wundernd, was nun kommen würde. 

Mehr als 14 Jahre waren seit dem Telefonat vergangen und ich fragte sie, ob sie sich noch an ihr großes Problem und unser Telefonat von damals erinnerte. 

Ihre Reaktion:

„Uff! Waaarte mal! Ich kann mich kaum erinnern… habe ich wirklich so gefühlt? Ja, jaaa… wenn ich so darüber nachdenke… ja, stimmt, du hast Recht! Aber habe ich wirklich so gefühlt???... ich kann das gar nicht mehr nachempfinden… das ist sooo weit weg… und ist so „gar nicht ich“!

Markus, glaub mir, ich habe hier echt Schwierigkeiten. Ich erinnere mich nun… aber es ist nicht mehr in mir vorhanden! Ich kann überhaupt nicht mehr nachvollziehen, wie ich jemals so fühlen konnte… da gibt es absolut nichts mehr in mir… absolut nichts! 

Lachend sagte ich ihr: „Preis dem Herrn! Wenn du wüsstest, welch perfektes und authentisches Beispiel du gerade mit diesen Worten bist! Du bist der heutige Beweis für Gottes vollkommenes Erneuerungswerk in uns! Er hat dich so vollständig erneuert… und hat dies so perfekt gemacht… das du so bist, als wärest du nie von diesem Albtraum gequält worden!“ 

Nun kapierte sie worum es ging und rief:
„Mensch, Markus! Ich habe nie daran gedacht… ja, du hast so Recht! Schau mal, ich habe Ihm sogar vergessen für dieses Wunder Dank zu geben… weil es mir nie wieder in den Sinn gekommen ist! Ich wurde so perfekt erneuert, dass ich nichts von diesem Erneuerungswerk spürte… und deswegen gab es für mich gar keinen Grund, Danke zu sagen – weil es einfach vollkommen verschwunden war!

Vielen Dank, dass ich dir heute „helfen“ durfte und dass du mich angerufen hast! Ich werde dem Herrn nun das Lob bringen, was ihm gebührt… und ich bitte um Seinen Segen für den Auftrag, den du tun sollst! Was für einen wunderbaren Gott wir doch haben! Er hat mich neu gemacht… völlig und vollständig!“ 

Danach fielen ihr noch so einige „Riesen“ der Vergangenheit ein, die Gott einfach, still und leise in Luft aufgelöst hatte… und natürlich hatte sie auch dort vergessen Ihm zu danken :-)! 

Du siehst, dieser Artikel hat auf jeden Fall eine liebe Schwester sehr glücklich gemacht :-)! 

Ich kann noch mehr Beispiel bringen – sowohl positive als auch negative.

Zum Beispiel ein Bruder, der völlig unnötig mehr als zehn Jahre litt, nur weil er nicht Gottes Werk vertrauen konnte und stattdessen versuchte, sich selbst zu ändern. Wie eine tibetische Gebetsmühle habe ich ihm die ganze Zeit dieselben einfachen Wahrheiten gesagt – bis vor ein paar Monaten, wo er seinen Durchbruch erleben durfte und anfing Gott mehr als seinem Verständnis zu vertrauen.

Oder ein frisch verheiratetes junges Paar. Beide schwer „verprägt“ von den Flüchen ihrer sündigen Vergangenheit. Das Scheitern ihrer Ehe, als ziemlich sichere Sache vor Augen, ergriffen beide Gottes angebotene Chance. In diesem Moment wurde Gottes Kraft aktiviert. Depression, tiefe Flüche und Bindungen, die auf beiden gelegen hatten, wurden in einem Moment gebrochen. 

Ja, wenn Gott Sein Erneuerungswerk in uns tut, merken wir es meistens gar nicht! 

Wenn wir „geprägt“ werden hinterlassen äußere Geschehnisse ihren Eindruck auf uns. Oft sind es traumatische Ereignisse, die unsere Seelen permanent „verformen“… ohne menschliche Möglichkeit, jemals davon frei werden zu können. 

Wir werden von „außen nach innen“ geprägt. Dies ist ein gewaltsamer und sehr schmerzhafter Vorgang, der uns dauerhaft zum Negativen verändert.

Wenn Gott nun Seine Arbeit der „Entprägung“, tief an den Wurzeln unsres Wesens, beginnt, kommen die Erinnerungen an den erlebten Schmerz zurück… und es ist die instinktive Reaktion jedes Menschen, vor so etwas zurück zu weichen. Wir suchen nach Frieden für unsere Seelen und meiden es, solche Albträume noch einmal durchleben zu müssen.

