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Englische Version


Gemeinde auf dem Fels?
Vision - Juni 2002
Chris Poole
















Der folgende Bericht überspannt einen Zeitraum von November 2001 bis Juni 2002. Er begann während einer Zeit, als ich deutlich hervortretende Änderungen sowohl in meinem geistlichen Dienst als auch dem persönlichen Leben wahrnahm.

Letzten November, ich saß gemütlich in meinem blauen Bürosessel hinter dem Schreibtisch, hörte ich die Stimme des HERRN in einer sehr deutlichen Weise zu mir sprechen.

Er sagte: „Chris, wäre es dir recht, wenn ich dir sagen würde, dass wir eine Reise in die tiefste Wüste machen? Zu einem Ort wo alles, was du bis jetzt als normal ansiehst aufhören wird. Es wird dort keine Versammlungen, keine Aktivitäten, keine sichtbaren Zeichen geben.
Es wird erscheinen, dass alles zu einem Halt, einem Ende gekommen sei – bis auf meine deutliche Gegenwart.“

An diesem Punkt machte ER eine kurze Pause und kam dann mit folgender Frage zurück:

„Chris, wenn alles was du hast nur mich und mich alleine ist – wäre ich dir genug?“

Sobald Jesus diese Frage beendet hatte, wusste ich sofort, dass die einzige richtige Antwort ein „Ja“ wäre, aber etwas in mir hielt mich von einer übereilten Antwort ab und veranlasste mich nachzudenken.
Es schien so, als ob das, was ich sagen würde eine Prophetie enthielt – welche sich sofort nach meiner Aussage erfüllen würde. Kurz überschlug ich, was ein „Nein“ bedeuten würde:
„Nein, Jesus, Du allein bist nicht genug. Uns verlangt mehr nach dem Dienst für dich als dich selbst!“
Aber dies erschien mir zu lächerlich, dass ich bereit war seine Frage zu beantworten auch wenn es da vielleicht Dinge gab, die ich jetzt noch nicht einschätzen konnte.
Ich wusste, dass jeder wirklich geistliche Dienst, der mein Engagement wert war, mit Jesus anfangen und enden musste.

So sagte ich: „Ja, HERR, du allein bist genug!“ seine einfache Antwort war: „OK!“

Die Intensität seiner Gegenwart lies nach und ich hatte kein weiteres Erlebnis dieser Art bis Ende Juni 2002.

Es war Ende Juni 2002, ich saß im gleichen Stuhl in meinem Büro und arbeitete als der HERR wieder zu mir kam. Es war wie im letzten November, obwohl seit dem letzten „Treffen“ einige Monate vergangen waren, sprach Er so zu mir als ob wir immer noch mit unserer Unterhaltung beschäftigt seien:
„Chris, wenn ich dir die Dinge gegeben hätte, welche du für meinen Dienst wolltest, so würdest du doch dahin kommen sie mehr zu verachten, als du die Aspekte deiner Beschäftigung verachtet hast, welche deine Zeit stark einschränkten und so Meine Berufung für dein Leben behinderten, welche es schwierig für dich machten, das zu tun was Ich dir geheißen hatte.

Als ER dies zu mir sagte, war ich plötzlich nicht mehr in meinem Büro. Ich befand mich in einer Landschaft und schaute gerade aus. Obwohl ich mich im Freien befand konnte ich nicht weiter als ungefähr sechs Meter in jede Richtung sehen und es wurde mir klar, dass es außerhalb dieser Distanz nichts Bedeutendes zu sehen gab.
Als ich so geradeaus schaute, sah ich den Körper einer Person vor mir, ungefähr fünf Meter entfernt, welcher auf zwei Steinen stand.

Als ich diesen Körper betrachtete, fielen mir sofort einige Dinge auf. Zuerst sah ich, dass die beiden Steine so weit von einander entfernt waren, dass die Beine ca. 45° gespreizt waren.
Dann war die Kleidung so unspezifisch, dass nicht zu erkennen war, ob diese Person männlich oder weiblich war. Ich glaube, dass dies sowohl für einen männlichen wie auch weiblichen Aspekt stehen sollte.
Auch konnte ich nicht höher als bis zum Hals schauen, wusste aber doch, dass es kein kopfloser Körper war.
Er war sehr wohl sehr lebendig und in der Lage zu denken, zu sprechen und zu hören.

Als ich so diesen Körper, breitbeinig auf den zwei großen Steinen stehend, betrachtete, bemerkte ich, dass Jesus ca. drei Meter links von mir stand. Auch ER betrachtete diese Person auf den Steinen.

Wieder schaute ich auf die Person vor mir und meine Aufmerksamkeit wurde auf den rechten Stein gelenkt. Sofort wurde mir klar – dieser Fels repräsentierte Jesus, das wahre Fundament. Als ich dies so dachte sprach Jesus, ER kannte meine Gedanken:
„Ja, ich bin das wahre Fundament. Aber für was steht der andere Stein?“

Als ich ihn betrachtete, wurde ich mit Erkenntnis erfüllt und wusste plötzlich, dass er für alle die Dinge stand welche zwar von IHM handelten – aber nicht ER selbst waren.