Darum tendieren wir dazu, Sein Werk hier zu blockieren – anstatt es freudig anzunehmen. Wir wissen nicht, dass es Gott ist - und Ihm gar Dank dafür zu geben, ist das Letzte, was uns in den Sinn kommen würde. 

Wir wissen nicht, dass es völlig ausreicht…

1die Vergangenheit im Gebet als Tatsache anzunehmen

2.  zu bestätigen, dass wir Sein Eigentum sind – und Ihm bewusst diese „Prägung“ übergeben

3.  Ihm die „Ausführung“ zu überlassen… und die ganze Sache zu vergessen 

Die ganze Zeit steht unser liebender Vater nur einen Schritt vor uns, um das wunderbarste Werk an uns zu tun, das man sich vorstellen kann… und wir kapieren es nicht!

Wir konzentrieren uns auf das aufsteigende Problem und alle unsere Gedanken drehen sich darum, es so schnell wie möglich los zu werden. Ja, wir sind sogar so überfokussiert, dass wir noch nicht einmal sehen, dass die Lösung – eine vollkommene Erneuerung – genau vor uns steht!

Wir versuchen stattdessen, das „Problem“ mit unseren Mitteln zu bekämpfen… anstatt das viel Einfachere zu tun und einfach zum Weingärtner zu gehen und zu sagen:

„Danke, Herr, für Dein perfektes Werk an mir! Hier hast Du den ganzen Kram meiner Vergangenheit… meine Gefühle und die Wunde, diese tiefe Verletzung, die mich im Moment so furchtbar fühlen lässt. Hier hast Du alles, mein Vater! Danke, dass Du es alles wieder hochgebracht hast! Ich bin Dein Eigentum und vertraue Deiner Liebe zu mir! Hier hast Du es! Schneide es aus mir heraus und fülle dieses Gebiet mit Deinem Heiligen Geist!“ 

… und dann vergiss es einfach!!! 

Gott „entprägt“ uns von „innen nach außen“! Dieser Prozess ist völlig anders, als der Prägeprozess der Vergangenheit. Er ist völlig gewaltlos!

Das einzig schmerzhafte, was mit ihm zusammenhängt: Wir müssen es zulassen, dass die schmerzhaften Erinnerungen noch einmal hochkommen dürfen, um die tiefen Wurzeln ans Licht zu bringen. Wir müssen Seinem Werk in uns vertrauen… und es wagen, gegen unsere natürlichen Reflexe zu handeln und diese schmerzhaften Erinnerungen annehmen. 

Sehr Wichtig! Wir hatten keine Möglichkeit den schmerzhaften „Prägeprozess“ zu entkommen… doch den segensreichen Prozess der „Entprägung“ können wir verhindern, indem wir Gott nicht erlauben, weiter zu machen. 

Gott zwingt sich uns nie auf! Er ist sanft und freundlich und möchte, dass wir Seinem Werk vertrauen… ja, sogar mehr vertrauen als wir – in solch einer emotionalen Situation - in der Lage sind, zu verstehen.

Es geht nur darum, es zu akzeptieren und dann Ihm zu übergeben… und sofort beginnt Sein Werk in unserem Leben. So wunderbar, dass wir uns nicht vorstellen können, was Er schaffen will! 

Besonders schwer ist es für uns, wenn unsere negative „Prägung“ mit eigener Schuld verbunden ist. Wenn es schon schwer ist, den Schmerz erlittenen Unrechts neu zu erleben… noch schmerzhafter wird es, wenn das eigene Versagen wieder lebendig wird.

Wie gerne wollen wir hier doch vergessen… Schwamm drüber… und ganz schnell Gras drüber wachsen lassen! Doch jetzt steht unser Versagen auf einmal wieder lebendig vor uns!

Höchst ungemütliche Situation… und unser Stolz windet sich in alle Richtungen, um ja ein Schlupfloch zu finden. Doch gerade auf ihn - auf diese Wurzel - hat es Gott abgesehen.

Obwohl der Schmerz hier größer ist, die Behandlungsmethode ist die gleiche, wie zuvor beschrieben.

Ist das kompliziert? Nein, es ist so einfach! Das einzige Problem ist unser begrenztes Verständnis, über die Vorgehensweisen Gottes in unserem Leben! 

Um als normaler Mensch etwas zu erreichen, müssen wir uns auf die anvisierte Aufgabe konzentrieren und sie im Fokus behalten, damit sie Realität wird.

Je mehr wir etwas wünschen oder wollen, desto stärker verengt sich unser Fokus (Tunnelblick/hyper-fokussieren) auf unsere Wünsche und Ziele. Das ist völlig normales Verhalten.

Und natürlich neigen wir dazu, geistliche Probleme auf gleicher Weise anzugehen. Gibt es ein Problem, wollen wir es, so schnell wie möglich, aus der Welt schaffen und automatisch konzentrieren sich unser Fokus und Wünsche auf das Problem.

Wir wollen gerne dem Herrn gefallen… und schauen auf uns selbst, nur um herauszufinden, dass wir es überhaupt nicht schaffen.

Dazu kommt noch, dass wir uns mit Anderen vergleichen… und so verschlechtert sich unsere Stimmung von „mies“ auf „schlecht“. Der Stresslevel steigt und unsere Seele regiert uns – während unser „geistlicher Mensch“ inaktiviert in irgendeiner Ecke liegt. 

Niemals kommt es uns in den Sinn, dass wir um etwas besorgt sind, wovon Gott nie wollte, dass wir uns darum kümmern sollen! 

Ja, du liest richtig! Gott hat nie gesagt, dass du dich um deine Erneuerung kümmern sollst! 

Das ist alleine Sein Werk! Er ist der Weingärtner, der jede Rebe reinigt… nein, es ist nicht dein Job! Dein Job ist es, in Jesus zu bleiben! 

Wie bitte, du glaubst mir nicht? OK, dann lass uns mal lesen: 

Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner.
Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird ER wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird ER reinigen, dass sie mehr Frucht bringe.

Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.
Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer und sie müssen brennen. – Joh. 15, 1-6 

Hast du das verstanden? Wo sagt Er hier, dass du dich um deine Frucht sorgen sollst? Wo sagt Er, dass du dich um deine Veränderung kümmern sollst? 

Nur eines wird von dir erwartet – eins will Gott von dir: Das du in Jesus bleibst! 

In Seiner Gegenwart zu verbleiben, ist alles was du tun sollst! Es gibt keinen besseren Weg, den du finden kannst, als diesen einen: Bleibe in Jesus! Bleibe in Seiner Gegenwart! Sitze zu Seinen Füßen und vertraue Ihm völlig! Ja, trotz allem, was dir deine Sinne sagen werden. 

Ich weiß das klingt jetzt etwas komisch:

Wenn Jesus in deinem Schiff (Leben) auf einem Kissen schläft – mitten in tobenden Wellen – dann gibt es nichts Besseres für dich, als das nächste Kissen zu schnappen und neben Ihm ein Nickerchen zu machen :-)! 

Es gibt nur eine Realität für uns – und das ist die Realität unseres Gottes! 

Er hat dich vor Grundlegung der Welt erwählt! (Eph. 1, 4) Alle deine Tage waren in Sein Buch geschrieben, bevor du im Leibe deiner Mutter gebildet wurdest! (Ps. 139, 16) 

Also, warum die ganzen Sorgen und Nöte? Du brauchst sie nicht zu haben! 

Du siehst, wie dein Leben sich anders entwickelt, als du gedacht hast? Kein Problem!

Dein Leben ist in Seiner Hand… und Er macht niemals einen Fehler! Er versagt nie! 

Alles, was in deinem Leben geschieht, ist mit Sinn und Zweck geplant… und hat kein anderes Ziel, als dir zum Besten zu dienen. Richtig, das gilt für ALLES! (Rö. 8, 28) 

Darum lesen wir im Wort Gottes: 

Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus. - Eph. 5, 20 

Ich verstehe sehr gut, dass das was ich hier schreibe, niemanden einfällt, der gerade bis zum Hals in Nöten steckt… aber wo lesen wir in Gottes Wort, das normale, menschliche Regungen die Basis unseres Lebens im Geist sind? (1.Kor 2, 9+10)

Wo hat Jesus gesagt, dass wir uns sorgen sollen? Hat Er nicht das Gegenteil gesagt, als Er auf die Sperlinge und Lilien verwies? (Matt. 6, 25-34) 

Wir sind dazu berufen, Überwinder zu sein… doch was ist das für ein „überwinden“, wenn alle unsere Reaktionen sich nicht von normalem, menschlichem Verhalten unterscheiden? 

In dem Moment, wo du anfängst durch den Geist zu handeln, wird die Kraft Gottes aktiviert. Sie wird dich völlig umgestalten – von „innen nach außen“!

Du wirst nichts dabei spüren… keine besonderen Gefühle… kein Posaunenschall… keine E-Mail: Aufgabe erfüllt… doch ein perfektes Werk, mit der realen Tatsache eines neuen Lebens… für alle zu sehen!
 

In Seinem Auftrag


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