Wieder, meine Gedanken kennend, schaute Jesus mich mit einem durchdringenden Blick an und sagte:
„Ja, du hast recht, Chris! Dieser Fels steht für den prophetischen Dienst.“
Durch die Kraft und die Lautstärke seiner Stimme wurde ich fast zurück geschleudert und ich fühlte für einen Moment, dass ER zornig über mich war. Danach mäßigte ER seinen Ton und fuhr fort:
„Er steht für vollzeitlichen Dienst für Gott, er steht für den Ruf in die Mission, er steht für die Berufungen und Ziele meines Volkes. Er steht für alle die Dinge für die mein Volk so leidenschaftlich und erfüllt ist – außer Mich selbst!“
Hier senkte ER seine Stimme noch mehr und sagte:
„Leider stehen diese Dinge für all die guten Dinge über mich, welche mich selbst ersetzt haben!“

Ich sah, wie Jesus seinen Kopf senkte und es war ein Moment Stille. Dann schaute ER wieder zu mir und sagte:
„Nun, da du dies jetzt verstanden hast, wirst du auch verstehen, was ich jetzt tun muss.“

Als ER dies gesagt hatte, lief ER an mir vorbei und blieb vor dem Felsen unter dem linken Fuß des Körpers stehen. Was jetzt geschah ging so schnell, dass ich nicht alles wahrnehmen konnte.
Jesus trat gegen den Stein unter dem linken Fuß und sofort war er verschwunden. Im gleichen Moment fiel der Körper nach links, machte einen perfekten Bauchklatscher und schlug krachend auf den Boden – so hart, dass mit einem lauten Prusten die Luft entwich. Danach blieb er bewegungslos liegen.

Wegen des Sturzes war ich sehr besorgt um den „Körper“, doch Jesus blickte mich an, und sagte einfach: „Schau nur zu!“
So stand ich einfach still und schaute zu. Langsam begann der Körper sich zu bewegen und gewann seinen Atem wieder. Langsam stand er auf und betrachtete seinen Zustand.
Ich sah ihn, wie er seine Hände und Arme ausstreckte und den Dreck darauf betrachtete.
Er untersuchte auch seine Kleider, welche voller Erde und Schutt waren. Als er so seinen Zustand wahrnahm ging er langsam auf Jesus zu. Er streckte Jesus seine Hände und Arme entgegen und erlaubte ihm auf den Dreck und den Schutt auf den Kleidern zu schauen.

Er rief: „Jesus, es tut uns so leid, dass wir Dir dies angetan haben. Es tut uns so leid.“

Zu diesem Zeitpunkt, als ihm sein Zustand deutlich wurde, weinte und zitterte der Körper vor dem HERRN. Dann hörte ich ihn sagen:
„HERR, reinige uns von dem, was wir getan haben und heile unseren Zustand. Es tut uns so leid!“

Plötzlich war ich nicht mehr im Freien, sondern wieder in meinem Büro. Wieder hörte ich des HERRN Stimme, ohne ihn jedoch zu sehen:
„In den kommenden Zeiten, wird es das größte Verlangen meines Volkes sein, nur zu meinen Füßen zu sitzen um die kostbare Gemeinschaft mit mir zu genießen. Nicht länger werden sie ihre eigenen Leidenschaften um das packen, was sie für mich tun. Ich selbst werde ihre größte Leidenschaft sein.
Dann werde ich zu jemand sagen: Geh’ und bring dieser Gruppe diese Botschaft!
Und zu einem anderen: Willst Du nicht diesem auf der Straße helfen der in großer Not ist!
Zu einem nächsten werde ich sagen: Geh’ und ermutige jenen, der auch zu meinen Schafen gehört!

Wegen ihrer großen Leidenschaft für mich, werden sie kein Verlangen haben, ihren Platz zu verlassen, aber trotzdem werden sie alles aus der großen Liebe zu mir heraus tun. Sie werden ihre Aufgaben exakt ausführen. Doch wenn alles beendet ist, wird dies ihr einziges Verlangen sein, schnell zu meinen Füßen zurück zukehren.
Niemals werden sie ihre Leidenschaft für mich mit den Dingen vertauschen, welche sie für mich tun. Ich allein werde ihre Leidenschaft sein.“

Dann sagte der HERR: „Ich werde meinem Leib eine neue Offenbarung meiner selbst geben!“
Mit diesem Satz endete die Vision.

Bemerkung 1:
Vielleicht wunderst Du Dich über den Teil, als der HERR so ernst mit mir über den Prophetischen Dienst gesprochen hat. Ich bin überzeugt, dass der prophetische Dienst das Gebiet in den letzten zehn Jahren war, wo ich teilweise schuldig geworden war.
Bitte interpretiere diesen Teil nicht so, dass der HERR generell gegen den prophetischen Dienst sei. Dies würde sich nicht mit dem geschriebenen Wort Gottes decken.

Bemerkung 2:
Nach dieser Vision erklärte mir der HERR später, warum ich den Kopf nicht sehen konnte.
ER war der Kopf und weil der Körper seine Befehle nicht von seinem Kopf bekam, wurde er getrennt vom Kopf gezeigt – Dinge tuend ohne die Führung des HERRN.
Die neue Offenbarung Jesu wird den Kopf wieder mit dem Körper verbinden.



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